Ethikpause - Schlicker Seepspitz
Toureninfo
Topos
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Die „Ethikpause“ am Schlicker Seespitz ist eine abwechslungsreiche alpine Klettertour überwiegend im 4. Schwierigkeitsgrad mit Verschneidungen, Platten und kompakten Wandpassagen. Der Höhepunkt der Tour ist die schöne Schlüsselseillänge im oberen 5. Grad, die über eine kompakte schwarze Platte führt. Trotz der moderaten Schwierigkeiten sollte die Tour keinesfalls unterschätzt werden: Man bewegt sich hier in den Kalkkögeln, die für teilweise brüchigen und nicht immer zuverlässigen Fels bekannt sind. Auch entlang der Route wechseln kompakte Passagen immer wieder mit brüchigeren Bereichen und schrofigen Bändern, weshalb Erfahrung im alpinen Gelände und ein sicherer Umgang mit nicht durchgehend festem Fels vorausgesetzt werden. Die Tour richtet sich daher vor allem an versierte und erfahrene Alpinkletterer, die eine schöne, eher genussvolle, aber dennoch ernstzunehmende Unternehmung suchen. Wo eine mobile Absicherung nicht sinnvoll oder möglich ist, wurden einzelne Bohrhaken gesetzt; die teils größeren Abstände dazwischen lassen sich mit Friends und Klemmkeilen gut ergänzen. Dadurch bleibt der eigenständige alpine Charakter der Tour erhalten, ohne dass die Absicherung unnötig problematisch wird.
Siehe Topo.
HH & Freunde
2 x 60 m
10
Grundsortiment
Grundsortiment
Die Route ist überwiegend mit Schlaghaken abgesichert, die an geeigneten Stellen platziert wurden und teilweise auch der Orientierung im Routenverlauf dienen. Bohrhaken wurden bewusst nur dort gesetzt, wo eine zuverlässige Absicherung mit mobilen Sicherungsmitteln oder Schlaghaken aufgrund der Kompaktheit bzw. Beschaffenheit des Felses nur schwer oder gar nicht möglich wäre. Zusätzlich wurden sie an exponierten bzw. schwierigeren Passagen eingesetzt, um bei einem möglichen Sturz das Sturz- und Verletzungsrisiko zu reduzieren. Dies betrifft insbesondere die Schlüsselseillänge, deren schwierigere Kletterstellen gezielt mit Bohrhaken abgesichert sind. Vereinzelt dienen Bohrhaken außerdem als Orientierungshilfe; Grundsätzlich wurde jedoch darauf geachtet, nur dort zu bohren, wo es sinnvoll bzw. notwendig erscheint, und die übrige Absicherung möglichst mit Schlaghaken sowie durch eigenständiges Legen von Friends und Klemmkeilen zu ermöglichen.
Den 5. Schwierigkeitsgrad sollte man sicher und mit ausreichend Reserven beherrschen. Wer in diesem Grad bereits kraftmäßig am Limit klettert, sollte von der Tour eher Abstand nehmen. Durch die teilweise größeren Sicherungsabstände kann neben der körperlichen auch die mentale Belastung deutlich zunehmen.
Am besten fährt man mit dem E-Bike in die Schlick hinauf und folgt der Forststraße taleinwärts bis zu den großen Murengräben im Bereich des Zustiegsweges zum Ochsenwand-Klettersteig. Dort stellt man das E-Bike ab und setzt den Zustieg zu Fuß fort.
Von dort folgt man dem Zustiegsweg durch den Latschengürtel und steigt noch etwas weiter auf, bis sich eine möglichst direkte Querung unter die Ostwand der Schlicker Seespitze anbietet. Dabei sind teilweise größere und mühsame Murgräben zu queren; schwache Steigspuren helfen bei der Orientierung.
Der Einstieg der Tour befindet sich direkt in einer Rinne unterhalb eines markanten, großen Blockes. Direkt am Einstieg befindet sich ein Schlaghaken mit violetter Seilschlinge, an dem der Einstieg gut zu erkennen ist.
1650 m
Es bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder wird über die Route abgeseilt, oder man steigt vom Ausstiegsband über die Abstiegsrinne ab. Dazu zunächst den Steigspuren Richtung Süden folgen, über den Grashang etwas absteigen und anschließend durch die Rinne – über die rechte Klammer – hinunter. Danach folgt man dem Zustiegsweg in umgekehrter Richtung zurück zu den großen Murengräben. Von dort kann man der Forststraße wieder talauswärts folgen beziehungsweise mit dem dort abgestellten E-Bike abfahren.
Alle Stände sind mit zwei Bohrhaken eingerichtet. Als Ausrüstung werden Doppelseil, Helm sowie ein Satz Friends und Klemmkeile empfohlen; Schlaghaken sind nicht erforderlich. Über die Route kann wieder abgeseilt werden. Alternativ ist ein Abstieg vom Ausstiegsband möglich: Dazu den Steigspuren Richtung Süden folgen, über einen Grashang etwas absteigen und anschließend durch die Abstiegsrinne – rechte Klammer hinunter (II) – zurück zu den Einstiegen. Besonders in der letzten Seillänge sowie beim Abseilen vom obersten Stand ist auf Steinschlag zu achten, da sich vom Ausstiegsband leicht loses Material lösen kann.
19.08.2026
Ausgangspunkt / Anfahrt
Mit dem Auto: Von Innsbruck über die A13 Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Schönberg/Stubaital, anschließend auf der B183 taleinwärts bis Fulpmes. In Fulpmes der Beschilderung Schlick 2000 bis zur Talstation folgen. Dort stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Talstation der Schlick 2000 befindet sich in Tschaffinis-Umgebung 26, 6166 Fulpmes. Von dort erfolgt die weitere Auffahrt in die Schlick am besten mit dem E-Bike über die Forststraße.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Hauptbahnhof Innsbruck bestehen regelmäßige Regiobusverbindungen ins Stubaital. Die Linien 591 und 593 fahren über Fulpmes bzw. Schlick und ermöglichen eine direkte Anreise in den Bereich der Schlick 2000. Alternativ kann man mit der Stubaitalbahn (STB) von Innsbruck bis zum Bahnhof Fulpmes fahren und von dort mit einer passenden Busverbindung bzw. weiter zur Talstation der Schlick 2000 gelangen. Aktuelle Verbindungen und saisonale Fahrpläne am besten vor der Tour über den VVT prüfe
Fulpmes - 950 m



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