Nirmal “Nims” Purja, Dawa Tenji Sherpa (team MG), Mingma G, Dawa Temba Sherpa and Pem Chiri Sherpa, Mingma David sherpa, Mingma Tenzi Sherpa, Nimsdai Purja und Gelje Sherpa bei der Puja ceremony vor dem Gipfelversuch  am K2 on January 5, 2021 (c) Nimsdai Nirmal “Nims” Purja, Dawa Tenji Sherpa (team MG), Mingma G, Dawa Temba Sherpa and Pem Chiri Sherpa, Mingma David sherpa, Mingma Tenzi Sherpa, Nimsdai Purja und Gelje Sherpa bei der Puja ceremony vor dem Gipfelversuch am K2 on January 5, 2021 (c) Nimsdai
16 Januar 2021

Erste Winterbesteigung des K2 gelungen

Ein großes nepalesisches Sherpateam stand heute auf dem 8.611 m hohen Gipfel und schreibt Alpingeschichte.

Heute um 17:00 Ortszeit bezwang ein zehnköpfiges Sherpateam den zweithöchsten Berg der Erde erstmals im Winter. Damit ist auch der letzte der 14 Achttausender im Winter bestiegen.


Alle zehn Teammitglieder warteten kurz vor dem Gipfel an einem objektiv sicheren Ort zusammen und stiegen dann gemeinsam die letzten Meter auf den 8.611 Meter hohen, schwierigsten 8000er an der Grenze zwischen Pakistan und China und demonstrierten damit einen Erfolg für die Sherpa Nation Nepal. Das Team wurde von den beiden Sherpas Mingma Gyalje Sherpa (Mingma G) und Nirmal Purja Pun Magar aka “Nimsdai” angeführt und war seit 26. Dezember am Berg. Den finalen Gipfelversuch starteten sie am 12. Jänner.


Das Gipfelteam bestand aus:

1. Nimsdai Purja

2. Mingma David Sherpa (Team Nimsdai)

3. Mingma Tenzi Sherpa (Team Nimsdai)

4. Geljen Sherpa (Team Nimsdai)

5. Pem Chiri Sherpa (Team Nimsdai)

6. Dawa Temba Sherpa (Team Nimsdai)

7. Mingma G

8. Dawa Tenjin Sherpa (Team Mingma G)

9. Kilu Pemba Sherpa (Team Mingma G)

10. Sona Sherpa (SST)


Nimsdai Purja ist ohne Zusatz-O2 aufgestiegen. Die Bergsteiger kletterten über die Abruzzi-Route.

Purja sagte zu diesem Erfolg: "Was für eine Reise. Es erfüllt mich mit Demut zu sagen, dass wir als Team den großartigen K2 unter extremen Winterbedingungen bestiegen haben. Wir haben uns vorgenommen, das Unmögliche möglich zu machen, und wir fühlen uns geehrt, diesen Moment nicht nur mit der nepalesischen Bergsteigergemeinde, sondern mit Gemeinden auf der ganzen Welt zu teilen. Mutter Natur hat immer Größeres zu sagen und auf dem Gipfel stehend, Zeuge der schieren Kraft ihrer Extremitäten, sind wir stolz darauf, ein Teil der Geschichte der Menschheit gewesen zu sein und zu zeigen, dass Zusammenarbeit, Teamwork und eine positive mentale Einstellung die Grenzen dessen, was wir für möglich halten, verschieben können. Danke für die Unterstützung, die wir von Menschen rund um den Globus erhalten haben, sie hat uns Feuer in der Brust gegeben, dieses Ziel zu verwirklichen."

Der Gipfel des K2 (c) Christian Stangl
Nirmal “Nims” Purja, Dawa Tenji Sherpa (team MG), Mingma G, Dawa Temba Sherpa and Pem Chiri Sherpa, Mingma David sherpa, Mingma Tenzi Sherpa, Nimsdai Purja und Gelje Sherpa bei der Puja ceremony vor dem Gipfelversuch  am K2 on January 5, 2021 (c) Nimsdai
Der K2 im Jetstram (c) Christian Stangl
Die Schlüsselstelle des K2s, der sogenannte Flaschenhals im Sommer (c) Christian Stangl

Insgesamt sind 60 Bergsteiger aus verschiedenen Nationen derzeit am K2, um diesen im Winter zu versuchen. Der erste Versuch im Winter erfolgte 1987 durch die Polen Andrezj Zawada und Jaques Olek. Es folgten noch fünf weitere Versuche, die allesamt auf max. 7.650 m scheiterten. Der K2 gilt das der schwierigste 8000er überhaupt und wurde seit seiner Erstbesteigung 1954 erst von rd. 300 BergsteigerInnen bezwungen.


Sergi Mingote verunglückt

Der K2 wird auch wegen seiner gewaltigen Stürme und katastrophalen Lawinen als der ungezähmte Berg oder "Mörderberg " bezeichnet, es kamen bereits über 80 Bergsteiger ums Leben. Das jüngste Opfer ist der spanische Bergsteiger Sergi Mingote. Der erfahrene Bergsteiger hatte bereits 11 der 14 Achttausender bestiegen (sieben davon ohne zusätzlichen O2) und wollte ebenfalls den K2 im Winter besteigen. Heute erklärte sein Team, dass Sergi Mingote ums Leben kam. Der 49-jährige Mingote sei während des Abstiegs ins ABC gestürzt und erlag seinen Verletzungen.



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