Wiederroute - Kl. Watzmann Ostwand

Klettern
Leicht
(4)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 3-
Absicherung
AbsicherungAlpin
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 1300 m  /  2000 Hm
4:00 Std.  /  12:30 Std.
AusrichtungOst
AusrichtungOst
Zustiegszeit
Zustiegszeit 4:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 4:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Watzmann Mittelspitze  (2713 m)
Charakter:

Schöne ansprechende Route, die sich ideal als Vorbereitung für die große Watzmann Ostwand eignet. Landschaftlich sehr eindrucksvoll, das Wiederband ist tlw. autobahnbreit, man weiß nicht wirklich ob man gehen oder klettern soll. Gewisser Spürsinn in der Routenfindung ist trotz der roten Punkt- und Steinmannmarkierung gefragt. Auf Bändern und Platten geht es durch die mächtige Wand. Ideal auch in Kombination mit dem Mountainbike als üppige Tagestour machbar. Vom oberen Abschnitt hat man einen eindrucksvollen Blick in die "große" Ostwand unter der Südspitze.

Genaue Routenbeschreibung:

Zuerst durch die oben etwas gelbe Rinne aufwärts (zwei kurze Steilstellen 3-, meist 1 - 2), dann rechts querend (1-) bzw. leicht absteigend zum Beginn des Wiederbandes. Das Band links haltend aufwärts (zwei steilere Stufen 3-, sonst Gehgelände) bis zum 5 m hohen Pfeiler, dem sog. „Bandwächter“ (Wandbuch auf der Rückseite). Direkt hinter dem Pfeiler eine Rinne zu einem Felsenfenster aufsteigen (Stelle 3-, roter Punkt am Beginn der Rinne) und dem breiter werdenden Rinnenband leicht rechts haltend folgen (1 - 2). Kurze, leichte horizontale Rechtsquerung (1) auf einem schmalen Band vor einer sperrenden Steilstufe, dann wieder leicht links haltend zum unteren der zwei Querbänder (1 - 2) die aus der Rinne nach links ziehen. Auf dem unteren Band (rote Punkte, 1 - 2) bis zu einer Kante, dort wird das Band plötzlich sehr schmal. Nur ganz kurz (ca. 10 m 1 - 2) dem schmalen ausgesetzten Band folgen, dann sofort hinauf durch eine Rinne (roter Punkt, anfangs kurz 3-) und dann leicht links (1 – 2) haltend weiter zu einer griffigen kurzen Wandstufe (3-). Danach immer links haltend den Bändern (Steinmänner, rote Punkte) bis zu einer Rinne zwischen Gipfel und Watzmanngrat (mit Drahtseilen versichert) folgen. Entweder direkt durch die Rinne (Schotter, ungut zu gehen, Stelle 2+) oder rechts davon (fester Fels, Stelle 3-) bis zum Gipfel der Mittelspitze aufsteigen.

Seillänge: 

1 x 50 m

Ausrüstung:

Helm, bequeme Kletterschuhe und evtl. ein 50 m Seil, Schlingen und ein kleines Kleinkeilgrundsortiment

Bemerkung zu den Versicherungen:

Keine Haken in der Route vorhanden

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Einige Stelle 3-, meist aber um I-II und Gehgelände

Zustieg zur Wand:

Auf dem markierten Weg zur Kührointhütte. Von der Kührointhütte dem Weg Richtung Falzalm/Watzmannhaus ca. 15 Minuten folgen. Nach 2 Serpentinen zweigt bei P.1465m nach links ein deutlicher Steig in das Watzmannkar ab. Auf diesem aufwärts in das Kar. Weiter oben rechtshaltend auf nur mehr schwachen Steigspuren (Steinmänner) in die Senke des Watzmanngletschers. Dort kurz über Firn/Eis und steiler wieder über Geröll zum Wandfuß unterhalb des Wiederbandes. Der Einstieg befindet sich am Beginn einer markanten Rinne mit gelben Gestein.

