Mali Šibenik Ferrata

Klettersteig
Schwer
(1)

Toureninfo

im unteren Steigabschnitt
Diff.
Schwierigkeit C/D
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 500 Hm  /  1330 Hm
2:30 Std.  /  5:30 Std.
Absicherung
Absicherung Schlecht
Ausrichtung Ost Südost Süd
Ausrichtung Ost, Südost, Süd
Zustiegszeit
Zustiegszeit 1:45 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 1:45 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Gebirge:
Berg:
Veliki Sibenik  (1467 m)
Charakter:

Dieser abenteuerliche Klettersteig führt durch die Südabstürze der Mali Šibenik oberhalb von Makarska und beeindruckt mit herrlichen Ausblicken auf das Meer und die vorgelagerten Inseln. Die Ferrata wurde nicht offiziell erreichtet und das Stahlseil undn die Verankerungen im Fels wirken nicht besonders vertrauenserweckend Deshalb sollte ein Sturz an diesem Klettersteig tunlichst vermieden werden und das Seil beim Aufstieg nicht unnötig belastet werden. Der Steig und der Zustieg sind südseitig und im Sommer wird es hier extrem heiß. Im Winter ist auf die Bora zu achten!

Genaue Routenbeschreibung:

Vom Einstieg gerade hoch, dann links und wieder gerade hoch überwindet man erste Kalksteinstufe auf / an natürlichen Tritten / Griffen links von steiler werdender Schotterrinne. Bei einem kurzen Felsriß wechselt anschließend das Sicherungsseil von rechts nach links. Um dortige Felskante linksherum steigt man dann über rauhen, karstigen Felsabschnitt zu einer weiteren halboffenen Felsschlucht auf. Das alte, wenig in dieser Region korrosionsanfällige Alu-Seil führt über eine Bäumchengruppe umgelenkt hinauf zu nächster Felseinsparung ohne weitere künstliche Hilfsmittel. Links hoch zu einem Felsbuckel mit Sträuchern davor, dann wird’s steiler. Nach rechts drehend beginnt man eine kurze Verschneidung nach rechts aufzusteigen. Die Fixpunkte zum Alu-Seil bestehen aus breitem Streifenmaterial dünnen Edelstahlblechs. Das macht die Ankerpunkte flexibel und „weicher“ im Sturzfall, oder bei Steinschlag. Ob das Alu-Seil das auch alles mitmachen würde, ist eine andere Frage. Dann folgt die moralische Schlüsselstelle und Herzstück im Steig: Die Überwindung einer senkrechten Felsschwelle über originell / selbstangefertigte Schraubenbolzen zwischen U-förmigen VA-Blechbügeln mit Griff- und Trittfunktionen. Nach Überwindung des 12 m hohen Felsaufschwungs wird’s übersichtlich. Freier Blick zur Küste und nach oben, wie/wo es weitergeht. Links um die Kiefer herum, dann wieder rechts zu einem Felsbuckel, der gute Aussicht bietet in alle Richtungen. Danach führt das Alu-Seil nach links hinauf zur Gruppe der (beim Letzten Waldbrand) verkohlten Bäume. Links von der nächsten Felsschlucht steigt man immer noch seilgesichert zu einem linken Felsgrat hin. Danach hört die Seilsicherung auf (1 ¼ Std.) und man orientiert sich nach rechts wenigen roten Markierungspunkten folgend zu einer Felsrinne, über der ganz oben ein sichtbares Brett-Dach hängt. Dann erreicht man den Westkamm. Diesem folgt man zum nahen flachen Gipfelpunkt (½ Std.). Auf der Nordseite eines der Felssteine dort steht mit roter Schrift: M. Šibenik und hängt gelbes Schild „KT 12“ mit einer Gams-Abbildung).

Kinderfreundlich: 

Ja

Ausrüstung:

Klettersteigausrüstung, Helm und Wasser.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Selfmade-Charkter. Stahlseile und Verankerungen in schlechtem Zustand. Steig wird nicht offiziell gewartet. 

Zustieg zur Wand:

