Whiteout 30 am Standplatz - Hochschwab. (c) Stefan Brunner
02 August 2019

Test Whiteout 30 von Exped

Minimalistisch, wasserdicht und leicht - der Exped Whiteout 30 Rucksack ...

Bereits letztes Jahr auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen ist mir der Whiteout Rucksack von Exped als interessantes Produkt aufgefallen. Minimalistisch, robust und wasserdicht war mein erster Eindruck noch lange bevor ich den Rucksack selber tragen durfte.

Anfang Mai war es dann soweit! Der neue Rucksack fand seinen Weg zu mir, als Testprodukt für bergsteigen.com. Seitdem ist der Rucksack mein Begleiter für alles ausser Sportklettern. Der erste Eindruck war: Der ist aber klein selbst für 30 Liter. Ich zweifelte schon ob ich benötigte Ausrüstung für Alpinklettern, Hochtouren usw. in den Rucksack bekommen würde.

Alpinkletttern

Bei den ersten alpinen Einsätzen wurde der Whiteout 30 gleich mal so richtig ran genommen, als Haulbag in der Wand. Im Rucksack Bohrmaschine, Hammer und Ringschlüssel. Die Wand meist, aber nicht immer leicht überhängend. Der erste Härtetest für das Produkt. Mein Fazit - Haultest bestanden. Richtig packen muss man trotz Dyneema Material! Eine Bohrmaschine, Hammer oder Ringschlüssel der gegen das Außenmaterial drückt und am Fels reibt, hält der beste Haulbag auf Dauer nicht aus... Wenn der Rucksack im leichteren Gelände einmal nicht nachgezogen werden kann besticht er durch seine „Größe“ am Rücken. Klein und kompakt hat er mich beim Klettern nicht gestört.

Klettersteig

Für Klettersteige und Klettersteigführungstouren ist der Whiteout 30L aus meiner Sicht perfekt geeignet. Genug Platz für alles, das Seil kann Problemlos im Rucksack verstaut werden und ist schnell griffbereit wenn man auf den wasserdichten Rollverschluss verzichtet. Nur falten und mit dem Fixierungsband den Rucksack verschließen, so kann das Seil problemlos jederzeit aus dem Rucksack gezogen werden.

Hochtouren

Für leichte bzw. normale Hochtouren sollte es für jedermann möglich sein die nötige Ausrüstung im Rucksack zu verstauen sowie außen anzubringen. Pickel, Steigeisen, Helm und meine FlipFlop´s finden zumeist außen Platz, das Seil je nach Länge auch im Rucksack. Zur Außenmontage der Steigeisen und FlipFlop´s habe ich ein Bungeecord angebracht. Somit ist genug Platz für die nötige Ausrüstung. Wer gerne etwas mehr mitnimmt auf Tour, ist mit dem Whiteout 45 sicherlich besser beraten.

Tragesystem und Rückenteil

Das Tragesystem ist wie der gesamte Rucksack sehr minimalistisch jedoch nicht unangenehm. Für richtig schwere Lasten ist der Whiteout nicht gemacht. Für mich (Körpergröße 174cm) ist der Brustgurt in der 30L Variante Rückenlänge M etwas weit oben. Etwas mehr Spielraum nach unten wäre gut. Das Rückenteil ist ebenfalls minimalistisch und passt somit zum Gesamtpaket. Ein Belüftungssystem, welche für mich noch nie wirklich funktioniert haben, sucht man vergeblich. Sowie bei allen Rucksäcken schwitz man auch mit Diesem am Rücken während des Tragens.

Am Gipfel! Dirndlüberschreitung. (c )Stefan Brunner
Alles drin was zum Alpinklettern benotigtwird. (c) Stefan-Brunner
Whiteout am Stand Hochschwab. (c) Stefan Brunner
Getestet wurde der Whiteout 30 von Climbing Solutions - Stefan Brunner
Auch flache Platten meistert der Whiteout mit seinem schlichen Design sehr gut. (c) Stefan Brunner
Zustieg Schartenspitze. (c) Stefan Brunner
Beim alpinklettern, mal steil, mal flach, mal am Seil, mal am Rücken. (c) Stefan Brunner
Bereit für mehrere Tage am Gletscher. (c) Stefan Brunner
Bereit für mehrere Tage am Gletscher1 - Rückenansicht. (c) Stefan Brunner
Dirndlüberschreitung, der Whiteout stört beim klettern nicht. (c) Stefan Brunner
Hüttenzustieg mit etwas Aussenzuladung. (c) Stefan Brunner
In Gletschernähe. (c) Stefan Brunner
Steile Seillängen sind immer noch am Materialschonensten. (c) Stefan Brunner
Whiteout 30 am Standplatz - Hochschwab. (c) Stefan Brunner
Wo die wilden Kerle wohnen auch hier war er als Hauli dabei. (c) Stefan Brunner
Am Peilstein mit dem Whiteout. (c) Stefan Brunner

Wasserdicht

Ob der Rucksack wirklich Wasserdicht ist, auch bei untertauchen, konnte ich noch nicht testen. Ich vermute, das das nachziehen mit schwerem Material doch bereits Spuren hinterlassen hat. Starker Regen hingegen ist für den Rucksack auch im jetzigen Zustand kein Problem. Somit kann an wasserdichten Packsäcken eingespart werden. Das schafft Platz im Rucksack da keine Luft eingeschlossen wird.

Die Farbe Weiß

Ein weißer Rucksack ist erst mal gewöhnungsbedürftig, und ja, der Schmutz ist besser sichtbar als an einem dunklen Rucksack. Ich persönlich habe mir das Schmutzproblem viel größer vorgestellt.

Fazit (Stefan Brunner; IVBV Bergführer; www.stefanbrunner.at):Wer einen leichten, minimalistischen, wasserdichten, Rucksack für das Alpine und Hochalpine sucht, welcher beim Klettern eine gute Figur macht, ist mit dem Whiteout gut beraten.

Webtipp: Exped

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