Höhe Einstieg: 

2190 m

Abstieg:

Von der Mittelspitze über den teilweise gesicherten Watzmanngrat nach Norden auf das Hocheck (Unterstandshütte). Weiter am markierten Weg durch die Watzmanngrube, am Watzmannhaus vorbei, hinunter zur Falzalm. Bei der Wegkreuzung (Wegweiser) rechts auf den Steig, welcher unter dem Watzmannkar zur Kührointhütte quert, von dieser weiter ins Tal.

Bemerkungen:

Achtung: Bei Schneelage heikel - evtl. Leichtsteigeisen mitnehmen. Lange Alpintour, die man nur bei besten Wetter angehen sollte. Idealerweise fährt man mit dem MTB bis zur Kührointhütte.

Autor: 

Axel Jentzsch-Rabl

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

A 8 (München – Salzburg) bis Ausfahrt Bad Reichenhall – über die B 20 und die B 305 nach Berchtesgaden. Von dort in Richtung Ramsau, man zweigt aber bei Duft von der B305 links nach Schönau am Königsee ab. In der Duftsiedlung zweigt westlich die Straße zum Ghf. Hammerspiel ab, dort Parken (Parkautomat).

Talort:

Schönau am Königssee

Ausgangspunkt / Höhe:

Gasthof Hammerstiel  - 750 m

Bilder (25)

Übersicht - der ungefähre Routenverlauf

Übersicht - der ungefähre Routenverlauf

Auf dem sog. Wiederband

Auf dem sog. Wiederband

Zustieg - Bikeparkplatz bei der Kührointhütte

Zustieg - Bikeparkplatz bei der Kührointhütte

In der Einstiegsrinne (oben leicht gelblich)

In der Einstiegsrinne (oben leicht gelblich)

Oberer Teil der Einstiegsrinne

Oberer Teil der Einstiegsrinne

Beginn des Wiederbandes

Beginn des Wiederbandes

Rast auf dem Wiederband (vor einer der beiden Stufen im Band)

Rast auf dem Wiederband (vor einer der beiden Stufen im Band)

Auf dem sog. Wiederband

Auf dem sog. Wiederband

Blick von oben auf das breite Wiederband

Blick von oben auf das breite Wiederband

Beim Pfeiler, dem sog. Bandwächter - dahinter geht es rechts aufwärts

Beim Pfeiler, dem sog. Bandwächter - dahinter geht es rechts aufwärts

Bei der Rechtsquerung oberhalb des Pfeilers, die rote Markierung ist zu sehen.

Bei der Rechtsquerung oberhalb des Pfeilers, die rote Markierung ist zu sehen.

Auf dem oberen Band

Auf dem oberen Band

Die kurze Wandstelle im oberen Wandteil

Die kurze Wandstelle im oberen Wandteil

Kante kurz vor dem Ausstieg (es geht auch rechts in der Rinne)

Kante kurz vor dem Ausstieg (es geht auch rechts in der Rinne)

Auf dem Gipfel der Mittelspitze des Watzmanns

Auf dem Gipfel der Mittelspitze des Watzmanns

Beim Abstieg unterhalb des Hochecks

Beim Abstieg unterhalb des Hochecks

Auf dem Wiederband. Die auf den Bändern liegenden Schneekolke haben gelegentlich die Tendenz, auf darunterliegende Bänder zu fallen, wodurch das alpine Abenteuer beträchtlich gesteigert wird.

Auf dem Wiederband. Die auf den Bändern liegenden Schneekolke haben gelegentlich die Tendenz, auf darunterliegende Bänder zu fallen, wodurch das alpine Abenteuer beträchtlich gesteigert wird.

Auf dem Wiederband.

Auf dem Wiederband.

Durchschlupf am Ende des Wiederbandes.

Durchschlupf am Ende des Wiederbandes.

Weiterweg zum Gipfel.

Weiterweg zum Gipfel.

Nach dem Ausstieg geht's über den Grat zur Mittelspitze.

Nach dem Ausstieg geht's über den Grat zur Mittelspitze.

Betrieb auf der Mittelspitze.

Betrieb auf der Mittelspitze.

Watzmannhaus

Watzmannhaus,  , Foto: ht

Plattiger Ausstieg, die Rinne war uns zu schottrig

Plattiger Ausstieg, die Rinne war uns zu schottrig

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