Beim Parkplatz an der Kirche biegt das schmale Teersträßchen links ab und führt bergauf zur Kapelle Crkva Svati Roka aus dem 15. Jahrhundert. An dieser kommt man auf dem Rückweg vorbei. Man biegt jedoch rechts um unteren Parkplatz rechts von der Kirche herum ab (roter Wegweiser „Bast“ Richtung Baška Polje, bzw. Baška Voda) und folgt einer asphaltierten Kreuzweg-Straße 45 m in südliche Richtung. Vor einem steinernen Kreuz an linker Straßenseite steht nächster roter Wegweiser „Kod Križa“. Diesem folgt man in östliche Richtung auf einer Schotterpiste (Feuerwehrstraße) Richtung Podgrade.Bei folgender Kreuzung Podgrade bleibt man geradeaus und läuft 500 m bis zur Smokvena. Bis hierher ist die Schotterpiste für den öffentlichen Verkehr nicht gesperrt (zu Fuß: 45 min.). Hier gibt es einige Kletterrouten. Rechterhand steht ein großer Felsstein mit einer angebauten Schutzhütte aus Steinen in Trockenbauweise mit Bank. Am Ende des Schotterparkplatzes befindet sich links eine kleine sumpfige Wiese mit einem Wasserloch, mit Kletterinfotafel. Geradeaus führt der Weg zum Veliki Brdo im Osten. Man biegt jedoch davor links ab und trifft nach 70 m auf die Wegegabelung von Gradina. Geradeaus kommt man auf kürzestem Wege zur Kapelle St. Rock (Sv. Roka) oberhalb von Bast. Man biegt jedoch rechts ab Richtung Stazica. Dann beginnt man in 5 Kehren durch den Wald aufzusteigen, bis dann im freien Gelände die Feuerwehrstraße horizontal nach Süden entlang unterhalb des Felsmassivs an linker Seite verläuft. Nach 1280 m kommt man in einer 45°-Linkskurve (Stazica) an einer Picknicktisch-Bank an rechter Waldseite vorbei mit Aussicht zum Meer hinab (25 min.). Nach links (nordwärts) biegt ein Pfad ab (braunes Schild: Svati Ilija, bzw. Osičine), der in o.g. Wanderkarte mit Nr. 61 bezeichnet ist und bei Korita auf u.g. Abstiegsweg trifft. Man folgt jedoch weiter nach Süden der Feuerwehrstraße (Weg Nr. 61) Richtung Veliki zavod. Dabei kommt man unterwegs an einem Felsstein vorbei mit verbleichender, roter Schrift „Bast“. Bei einem markanten flachen Sattel mit einer Felskuppe an rechter (südlicher) Seite steht eine blaue Info-Tafel über das Naturgebiet von Biokovo (30 min.). Es lohnt, auf den kleinen Aussichtsfelsen (Pfeil und rote Schrift „Vidikovac“) zu steigen (2 min.), den Meeresblick zu genießen und sich dann umzudrehen und die Felswände anzuschauen, um unmarkierte Zustiegsroute im linken Bereich oberhalb des Wäldchens ausfindig zu machen. Denn es folgt nun der schwerste Teil der Tour: nämlich die Aufstiegsroute zu finden und nicht zu verlieren bis zum Einstieg in den Klettersteig. Hierzu läuft man zurück zu einem Felsstein ca. 70 m vor der blauen Tafel. Auf diesem steht neben rot-weißer Markierung rot geschrieben: „Bast“ mit Linkspfeil, sowie „V. Brdo“ mit Rechtspfeil. Man orientiert sich nun hinauf auf eine gerodete Fläche und findet kleine Steinmännchen in größeren Abständen vor. Diese führen zum Wäldchen, dann aber nach links wieder hinaus zu linken Schotterhängen. Anfangs findet man Trittspuren und weitere Steinmännchen vor. Diese verlieren sich jedoch zwischendurch. Dann steigt man weiter im Zweifelsfall links haltend auf. Man orientiert sich zum unteren Ende kurzer V-förmigen Felsschlucht, die man schon vom „Vidikovac“ ausmachte. Am oberen Ende des Schotterhangs beginnt felsstufiges Gelände spartanisch mit kleinen Kieferbüschen durchsetzt. Bis man zu einer höheren glatten Felsschwelle trifft, an der eine kurze Anlegeleiter aus Holz steht, die schon lange nicht mehr benutzt wurde, weil durch sie schon ein Nadelbusch gewachsen ist (55 min.). Inzwischen umgeht man diese Felsstufe rechts herum zu einer kleinen Grotte, dann den Wegspuren folgend linksherum hinauf, wo man plötzlich auf rote Strichmarkierungen trifft. Diese führen einen nun verläßlich weiter zu einem schrägen Felspfeiler. Links von ihm befindet sich ein kleiner Split-Hang. Rechts die Felsbucht. Zu dieser orientiert man sich und folgt verblassenden roten Strichen einer unsteilen Geröllrinne hinauf zu stufigem Gelände. Verbleichende rote Punkte weisen weiter durch das lichte, nadelbuschdurchwachsene Gelände bis man eine U-förmige Felsbucht erreicht am oberen Ende der V-förmigen Schlucht. Dort findet man einen kurzen kiesigen Steigabschnitt vor, der an einem rechten Felsblock endet. An diesem hat man ausgeblichenen Oberschädel einer Steingams genagelt (40 min.). An gegenüberliegender Seite befindet sich aufgerolltes Ende des Alu-Seils (1000 m). 

