Hochtor Überschreitung - Schneeloch Josefinenstieg
Toureninfo
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Mit 2.369 Metern ist das Hochtor der höchste Berg des Gesäuses. Die langen Zustiege und alpinen Anstiege verlangen Ausdauer, Klettergeschick und absolute Schwindelfreiheit. Als zentraler Stützpunkt bietet sich die eindrucksvoll am Fuße des Tellersackkares gelegene Hesshütte an. Von ihr aus schweift der Blick direkt zu den markanten Felsen der Gugel. Deren charakteristische, hufeisenförmig übereinander gelagerte Plattenbänder prägen das Landschaftsbild und stellen eine über das Gesäuse hinaus nahezu einzigartige Felsstruktur dar.
Die hier beschriebene Überschreitung beginnt jedoch im Johnsbachtal und passiert die Hesshütte erst im Abstieg. Der Anstieg durch das Schneeloch über den Schneelochsteig verlangt Kletterkönnen bis zum oberen I. Grad sowie absolute Trittsicherheit. Gleiches gilt für den Abstieg über den Josefinensteig, der an den exponiertesten Stellen jedoch mit Drahtseilen versichert ist.
Vom Parkplatz unmittelbar nach dem Kölblwirt vor der Brücke auf Weg Nr. 601 entlang eines Weidezaunes neben dem Wasserfall aufwärts zum Waldrand. In gleichmäßiger Steigung wird der Untere Koderboden (1.229 m) erreicht (Wegteilung). Hier links (Tafel Schnellochweg Hochtor) halten und in nordwestlicher Richtung durch einen grabenartigen Einschnitt in eine Mulde aufsteigen. Hier eine weitere Weggabelung, bei der man sich rechts Richtung Hochtor hält. Der Weg führt in einem Rechtsbogen zum Rinnerstein mit seiner ersten Karmulde und weiter durch Latschen zum Oberen Karboden. Das Schneeloch wird an seinem linken Rand umgangen. (bis hierher 2,5 Stunden).
Über Geröll gelangt man zum Fuß des Schneelochpfeilers. Eine steile Rasenflanke führt links aufwärts zu einem turmartigen Felsaufbau. Vor diesem rechts durch eine gestufte Rinne empor und über die steile Flanke auf das oberste Band. Ein markanter Felsspalt wird überstiegen, anschließend über einen Felsrücken weiter linkshaltend aufwärts. Die gute Markierung leitet über Geröll zum Südwestgrat. Nach einer kurzen Kletterpassage wird der Gipfel des Hochtors (2.370 m) erreicht (4 Std.).
Der Abstieg erfolgt über den Josefinensteig (Gugelgrat) zur Hesshütte. Zunächst zur Hochtorscharte und unterhalb des Nordostgipfels zur Tellersackscharte (2.296 m). Von hier quert der Steig in einem Auf und Ab weit in der Westflanke unterhalb des Gugel-Hauptgipfels. Durch eine steile Felsrinne und über Schrofen wird abgestiegen. Eine leichte Kletterpassage, an den steileren Stellen durch Drahtseile gesichert, führt durch die Felswand in eine steile, steinige Mulde. Über ein breites Band, links haltend, gelangt man schließlich zu einem Geröllhang und auf dem Weg in Kürze zur Hesshütte. (2 Std. ab Hochtor-Gipfel).
In weiteren knapp 2 Stunden wandert man auf einem markierten Weg hinunter nach Johnsbach.
Für ungeübte Kletterer unbedingt ein kurzes Seil und 2–3 Bandschlingen, einige Karabiner mitnehmen. Ein Steinschlaghelm wird empfohlen!
Keine Sicherungen vorhanden. Dieser Anstieg wird in der Regel ohne Seil gemacht und setzt entsprechendes Können voraus.
Am Schneelochsteig mehrere Kletterstellen, wobei die schwierigste nicht besonders ausgesetzt ist. Auf dem Josefinensteig ebenfalls mehrere Kletterstellen bis 1+.
Entspricht dem ersten Teil der Zustiegsbeschreibung bis zum Schneeloch.
1850 m
Siehe Genaue-Tourenbeschreibung bei Abstieg. Zeit Hochtorgipfel - Hesshütte: 2 Stunden, Hesshütte - Johnsbach: 1:45 Stunden
Im Frühjahr im Bereich des Schneelochs oft noch Schneereste. Für Kinder und Hunde ist diese Tour nicht geeignet!
07.06.2026
Andreas Jentzsch
Ausgangspunkt / Anfahrt
Aus dem steirischen Ennstal - hierher über die A9 - Pyhrnautobahn - nach Admont und weiter ins Gesäuse. Beim Ghf. Bachbrücke nach Johnsbach abzweigen und weiter bis zum Kölblwirt. Von Westen über Hieflau - Gstatterboden anreisen.
Johnsbach - 753 m
Parkplatz Köblwirt - 753 m



Kommentare