Karl Egloff und Nicolas Miranda, beim Vorbereiten auf den Speedrekordversuch am Basecamp (4250) des Aconcagua, Argentinien 15.Januar 2018
18 Januar 2018

Speedclimber Karl Egloff bricht Speedrekordversuch am Aconcagua ab

Der Schweizer-Ecuadorianer Rekordjäger geht Sicherheit vor Speedclimbingversuch

Als Teil der Vorbereitungen auf die Besteigung des höchsten Berges in Nordamerika, dem Denali, Alaska, hatte der Speedclimber Karl Egloff zusammen mit seinem Teamkollegen Nicolas Miranda vor den Aconcagua (6962m), Argentinien am Mittwoch in Weltrekordzeit zu besteigen. Die Besteigung des höchsten Berges außerhalb des Himalayas über die Südwand ist eine der anspruchsvollsten und tödlichsten Bergbesteigungen der Welt. Doch eine Lawine auf der geplanten Strecke durchkreuzte ihre Pläne. Der Speedrekordversuch wurde daraufhin am Basecamp (4250 m), vor Start der Besteigung abgebrochen.

Karl Egloff hält den Speedrekord der Besteigung des Aconcagua über die Normalroute seit dem Jahr 2015. Der Schweizer- Ecuadorianer hat sich die Herausforderung gestellt, die jeweils höchsten Gipfel der sieben Kontinente in Weltrekordzeit zu besteigen, mit dem Endziel Mount Everest.

„Wir waren gerade am Basislager des Aconcagua angekommen und sahen schon an der Südwand eine große Lawine runterkommen. Am nächsten Morgen, als wir unser Zelt öffneten wurde uns erst das Ausmaß der Lawine und unser Glück bewusst. Denn wenn wir da oben gewesen wären, wären wir an dieser Stelle vollkommen eingeschlossen gewesen. Da geht Sicherheit vor Speedclimbingversuch, und wir brachen den Versuch ab. Ich werde mich nun voll auf die Besteigung des Denali, Alaska im Mai 2018 vorbereiten.“  erklärt Karl Egloff bei der Ankunft im Hotel in Mendoza.

Karl, der letztes Jahr schon den Mount Elbrus, Russland sowie den Nevado de Colima, Mexiko in Weltrekordzeit bezwungen hatte, ist durch Nicolas erst zum Speedclimben gekommen. Beide lernten sich im 2009 kennen und klettern seit 2012, als sie den Weltrekord am Cotopaxi, Ecuador aufstellten, erfolgreich zusammen. Nicolas ist international anerkannter Bergführer UIAGM, der neben des Speedclimbings auch Ultra Marathons bestreitet. Unterstützt wurden beide vor Ort am Base Camp von Kari Kobler von Aconcagua Vision sowie Peru Expeditions.

Karl wird im Mai 2018 versuchen den Denali, (6192m) USA in Weltrekordzeit zu erklimmen. Dies ist Teil seines Projektes – 7 Summits.

Karl Egloff und Nicolas Miranda, beim Vorbereiten auf den Speedrekordversuch am Basecamp (4250) des Aconcagua, Argentinien 15.Januar 2018
Karl Egloff beim Abstieg vom Basecamp (4250m) des Aconcagua, Argentien nach dem Abbruch des Speedrekordversuchs wegen Lawinengefahr.   17. Januar 2018

Karl Egloff, geboren am 16. März 1981, ist ein Schweizer-ecuadorianischer Speed-Climber,  Inhaber eines internationalen Bergführergeschäfts sowie Aspirant UAIGM Bergführer. Er lebt mit seiner Frau und Sohn in Quito, Ecuador. Bis 2014 war Karl professioneller Mountainbiker, der internationale Goldmedaillen gewann. Als hochprofessioneller Bergtourenführer hat Karl Gruppen auf die höchsten und herausforderndsten Berge der Welt geführt. Seit Karl mit Speed – Klettern gestartet hat, hat er drei Weltrekorde der Weltgipfel aufgestellt: Kilimanjaro im Jahr 2014, Aconcagua im Jahr 2015 und Mount Elbrus im Jahr 2017. Als herausragender Bergsportler hat er sich die Herausforderung gestellt, in Weltrekordzeit die Sieben Weltgipfel zu erklimmen, mit dem Ziel Mount Everest bis 2021. Als Vorbereitung versucht Karl in Weltrekordzeit alle höchsten Gipfel Südamerikas zu besteigen und hat bereits auch hier drei Weltrekorde aufgestellt: Huascarán, Peru (6655m) 2016 und Chimborazo, Ecuador (6267m) im Jahr 2017. Damit Karl die richtige Kleidung am Berg hat wird er von Mammut ausgestattet. Weiterer Hauptsponsor ist Movistar Ecuador.

www.karlegloff.com



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