Mayerlrampe

Eisklettern
Schwer
(4)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 70°  /  3
Höhe Einstieg
Höhe Einstieg3250 m
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 500 m  /  1700 Hm
5:00 Std.  /  9:45 Std.
AusrichtungNord
AusrichtungNord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 0:15 Min.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 4:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Grossglockner  (3798 m)
Charakter:

Die Mayerlrampe ist der derzeit besterhaltene schwierige Eisanstieg in der Glockner-Nordwand. Die Eis- und Steinschlaggefahr ist hier wesentlich geringer als in den klassischen Rinnen. Mit ihren 70° im blanken Eis ist sie eine der Toptouren am Glockner und auch für ambitionierte Eiskletterer eine äusserst lohnende Unternehmung.

Genaue Routenbeschreibung:

Von der Biwakschachtel dem Grat etwas folgen und dann links zu den Einstiegen der Nordwandrouten queren, die Mayerlrampe ist ueber eine ca. 250 m 40° - 50° Firn/Eiswand (Einstiegswand) rechts von der Berglerrinne zu erreichen. Nach der Einstiegswand (hier erhöhte Steinschlaggefahr) , die nach der Randkluft mit zunehmender Höhe steiler wird, gelangt man zur eigentlichen Rampe. Nun folgen ein paar super Seillängen im besten Blankeis (bis 70°) hin auf die "Grögerschneid" 3660 m.

Danach über den NW-Grat (140 m langer Gratanstieg, der bei Schneelage nicht zu unterschätzen ist) zum Gipfel.

Man kann auch von der Grögerschneid über die "Grögerrinne" 40 - 45° und danach über das Teischnitzkees zur Stüdlhütte absteigen - also von der Grögerschneid über steile Firnfelder nach Süden hinunter.

Erstbegeher / Erstbesteiger:

S. Mayerl, H. Lindner und H. Massner; 1967

Ausrüstung:

Hochalpine Eistour, kompl. Eisausrüstung und Seil sind erforderlich, den Helm nicht vergessen!

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Die Mayerlrampe gehört mit ihren rd. 70° (und Nordwestgrat bis III) zu den schwierigsten Eisanstiegen am Glockner. Seilsicherung, Helm und grosse Eiserfahrung sind hier ein absolutes Muss.

Absicherung: 
Gut
Zustieg zur Wand:

Von der Biwakschachtel dem Grat etwas folgen und dann links zu den Einstiegen der Nordwandrouten queren, die Mayerlrampe ist im rechten Wandteil.

Höhe Einstieg: 

3250 m

Abstieg:

Auf dem meist gespurten Normalweg (in südostlicher Richtung) über den Kleinglockner (3770 m) und das Glocknerleitel hinunter zur Adlersruhe (3451 m). Von dort über das Hofmannskees (Spalten) zur Pasterze hinab und wieder zur Tiefgarage aufsteigen.

Kartenmaterial:

AV-Karte Nr. 40 Glocknergruppe
Kompass: Glocknergruppe NP Hohe Tauern Nr. 39

Bemerkungen:

Biwakschachtel: Für 8 Personen gebaut, meist überfüllt, besser früh aufsteigen wer einen guten Platz (in der Schachtel) will.
Es empfiehlt sich auch, von der Tiefgarage aus mit dem Fernglas abzuchecken, wie viele Leute schon zur Biwakschachtel unterwegs sind - gegebenenfalls Biwakausrüstung mitnehmen!

Infos zur Straßenöffnung: www.grossglockner.at

Zustieg zur Biwakschachtel (ca. 3 Stunden): Von der Franz-Josefs-Höhe neben dem Schrägaufzug auf die Pasterze hinab. Auf dieser taleinwärts leicht nach links queren und links am Kleinen Burgstall vorbei zur Biwakschachtel aufsteigen, immer links vom Grat bleibend. Die Biwakschachtel steht auf einer markanten Felskanzel auf 3205 m. Am Ende entweder links herum (Schnee bzw. plattiger leichter Fels) oder aber leicht rechts vom Grat (hier Kletterstelle II) bis zur Schachtel aufsteigen.

