Terrassenspaziergang

Klettern
Leicht
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 4-
Absicherung
AbsicherungMittel
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 700 m  /  2000 Hm
5:00 Std.  /  10:30 Std.
AusrichtungNord
AusrichtungNord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 2:45 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 2:45 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Kleines Reifhorn  (2350 m)
Charakter:

Die alpine Einsteigerroute - so wird die Tour vom Erstbegeher Adi Stocker genannt und das können wir so auch bestätigen. Alpin heißt bei uns: Tolle Landschaft, ernsthafter als Klettertouren im Klettergarten und vor allem etwas mehr Abenteuer als bei super abgesicherten Plaisirklettereien. Die Tour ist wirklich gut gemacht, mit etwas Spürsinn und dem Topo in der Tasche findet man immer den nächsten Stand bzw. Bohrhaken. Die ein oder andere brüchige Stelle kann man, wenn man aufpasst gut überwinden und die Schuttterrassen (deshalb der Name) sind ideal zum Rasten. Die schönen Kletterstellen - und von denen gibt es einige in der Tour - setzen dem ganzen die Krone auf. Ganz am Schluss, wenn man am Ende den schnelleren Abseilabstieg wählt, ist noch mal kurz der richtige Alpinist gefragt, da man über grasige Schroffen zum Wanderweg hinunter klettern muss. Gesamt ein tolles Kletterabenteuer, welches man mit etwas Kondition auch gut vom Tal aus machen kann.

Genaue Routenbeschreibung:

Siehe Topo. Die ersten 4 Seillängen sind eher geneigt, kann man auch gut mit den Zustiegsschuhen klettern. Auf manchen Terrassen hält sich oft hartnäckig der Schnee (wenn dieser hart ist, kann es heikel werden).

Erstbegeher / Erstbesteiger:

Adi Stocker im Jahr 2011. Einfach genial, wie Adi diese homogene Kletterei in der doch recht großen Wand gefunden hat - Gratulation!

Seillänge: 

1 x 60 m

Expressschlingen: 

8

Klemmkeile: 

Grundsort.

Ausrüstung:

1 x 60 m Einfachseil, 8 Expressschlingen, Bandschlingen und Helm.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Die Tour ist mit Bohrhaken abgesichert. Abstände von 5 m bis 12 m (tlw. im ganz leichten Gelände auch weiter) erfordern aber etwas Gespür für die Routenfindung. Man sieht aber in der Regel fast immer den nächsten Bohrhaken, wenn man etwas genauer schaut.

Die Tour ist für eine alpine Route sehr gut gesichert, da die ganz leichten Seillängen aber mit wenig Haken bestückt sind haben wir die Absicherung mit "Mittel" angegeben.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Einige Stellen 4-, meist aber im unteren dritten Grad.

Zustieg zur Wand:

Vom Parkplatz auf dem Wanderweg zur Schmidt-Zabierow-Hütte. Von der Hütte kurz auf dem AV-Steig 613 in Richtung Nackter Hund, auf dem ersten Karstkamm nach links die Gr. Wehrgrube queren, bis man beim Einstieg steht (am Ende des Karstkammes; BH mit Schlinge unterhalb eines geneigten Plattenpfeilers). Am besten kurz bei der Hütte fragen, wo der Einstieg ist, man sieht diesen gut von der Hüttenterrasse aus. Uns sagte ein netter Sherpa "Der Einstieg ist beim Schneehasen", als ich dann meinte, "Du hast aber gute Augen, dass du von hier aus die Schneehasen siehst, ich sehe nix" antwortete er: "Nein, ich mein das Schneefeld, welches wie ein Hase aussieht"...

Höhe Einstieg: 

1900 m

Abstieg:

Vom Ende der Tour (auf dem Eiskogel, 2350 m) an einem Bügel 2 x 25 m oder 1 x 50 m östlich abseilen. Dann in einen kleinen Schuttkessel abklettern (etwas heikel und ausgesetzt). Vor der Kante des Kessels (kleine Wandstufe vor dem markierten Steig) klettert man leicht rechts haltend (von oben gesehen) weiter hinunter zum Wanderweg. Man sieht den Wanderweg (Michael-Stainer-Weg) schon beim Abseilen - Steigspuren und rote Markierungspunkte.

