Daniel Gebel in der Route "Hands Down" (c) Sivan Metz
17 August 2019

Hands Down – eine der schwersten Mehrseillängenrouten im Alpenraum

Dörte Pietron und Daniel Gebel holen sich die erste freie Begehung von „Hands Down“ im Zugspitzmassiv

Am 04.08. kletterten Dörte Pietron und Daniel Gebel zum ersten Mal alle Längen ihres Projekts „Hands down“. Geklettert sind die beiden in Wechselführung, wobei im Vorstieg und im Nachstieg von beiden alle Längen frei geklettert wurden.

Die Route befindet sich am östlichen Riffelkopf, im Höllental am Zugspitzmassiv und wurde von den beiden zu Ostern 2019 im Vorstieg eingebohrt. Mit fünf Längen im zehnten Grad gehört die Route zu den schwersten Mehrseillängenrouten im Alpenraum.

„Wir hatten eigentlich nur einen weiteren Arbeitstag in der Tour geplant. Angedacht war eine Teamfree-Begehung in umgekehrter Seillängenverteilung wie bei unserer ersten Teamfree-Begehung. Dann aber gelangen uns die ersten beiden Längen sowohl im Vorstieg als auch im Nachstieg auf Anhieb frei. Die dritte Länge ist nur ein Neuner und geht immer sicher. Die vierte Länge ist die schwerste und kostete dann auch nochmal einigen Aufwand aber nachdem wir dann auch beide diese Länge frei geklettert hatten, wollten wir uns von den beiden letzten, einfacheren 10- Längen den Durchstieg nicht mehr nehmen lassen. Nachdem das so nicht geplant war, wurde es ein relativ langer Tag, zumal wir nach dem überraschenden Erfolg auch noch die Fixseile abbauen und ins Tal schaffen konnten."

Dörte Pietron in der Route  "Hands Down" (c) Sivan Metz
Daniel Gebel in  der Route  "Hands Down" (c) Sivan Metz
Daniel Gebel in  der Route  "Hands Down" (c) Sivan Metz
Daniel Gebel in  der Route  "Hands Down" (c) Sivan Metz
Daniel Gebel und Dörte Pietron in  der Route  "Hands Down" (c) Sivan Metz
Daniel Gebel und Dörte Pietron in  der Route  "Hands Down" (c) Sivan Metz
Die Riffelköpfe mit der Route  "Hands Down" (links) (c) Sivan Metz

Die Route bietet durchgehend begeisternde und abwechslungsreiche Kletterei in perfektem Fels. Ausdauer und Boulderstellen unterschiedlichster Art wechseln sich ab, jede Länge ist in ihrer Art speziell und schön. Die Absicherung ist sportklettermäßig, nur an wenigen Stellen muss man mal etwas weiter weg klettern, dann aber mindestens einen UIAA-Grad unter der angegebenen Bewertung. Wenn man das erste Mal zum Ausbouldern reingeht könnte allerdings ein 3m-Clipstick und / oder ein Grapling Hook die Arbeit stark erleichtern da einige der Boulderstellen zwingend zu klettern sind.

Der Zustieg durchs Tal ist endlos und meistens voller Touristen, weshalb sich ein früher Start mit der ersten Bahn auf den Zugspitzgipfel und von dort ein Abstieg in 40 Minuten zur Wand lohnt.

Fotos: Landschafts- und Bergsportfotografie Silvan Metz

Toureminfo und Topo Hands Down



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