Infostand: 

21.05.2004

Autor: 

A+A Jentzsch

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Von Norden: Über Zell am See nach Fusch und über die Glocknerhochalpenstrasse zur Franz-Josefs-Höhe (Tiefgarage). Von Süden: Nach Heiligenblut und über die Glocknerhochalpenstrasse zur Franz-Josefs-Höhe (Tiefgarage).

Talort / Höhe:

Fusch  - 820 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Glocknerbiwak  - 3205 m

Bilder (23)

Übersicht (Nr. 13 u. Nr. 16)

Übersicht (Nr. 13 u. Nr. 16), A: Großglockner, B: Kleinglockner, C: Biwakschachtel, Nr. 19 Aufstieg zur Biwakschachtel, Nr. 13 Mayerlrampe, Nr. 16 NW-Grat und Nr. 18 Normalweg über den Grat., Foto: Florian Forster

Winterlicher Grat

Winterlicher Grat

Blick zum Fuscherkarkopf

Blick zum Fuscherkarkopf, Morgen stimmung in der Wand. Alle Fotos von Manfred Feil (er verunglückte leider im Sommer 03 in Chamonix)., Foto: Manfred Feil

Unterer Teil

Unterer Teil, Im unteren Teil der Rinne, Foto: Manfred Feil

Engstelle

Engstelle, Am Beginn der Schwierigkeiten., Foto: Manfred Feil

Steile Kletterei

Steile Kletterei, Die eigentliche Rampe ist bis zu 70° steil., Foto: Manfred Feil

Perfekte Verhältnisse

Perfekte Verhältnisse, Perfekte Verhältnisse in der Tour., Foto: Manfred Feil

Ausstieg

Ausstieg, Kurz vor der Grögerschneid., Foto: Perfekte Verhältnisse

NW-Grat

NW-Grat, Am Beginn des NW-Grates., Foto: Manfred Feil

Winterlicher Grat

Winterlicher Grat, Viel Schnee auf dem Grat., Foto: Manfred Feil

Übersicht Großglockner (July 2004)

Übersicht Großglockner (July 2004) , Foto: Simon Steinberger, Andreas Steck

Beginn der Rampe

Beginn der Rampe, Andi am Beginn der Rampe, Foto: Florian Thamer

vorletzte SL zur Grögerschneid

vorletzte SL zur Grögerschneid, traum Verhältnisse, Foto: Michael Kräftner

Austieg zur Grögerschneid

Austieg zur Grögerschneid, bei Traumverhältnissen am 31.08.2005, Foto: Michael Kräftner

Sonnenaufgang in der Mayerlrampe

Sonnenaufgang in der Mayerlrampe , Foto: Flori Forster www.alpinfotos.de

Im Mittelteil der Rampe

Im Mittelteil der Rampe , Foto: Flori Forster www.alpinfotos.de

Die letzte Seillänge zur Grögerschneid

Die letzte Seillänge zur Grögerschneid , Foto: Flori Forster www.alpinfotos.de

Am NW-Grat

Am NW-Grat , Foto: Flori Forster www.alpinfotos.de

Ein Traum- Flo in Action!

Ein Traum- Flo in Action!, besser gings nicht mehr- 31.8.2005, Foto: Michl Kraeftner

Mayerlrampe

Mayerlrampe , Foto: Josef Brugger

Mario im Vorstieg

Mario im Vorstieg, Perfekte Verhältnisse im Mai 2009, Foto: Frank Simmerl

Nachbarseilschaft

Nachbarseilschaft, Perfekte Verhältnisse in der Mayerlrampe im Mai 2009, Foto: Frank Simmerl

Frank in einer der ersten Seillängen

Frank in einer der ersten Seillängen , Foto: Frank Simmerl

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