Intersport Klettersteig

Klettersteig
Mittel
(7)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit C/D
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 470 Hm  /  650 Hm
3:00 Std.  /  4:50 Std.
Absicherung
AbsicherungSehr gut
AusrichtungNordwest
AusrichtungNordwest
Zustiegszeit
Zustiegszeit 0:20 Min.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 1:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Berg:
Großer Donnerkogel  (2054 m)
Charakter:

Ein toller Klettersteigklassiker an der Westseite des Dachsteins - Highlight ist eine 40-Meter-Riesenleiter auf der man eine tiefe Schlucht überquert. In vier sehr unterschiedlichen Etappen klettert man am Intersport Klettersteig auf den Großen Donnerkogel. Bei diesem Eisenweg handelt es sich um eines der umstrittensten Klettersteigprojekte in Österreich. Der Klettersteig wurde über eine bestehende Kletterroute von Paul Preuß gelegt. Gesamt kommt man auf ein ansprechendes - und bei Benutzung der Riesenleiter auf ein gewaltig ausgesetztes - Klettersteigabenteuer mit fantastischem Dachsteinblick.

Genaue Routenbeschreibung:

1. Etappe: Vom Einstieg kurz zu einem Eck aufsteigen (B/C). Eine schöne Plattenquerung (A/B) führt zu einem Spreizschritt (B/C). Es folgt die steile und anstrengende Kaiser-Verschneidung (C/D), eine der beiden Schlüsselstellen. Anschließend links auf ein erdiges Band (A und A/B) und zu einer weiteren, etwas schwierigeren Plattenquerung (C). Um ein Eck herum geht es zur Enzianwand (B/C). Im Zick-Zack-Kurs geht es durch die Latschen empor und anschließend links in einen Sattel. Dort befindet sich ein Notausstieg (rechts hinunter). Über zwei Leitern (B, dazwischen kurz C) wird der flache Ziehkögelgrat (max. A/B) erreicht. Am Ende der 1. Etappe folgt ein weiterer Notausstieg (rechts hinunter).

2. Etappe: Im Abschnitt "Es lebe die Jagd" wird zuerst nach links gequert (A/B). Anschließend folgen einige auf den Boden gelegte Leitern (A). Nach einer weiteren Querung (A) folgen einige Aufschwünge (B). Nach dem Gamsband (A) muss ein Stück im erdig-rutschigen Gelände abgeklettert werden (A/B). Anschließend steigt die lange Querung wieder an (A/B, kurze Stelle B/C) und trifft auf die 40-Meter-Riesenleiter. Bei der Leiter kann man in leichtes Gelände aussteigen und das Donnermandl umgehen oder zum Abstiegsweg absteigen (Notabstieg). Highlight ist natürlich die 40-Meter-Riesenleiter, auf welcher man leicht (B) aber sehr ausgesetzt und deshalb von vielen als schwerer empfunden direkt hinüber zum Donnermandl klettern kann.

3. Etappe ohne Riesenleiter: Nach kurzem Gehgelände (Notabstieg nach rechts) folgt eine kurze Querung (A/B und C) und der steile und sehr ausgesetzte Aufschwung - dort dockt auch die 40-Meter-Riesenleiter an das Donnermandl - (zuerst C/D, dann leichter) aufs Donnermandl (1.920 m). Dieser stellt die zweite Schlüsselstelle des Steigs dar (diese muss auch von Riesenleitern-Kletterern bewältigt werden). Anschließend kurz in eine Scharte abklettern (B). Die 3. Etappe kann auch umgangen werden.

4. Etappe: Recht steil über den Nordwestgrat die ehemalige Preuß-Route hinauf (C). Bald wird der Grat flacher und breiter (B). Der Ausstieg wird nach Überwindung einzelner Steilstufen (A/B und A) erreicht.

Ausrüstung:

Komplette Klettersteigausrüstung, Helm und Klettersteighandschuhe.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Stahlseil, Leitern, Trittstifte und eine 40-Meter-Riesenleiter im oberen Steigabschnitt.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Zwei Passagen C/D - an der "Kaiserverschneidung" und am Donnermandl. Stellen C und B/C, sonst meist aber um B.

Zustieg zur Wand:

Von der Bergstation der Gosaukammbahn folgt man dem Weg bis zur Gablonzer Hütte (bis dorthin kann man auch auf dem Weg Nr. 620 in ca. 1¼ Stunden  zu Fuß aufsteigen). Direkt bei der Gablonzer Hütte zweigt man links auf den Weg 611 ab und steigt zum Oberen Törleggsattel (Infotafel) auf. Dort links halten und in wenigen Minuten zum Einstieg absteigen. 

Variante Annaberg: Vom Parkplatz am Ende der Fahrmöglichkeit folgt man der Forststraße bis man die Wiesen des Schigebietes Zwieselalm erreicht (ist beschildert). Bei der Riedlkaralm (Forststraße) auf einem markierten Steig zur Gablonzer Hütte. Zeit: 1 - 1,5 Stunden bis zum Einstieg.

