Ostlerführe - Scheffauer

Klettern
Leicht
(2)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 4-
Absicherung
AbsicherungAlpin
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 370 m
3:30 Std.  /  8:00 Std.
AusrichtungNord
AusrichtungNord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 2:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 2:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Scheffauer  (2111 m)
Charakter:

Großer Klassiker an den westlichen Ausläufern des Kaisergebirges, der an den Ständen und neuralgischen Punkten saniert ist. Im oberen Teil für diesen Schwierigkeitsgrad recht luftige, aber immer sehr griffige Kletterpassagen. Vom Gipfel perfekte Aussicht ins Inntal und zu den Eisriesen der Tauern!

Genaue Routenbeschreibung:

1. SL: 46 m: Vom Einstieg durch die glatte, verschneidungsartige Rinne bis zu Klebehaken, dort rechts um die Kante und weiter (verschiedene Möglichkeiten) gerade hinauf zu Stand. 2. SL. 45 m: Durch eine Rinne mit leichtem Linksbogen aufwärts in leichtes Gelände (links Latschen), die Rinne rechts der Platten kurz hinauf zu Stand. 3. SL. 45 m: Weiter durch die Rinne, die nach einer etwas breiteren Stelle wieder enger und steiler wird, über kaminartige Steilstufe (Klebehaken) hinauf zu Stand. 4. SL. und 5. SL. 80 m: Schrofen und Gehgelände, leicht links ansteigend zu Stand bei Rinne (evtl. Zwischenstand möglich). 6. SL. 40 m: Die Rinne hinauf, unten steiler, in den großen Schuttkessel (Stand links am Beginn des Kessels). 7. SL. 32 m: Durch den Kessel - rechts haltend - zu Stand auf einer Kuppe. 8. SL. 35 m: Zuerst leicht rechts, dann auf einer Art Plattenpfeiler gerade hinauf zu Stand. 9. SL. 40 m: Weiter – eher leicht links haltend – im leichteren Gelände dann nach rechts zu Stand. 10. SL. 40 m: Auf dem Band rechts leicht absteigen (2 Klebehaken) in eine feuchte Nische. Im rechten hinteren Eck beginnt eine Rampe auf der ein Klebehaken steckt (den man aber nicht sieht), über diese zu Stand. Alternativ kann man auch etwas unter der Rampe um die Kante (NH - siehe Var. im Topo), nach dieser gleich direkt hinauf zum Stand. 11. SL. 35 m: Rechts querend, vorbei an einer Sanduhr und am Schluss ganz leicht ansteigend zu Stand unter einer Verschneidung. 12. SL. 35 m: Zuerst steil (Klebehaken) die Verschneidung hinauf, oben in einer Art Rinne eher leicht rechts haltend zu Stand. 13. SL. 22 m: Weiter, leicht rechts, durch die Rinne (nicht nach links in die Platte), gerade oben in der Platte ist der Stand. 14. SL. 45 m: Querriss durch die Platte, dem man fast horizontal nach links zum Stand folgt. 15. SL: 45 m: Weiter nach links queren (alter Haken und Sanduhr) bis man in leichtes Gelände kommt, dort leicht rechts höher bis zu Stand in einer Platte am Beginn des Querbandes. 16: SL: 45 m: Nach rechts queren (horizontal, leicht, Sanduhr) bis zur Rinne die unten einen kurzen steilen Aufschwung hat (rechts steckt ein Klebehaken). Über diesen hinauf und durch die leichter werdende Rinne zum Stand. Danach Gehgelände zum Normalweg bzw. zum Gipfel.

Erstbegeher / Erstbesteiger:

J. Ostler - Solo! am 5. Juli 1903. Beim ersten Versuch ist Ostler unter der nach ihm benannten großen Platte im oberen Wandteil nach links ausgequert - heute Fluchtmöglichkeit.

Seillänge: 

1 x 50 m

Expressschlingen: 

4

Klemmkeile: 

Grundsort.

Friends: 

Grundsort.

Ausrüstung:

Einfachseil 50m, 4 Expressschlingen, Helm, längere Schlingen; evtl. KK-Grundsortiment.

Bemerkung zu den Versicherungen:

An den Ständen stecken immer 2 Klebebohrhaken, an den schweren Stellen ein geklebter Zwischenhaken. Den 3ten Grad sollte man sehr gut beherrschen!

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Eine kurze Stelle 4-/4, sonst meist um 3 und leichter

Zustieg zur Wand:

Von Kufstein Sparchen mit dem Sessellift zum Brentenjoch und in 50 Minuten über die Forststraße zur Kaindlhütte. Hinter der Hütte dem markierten Steig in Richtung Scheffauer (Widauersteig) folgen, bis dieser unter der Wand nach links quert. Dort steigt man gerade hinauf zum Hubschrauberlandeplatz auf einer Latschenkuppe. Vom Hubschrauberlandeplatz direkt zur Wand. Einstieg bei einer leichten, glatten, verschneidungsartigen Rinne (N47 33.564 E12 14.445).

