Jeny Lavarda im Finale. Foto: Klaus Fengler
25 Februar 2008

Finale Eiskletter Weltcup in Saas Fee

Packender Bewerb bei der letzten Station des Eiskletterweltcups in der kältesten Tiefgarage der Welt..

Vom 21. - 23. Februar 2008 traf sich die Eiskletter-Elite wieder im Gletscherdorf! Gut 100 Athleten aus 14 Nationen haben beim UIAA World Cup Finale 2008 sowie bei der Schweizermeisterschaft im Ice Climbing den Titel unter sich ausgemacht.

Bereits zum 9. Mal wurden in Saas-Fee die spektakulären Wettkämpfe im Eisklettern organisiert. In diesem Jahr traten die Athleten im World Cup erneut in der Königsdisziplin „Lead Difficulty“ als auch im Speed-Wettkampf gegeneinander an.

Bei den Damen gewinnt Angelika Rainer aus Italien gefolgt von ihrer Landsfrau Jenny Lavarda, die sich mit ihrem zweiten Platz auch den Gesamtwelcup sicherte. Pech hatte die Russin Maria Tolokonina, die ganz locker bis unter den letzten hängenden Eisblaken kommt, dann aber wegrutscht und nur Rang vier belegt.

Viel Pech für Markus Bendler

Leider machten die derzeit warmen Temperaturen auch nicht vor dem Parkhaus halt. Im Finale der besten acht Herren hatte dann der Weltcupführende Markus Bendler aus Österreich extremes Pech, als ihm bereits nach wenigen Minuten kontrollierter Kletterei am Ende eines horizontalen Eisbalken ein Eisstück samt Eisgerät ausbricht und seine Chancen auf den Gesamtweltcup begräbt. Als nächsten Starter gelingt dem Ukrainer Evgheny Kryvosheytsev beinahe eine Topbegehung und damit Rang 2. Nach ihm wurde dem kleinen Südkoreaner Park Hee-yong (Rang 3) beinahe der große Abstand zwischen den vorletzten Eistonnen zum Verhängnis. Als letzter Teilnehmer sicherte sich der schärfste Verfolger von Markus Bendler , der Schweizer Simon Anthamatten mit einem Zug mehr als Evgheny den Sieg und den Gesamtweltcup.

Russian Speed

Die Speedbewerbe waren fest in der Hand der Ostländer. Einzig bei den Herren konnte sich der Schweizer Eisspezialist Urs Odermatt den zweiten Rang sichern.

Legendäre Parties & Rolling Promilles

An den Abenden stiegen die legendären Ziskletterpartys tief im Parkhaus (P10) von Saas-Fee, zu Füssen der Wettkampf-Eiswand. Fehlen durften da natürlich auch nicht die Show-Einlagen der Kletterer! Eigens für dieses Spektakel wurden an der Decke der Party-Zone Klettergriffe angebracht. Je später die Stunde und je ausgelassener die Stimmung, desto mehr Athleten versuchten dann hier ein weiteres Mal ihr Können unter Beweis zu stellen und kopfüber diesen ganz speziellen Parcours zu meistern. Ziel war das DJ-Pult, wo als Belohnung ein kühles Bier wartete…und jede Menge Applaus der zahlreichen Party-Gäste.

Tagsüber wurden die Fans in den verschiedenen Etagen des P10 durch Elektrowägen, die so genannten `Rolling Promilles` mit warmen und kalten Getränken versorgt.

Der Bewerb wurde live im Internet übertragen.

Ergebnis Saas Fee Finale Damen

1 Rainer Angelika Italy 18.27

2 Lavarda Jenny Italy 17.25

3 Sdobnikova Ksenia Russia 16.25

4 Tolokonina Maria Russia 16.232

5 Müller Petra Switzerland 15.21

6 Zwerger Barbara Italy 9.171

7 Feller Felicitas Switzerland 7.11

8 Shin Woon-Seon Korea 4.07

Ergebnis Sass Fee Finale Herren

1 Anthamatten Simon Switzerland 22.252

2 Kryvosheytsev Evgeny Ukraine 21.25

3 Hee-Yong Park Korean 21.24

4 Tomilov Maxim Russia 20.23

5 Tomilov Alexey Russia 17.18

6 Aufdenblatten Patrick Switzerland 17.18

7 Klammer Herbert Italy 16.18

8 Bendler Markus Austria 11.132

18 Schiestl Mathias Austria

22 Falbesoner Benjamin Austria

Gesamtweltcupsieger

1. Jenny Lavarda (I) und Simon Athamatten (Ch)

2. Petra Müller (Ch)– Markus Bendler (A)

Jeny Lavarda im Finale. Foto: Klaus Fengler
Markus Bendler nach dem Halbfinale. Foto: Klaus Fengler
Markus Bendler vor seinem Unglück. Foto: Klaus Fengler
Park Hee-yong bei seinem 'Tonnenproblem'.  Foto: Klaus Fengler
Evgeny Kryvosheytsev an der letzten Tonne im Finale, Foto: Klaus Fengler
Simon Anthamatten im Finale. Foto: Klaus Fengler
Simon Anthamatten gewinnt in Saas Fee und ist Welcupsieger. Foto: Klaus Fengler
Nachdem dem Bewerb gings zur Party. Foto: Klaus Fengler
Jeny Lavarda auf dem Weg zum Gesamtweltcupsieg. Foto: Klaus Fengler
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