Höhe Einstieg: 

1580 m

Abstieg:

Vom Ausstieg in wenigen Minuten den Grat entlang zum Gipfel aufsteigen. Vom Gipfel der roten Markierung folgen und nach wenigen Minuten rechts auf den Weg 628 abzweigen und über diesen stellenweise recht unangenehm zum Unteren Törleggsattel absteigen. Dort rechts halten und zurück zur Gablonzer Hütte und weiter zur etwas unterhalb liegenden Bergstation.

Stützpunkt:
Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte 14 Dachsteingebirge, 1:25.000,
Kompass WK 20 Dachstein-Südl. Salzkammergut, 1:50.000
Freytag & Berndt WK 281 Dachstein

Bemerkungen:

Da die 2. Etappe etwas erdig ist, sollte der Steig nicht bei Nässe begangen werden.

Achtung: Die 40-Meter-Riesenleiter ist nur was für wirklich schwindelfreie Personen - die Leiter ist ansich einfach (B) wird aber wegen der hohen Ausgesetztheit oft als schwerer empfunden. Es kommt oft zu Staus, da viele lieber alleine (weil die Leiter dann nicht so wackelt) hinauf zum Donnermandl klettern.

Infostand: 

01.08.2017

Autor: 

Axel Jentzsch-Rabl und Dieter Wissekal

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Von Westen: Auf der A 10 bis Golling, weiter über die B 162 und B 166 nach Gosau. Dort rechts abbiegen und durch das Gosautal bis zum Straßenende bei der Talstation der Gosaukammbahn fahren. Mit der Bahn hinauf zur Bergstaition.

Von Osten: Auf der A 1 nach Regau, weiter über die B 145 und B 166 nach Gosau. Während die Hauptstraße nach rechts abzweigt, fährt man geradeaus ins Gosautal.

Alternative: Bei Ausgangspunkt Annaberg im Lammertal fährt man kurz vor Annaberg in Richtung Gasthof Dolomitenblick. Gleich bei der ersten Möglichkeit links abbiegen (immer Holztafeln Zwieselalm/Donnerkogel folgen) und bis zu einem Parkplatz fahren.

Mit Öffis: Mit der Bahn nach Steeg-Gosau. Weiter mit dem Bus (Linie 2570) bis Gosausee.

Talort / Höhe:

Gosau  - 736 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Bergstation Gosaukammbahn  - 1485 m

Bilder (68)

Übersicht: Gut zu sehen der Zustieg und der Klettersteig, Foto: Christian Gamsjäger / Outdoor Leadership

Übersicht: Gut zu sehen der Zustieg und der Klettersteig, Foto: Christian Gamsjäger / Outdoor Leadership , Foto: Christian Gamsjäger / Outdoor Leadership

Beim Zustieg, links an der Felskante ist der Einstieg.

Beim Zustieg, links an der Felskante ist der Einstieg.

An der Einstiegswand.

An der Einstiegswand.

In der sog. Kaiserverschneidung.

In der sog. Kaiserverschneidung.

Die Kaiserverschneidung - eine der schwersten Stellen im Klettersteig.

Die Kaiserverschneidung - eine der schwersten Stellen im Klettersteig.

Die Platte bei der sog. Enzianwand.

Die Platte bei der sog. Enzianwand.

Die kurze untere Leiter oberhalb der Enzianwand.

Die kurze untere Leiter oberhalb der Enzianwand.

Es folgt eine zweite kurze Leiter in einer Platte.

Es folgt eine zweite kurze Leiter in einer Platte.

Immer ein fantastischer Blick auf den Gosausee

Immer ein fantastischer Blick auf den Gosausee

Die etwas mühsame Querung zum Donnermadl.

Die etwas mühsame Querung zum Donnermadl.

In der Querung kurz vor der Riesenleiter.

In der Querung kurz vor der Riesenleiter.

Die 40-Meter-Riesenleiter - so etwas findet man nur selten.

Die 40-Meter-Riesenleiter - so etwas findet man nur selten.

Nicht zur Nachahmung empfohlen! Ein Klettersteiggeher an der Rückseite der 40-Meter-Riesenleiter.

Nicht zur Nachahmung empfohlen! Ein Klettersteiggeher an der Rückseite der 40-Meter-Riesenleiter.

Auf der 40-Meter-Riesenleiter.

Auf der 40-Meter-Riesenleiter.

Am Ende der 40-Meter-Riesenleiter.

Am Ende der 40-Meter-Riesenleiter.

Die steile Passage (C/D) am Donnermandl (nach der Riesenleiter).

Die steile Passage (C/D) am Donnermandl (nach der Riesenleiter).

Auf dem Donnermandl.

Auf dem Donnermandl.

Der Grat hinauf zum Hauptgipfel.

Der Grat hinauf zum Hauptgipfel.

Auf dem Großen Donnerkogel - dort endet der Klettersteig.

Auf dem Großen Donnerkogel - dort endet der Klettersteig.