Alternativer Zustieg mit dem MTB: Ortsteil Mitterndorf, auf Forstweg in Richtung Berggasthof Aschenbrenner, bei der Krampuswand zur Duxeralm abzweigen und von dieser weiter zur Kaindlhütte (Kufstein - Kaindlhütte ca. 2,5 Std.).

Höhe Einstieg: 

1707 m

Abstieg:

Über den Widauersteig (leichter Klettersteig, markiert - auf jeden Fall den Helm auflassen!) hinunter zur Kaindlhütte und wie beim Zustieg zurück in Tal.

Bemerkungen:

Bei mehreren Seilschaften akute Steinschlaggefahr!!!

Nordwand - oft hält sich der Schnee lange am Einstieg und z.B. im Schuttkessel.

Infostand: 

04.07.2004

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Über die Inntalautobahn nach Kufstein und den Schildern zum Kaiserlift (großer Parkplatz) folgen.

MTB Ortsteil Mitterndorf: Von der Ausfahrt den Schildern ins Stadtzentrum folgen; nach der Festung bei der Polizei links in die Weißachstraße abbiegen und nach 20 m gleich wieder links in die Mitterndorfer Straße. Dieser folgen bis sie am Wald endet. Auf dem Holzlagerplatz gibt es einige Parkmöglichkeiten.

Talort / Höhe:

Kufstein  - 499 m

Ausgangspunkt:

Bergstation Sessellift

Bilder (30)

Übersicht

Übersicht, In Rot die Ostlerführe, in Orange der Abstieg über den Widauersteig., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Erste Seillänge

Erste Seillänge, Noch mal größer der Einstieg und der Verlauf der ersten Seillänge., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Ostlerplatte 2

Ostlerplatte 2

Zustieg mit MTB

Zustieg mit MTB, Schon im Almgelände unter dem Scheffauer., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Kurz vor dem Einstieg

Kurz vor dem Einstieg, Oben hinter der Latschenkuppe (Hubschrauberlandeplatz) ist der Einstieg., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Einstieg

Einstieg, Der rote Pfeil markiert den Einsteig., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Ende 1. SL.

Ende 1. SL., Am Ende der ersten Seillänge., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

3. Seillänge

3. Seillänge, Der kurze Kamin in der 3. Seillänge., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Großer Schuttkessel

Großer Schuttkessel, Im Schuttkessel - 7. Seillänge., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

8. Seillänge

8. Seillänge, Die Seillänge nach dem Schuttkessel., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Nasse Nische

Nasse Nische, Bei der Querung (leicht absteigend) in die oft nasse Nische - 10. Seillänge., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Nasse Rampe

Nasse Rampe, Die nasse Rampe in der Nische, oben der Stand - 10. Seillänge., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Ostlerplatte

Ostlerplatte, Das Highlight, die Ostlerplatte in der 14. Seillänge., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Ostlerplatte 2

Ostlerplatte 2, Fast am Ende der 14. Seillänge., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

15. Seillänge

15. Seillänge, Blick hinunter zum Stand., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Ende der Tour.

Ende der Tour., Der letzte Stand - unten das Inntal., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Hintersteinersee

Hintersteinersee, Blick vom Gipfel hinunter zum Hintersteinersee., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Widauersteig

Widauersteig, Beim Abstieg über den Widauersteig läßt man auf jeden Fall den Helm auf (Steinschlag!), Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Foto: Harald Tarnowiecki

Zettenkaiser O-Wand

Zettenkaiser O-Wand, Der Zettenkaiser ist der Westliche Nachbar des Scheffauers und seine O-Wand ist ein lohnendes Ziel im 4. Schwierigkeitsgrad, Foto: ht

Im Wandbereich unterhalb der Ostlerplatte

Im Wandbereich unterhalb der Ostlerplatte , Foto: ht

Ostlerplatte

Ostlerplatte , Foto: ht

Ostlerplatte

Ostlerplatte , Foto: Harald Tarnowiecki

Das Band vor der Schlußseillänge

Das Band vor der Schlußseillänge , Foto: Harald Tarnowiecki

Am Gipfel

Am Gipfel , Foto: Harald Tarnowiecki

Am Wandfuß

Am Wandfuß , Foto: Franz Reindl

Im Rinnensystem mitten in der Wand

Im Rinnensystem mitten in der Wand , Foto: Reindl Franz

Blick aus der Wand, hinunter in den "Großen Friedhof"

Blick aus der Wand, hinunter in den "Großen Friedhof" , Foto: Franz Reindl

In der berühmten Ostlerplatte

In der berühmten Ostlerplatte , Foto: Franz Reindl

Auf dem Gipfel des Scheffauer

Auf dem Gipfel des Scheffauer , Foto: Franz Reindl (do it yourself)

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