Höhe Einstieg: 

1000 m

Abstieg:

Gut signalisierter (rot umrandeter weißer Punkt) Weg (Nr. 10) führt in 15 min. nordostwärts horizontal über karstiges Plateau und über den Veliki Šibenik (1467 m) zur Weggabelung Gric (1390 m). Beim dortigen Felsstein weist ein Rechtspfeil mit roter Aufschrift nach Borovak (Weg Nr. 12), ein Linkspfeil nach Motika“. Dorthin läuft man weiter auf dem Weg mit Karten-Nr. 10. Von unterwegs sieht man zum nahen höchsten Gipfel, dem Svati Jure (1762 m) mit dem Fernsehmast, zu dem eine mautpflichtige Straße hinauf führt. Nach 20 min. trifft man auf nächste Gabelung mit rotem Wegweiser. Links kommt man zum Motika (1443 m) hinauf. Man hält sich jedoch rechts. Zuvor kommt man an Resten von Trockensteinmauern in den Senken (Dolinen) vorbei, die als Tiergehege dienten. Schließlich umrundet man rechtsseitig zur Hälfte eine tiefe große Doline. Nach einer kreisförmigen Trockenmauer erreicht man nach 15 min. einen Felssattel (1400 m). An rechtem Felsstein ist ein gelbes Schild „KT11“ angebracht mit einer Bergabbildung. Nach rechts weist ein roter Pfeil nach Lokva (Weg Nr. 8). Man hält sich jedoch südwestlich und beginnt in eine große Schlucht abzusteigen, die man schon vom Bergdorf Bast aus sah. Anfangs mit Felssteinen befestigt und zu Treppen gestaltet, nimmt die Steilheit zu bis zum Beginn einer Geröllrinne. Nach 45 min. erreicht man dann die Kiefernwaldzone, wo die Steilheit wieder etwas abnimmt. Nach 15 min. findet man an einer Kiefer 3 Holzschilder vor (1060 m), die rechts hinauf weisen (Sv. Ilija, Osicine, Kartenweg-Nr. 8a), bzw. zurück (Motika). Man läuft geradeaus weiter über nächste Geröllrinne hinunter in 35 min. bis zur Wegegabelung (700 m), wo von links der Weg (Nr. 61) vom Kletterfelsen und der Quelle von Smokvena ankommt. Auf diesen stieß man ja im Zustieg. Halbrechts gelangt man am kleinen Gipfel Umac oberhalb eines Waldsattels vorbei in 10 min. bis zur eingefassten Quelle Izvor Korito (750 m). Diese liegt links unterhalb des Waldsteiges (roter Linkspfeil Korito Voda). Nach 25 min. gelangt man zur ersten Trockenmauer aus Felssteinen erst rechts des Weges, dann links. Nach 10 min. stößt man auf 1. Haus (410 m), durch dessen Vorgarten man am Autowrack vorbei läuft zum oberen Ende des Teersträßchens Granica ulica im Ortsteil Padovnica von Bast. Auf diesem nun in Serpentinen hinab. Bei erster Kehre mit einem Brunnen und Miniparkplatz zweigt geradeaus der breite Weg ab zur 50 m entfernten Kapelle Sv. Roka. Nach 15 min. bergab durch den Ort ist man wieder am unteren Parkplatz mit erfrischendem Trinkwasserbrunnen.

Bemerkungen:

Im Sommer extrem heiß und nicht zu empfehlen. Auch im Frühjahr und Herbst ausreichend Wasser mitnehmen. 

Infostand: 

03.05.2018

Autor: 

Andre Tatter/Andreas Jentzsch

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Auf der Autobahn A1 entweder von Nordwesten (Split), oder Südosten (Metkovic, bzw. Ploče) bis Ausfahrt Zagvozd. Von dort durchquert man auf der Nationalstraße D 532 südwestwärts das Biokovo-Gebirge durch 4,2 km langen Straßentunnel nach Baška Voda. Kurz vor diesem Ort biegt man jedoch von der Straße links ab und fährt auf der Linciri in östliche Richtung hinauf zum nahen Bergdorf Bast (304 m).Hier bei der Kirche parken. 

Talort / Höhe:

Bast  - 304 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Kirche Bast  - 310 m

Bilder (11)

Übersicht  Mali Šibenik Ferrata
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										Foto: Andreas Jentzsch

Übersicht Mali Šibenik Ferrata , Foto: Andreas Jentzsch

Ausgangspunt Bast
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										Foto: AndréTT

Ausgangspunt Bast , Foto: AndréTT

Blick von Stazica auf Baska Voda und Insel Brac dahinter
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										Foto: AndréTT

Blick von Stazica auf Baska Voda und Insel Brac dahinter , Foto: AndréTT

im Zustiegsweg Blick zurück auf den Aussichtsfels, wo man die Feuerwehrstraße (Weg Nr. 61) verläßt 
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										Foto: AndréTT

im Zustiegsweg Blick zurück auf den Aussichtsfels, wo man die Feuerwehrstraße (Weg Nr. 61) verläßt , Foto: AndréTT

hier beginnt der Klettersteig
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										Foto: AndréTT

hier beginnt der Klettersteig , Foto: AndréTT

im unteren Steigabschnitt
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										Foto: AndréTT

im unteren Steigabschnitt , Foto: AndréTT

unterer Steigabschnitt
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										Foto: AndréTT

unterer Steigabschnitt , Foto: AndréTT

steile Felsstufe
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										Foto: AndréTT

steile Felsstufe , Foto: AndréTT

im oberen Steigabschnitt 
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										Foto: AndréTT

im oberen Steigabschnitt , Foto: AndréTT

Tiefblick auf Baska Voda
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										Foto: AndréTT

Tiefblick auf Baska Voda , Foto: AndréTT

Am Gifpel
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										Foto: AndréTT

Am Gifpel , Foto: AndréTT

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