Kaiser-Verschneidung

Kaiser-Verschneidung, Am Beginn der Kaiser-Verschneidung (C/D)., Foto: Dieter Wissekal

Plattenquerung

Plattenquerung, Die überhängende Plattenquerung (C) vor der Enzianwand., Foto: Dieter Wissekal

Neuer Steigverlauf

Neuer Steigverlauf, Der neue Steigverlauf nach der Enzianwand führt durch die Latschen (B)., Foto: Dieter Wissekal

Leiter

Leiter, Leiter (A/B) am Beginn des Steilaufschwungs vor dem Ziehköglgrat., Foto: Dieter Wissekal

Donnermandl

Donnermandl, Steil gehts hinauf aufs Donnermandl (C/D)., Foto: Dieter Wissekal

Flach

Flach, Zum Ende hin wird der Steig immer flacher (A/B)., Foto: Dieter Wissekal

In der Kaiserverschneidung

In der Kaiserverschneidung , Foto: Hans Ammerer

Kaiser-Verschneidung

Kaiser-Verschneidung, Fabio Pichler beim Einstieg in die Kaiser-Verschneidung, Foto: Pichler Fabio

Aufstieg zum Donnermandl

Aufstieg zum Donnermandl, www.oliverstourenbuch.de, Foto: Franz Huber

harry auf dem weg zum donnermandlwandfuß

harry auf dem weg zum donnermandlwandfuß , Foto: christoph wöger

Donnermandl

Donnermandl , Foto: Gerhard König

Am Donnermandl

Am Donnermandl , Foto: Gerhard König

Kurz vor dem Gipfel

Kurz vor dem Gipfel , Foto: Gerhard König

Foto: christoph wöger

Foto: christoph wöger

Foto: christoph wöger

In der "Kaiser Verschneidung"

In der "Kaiser Verschneidung", sehr luftig, aber auch wunderbar schön, Foto: Christian Osbelt

Foto: Andreas Steinbichler

Hansi in der Querung kurz vor der Kaiserverschneidung

Hansi in der Querung kurz vor der Kaiserverschneidung, Foto: Matze

Die Plattenquerung kurz nach der Kaiserverschneidung.

Die Plattenquerung kurz nach der Kaiserverschneidung., Foto: Matze

Bei Donnermandl

Bei Donnermandl , Foto: Pintér József

überwindung

überwindung , Foto: franz

Intersport Klettersteig bei Nacht

Intersport Klettersteig bei Nacht, Kalt aber schön, Foto: Johannes Scheiblauer

Enzianwand

Enzianwand , Foto: Johannes

Der Gipfel - Großer Donnerkogel

Der Gipfel - Großer Donnerkogel , Foto: Markus Gutschi

Intersport Klettersteig

Intersport Klettersteig, schöner Steig!, Foto: Markus Gutschi

Intersport Klettersteig

Intersport Klettersteig, Zwischendurch auch etwas luftig!, Foto: Markus Gutschi

Intersport Klettersteig

Intersport Klettersteig, Zwischen den Latschen - Gosausee, Foto: Markus Gutschi

Intersport Klettersteig

Intersport Klettersteig, Die letzten Steilen Meter ..., Foto: Markus Gutschi

Zustieg

Zustieg, 22.09.2010: Hui. Vielversprechend., Foto: Günter Siegl / brother

Sektor 2

Sektor 2, Yep. Fragezeichen., Foto: Günter Siegl / brother

Sektor 2

Sektor 2, Latschen-Schlüsselstelle. 2 Varianten: entweder man steigt auf die rutschigen Latschenwurzeln - ganz schlecht! Oder man steigt in die Gatschpackungen zwischen den Latschen - ganz schlecht!, Foto: Günter Siegl / brother

Sektor 2

Sektor 2, Dann jedoch in der Querung erspäht man Sektor 3 und 4. Die rechte kleine Spitze ist das Donnermandl, dann der Gratanstieg auf den Donnerkogel. Und schon schlägt so manches Klettersteigherz etwas schneller..., Foto: Günter Siegl / brother

Sektor 4

Sektor 4, Herrlich. Ist ja doch noch ein toller Klettersteig geworden..., Foto: Günter Siegl / brother

Wow. Der Gipfelblick auf den Dachstein. Unvergleichlich.

Wow. Der Gipfelblick auf den Dachstein. Unvergleichlich., Foto: Günter Siegl / brother

Weltkulturerbeblick?

Weltkulturerbeblick?, Foto: Günter Siegl / brother

Intersport KS

Intersport KS, Gr./Kl. Donnerkogel, Foto: HB

Intersport KS

Intersport KS, Nach dem Einstieg, Foto: HB

Intersport KS

Intersport KS, Blick ins Gosautal, Foto: HB

Intersport KS 2012

Intersport KS 2012 , Foto: HB

Intersport KS 2012

Intersport KS 2012, 4. Etappe Einstieg zum Gr. Donnerkogel, Foto: HB

Intersport KS 2012

Intersport KS 2012, Kl. und Gr. Donnerkogel, Foto: HB

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

AUG 2013

Auf der neuen Riesenleiter

Auf der neuen Riesenleiter

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