Alternativ kann man 1 x 10 m zu Block und 1 x 15 m in Scharte abseilen. Dort weiter auf dem NO-Grat zum Kreuzreifhorn (2-3, ca. 30 Min.). Von dort steigt man den Michael-Stainer-Weg zur Hütte ab.

Tipp: Wer auf dem Eiskogel (Ende des Terassenspazierganges) noch viel Zeit hat, kann den oberen Teil Reifhorn - Überschreitung bis zum Gipfel des Reifhorns (2487 m) machen.

Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte, Nr. 9 Loferer- und Leoganger Steinberge

Bemerkungen:

Die Tour hat auch ein paar Ausquerungsmöglichkeiten - siehe Topo, dort kann man auf den Terrassen zum Michael-Stainer-Weg ausweichen (markierter Normalweg auf das Große Reifhorn).

Auf stabiles Wetter sollte geachtet werden. Man klettert in einer Nordwand, dort kann es vor allem im Herbst (aber auch im Sommer) recht frisch werden.

Die Kletterzeit schwankt je nachdem wie zügig man vor allem die leichten Seillängen klettert.

Das Plus der Route:

Kurzer Zustieg von der Hütte (15 Min.)
Homogene Schwierigkeiten,  tolles, wildes Ambiente
Bohrhakenabsicherung

Einziges Minus ist der möglich Steinschlag bei mehreren Seilschaften.

Die Tour kann man auch gut mit der einen Tick schwereren Pipifax (4) verbinden (eine kurze Mehrseillängen-Tour 10 Min. von der Hütte entfernt). Auch gibt es einen Klettergarten mit leichten Touren in Hüttennähe (Krabbelstube). Die Vierer-Stelle in der Pipifax ist uns z.B. deutlich schwerer gefallen als die 4- Stellen des Terassenspazierganges. 

Die Gehzeiten sind Tagestourzeiten (Beginn und Ende am Parkplatz im Loferer Hochtal) - von der Hütte aus ist es deutlich kürzer (Zustieg ca. 15 Min., Abstieg ca. 45 Min - von und zur Hütte).

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Über das Kleine-Deutsche-Eck nach Lofer und vor dem Paß Strub ins Lofererhochtal bis zum Ende der Fahrmöglichkeit. (Das Lofererhochtal erreicht man über eine Straße im ganz westlichen Ortsteil von Lofer).

Talort / Höhe:

Lofer  - 626 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Parkplatz im Lofererhochtal  - 800 m

Bilder (15)

Übersicht: Die Route von der Hüttenterrasse aus gesehen.

Übersicht: Die Route von der Hüttenterrasse aus gesehen.

Der Routenverlauf durch die Nordwand des Kleinen Reifhorns.

Der Routenverlauf durch die Nordwand des Kleinen Reifhorns.

Die Plattenstelle am Beginn der 3. SL.

Die Plattenstelle am Beginn der 3. SL.

Beim Hüttenzustieg aus dem Loferer Hochtal.

Beim Hüttenzustieg aus dem Loferer Hochtal.

Auf dem Karstrücken kurz vor dem Einstieg.

Auf dem Karstrücken kurz vor dem Einstieg.

Auf der ersten Terrasse (Ende der 2ten Seillänge).

Auf der ersten Terrasse (Ende der 2ten Seillänge).

Die Plattenstelle am Beginn der 3. SL.

Die Plattenstelle am Beginn der 3. SL.

Die erste 4- Stelle in der 6ten Seillänge.

Die erste 4- Stelle in der 6ten Seillänge.

Platten in der 7ten Seillänge

Platten in der 7ten Seillänge

Auch wieder schöne Platten, Beginn der 10ten Seillänge.

Auch wieder schöne Platten, Beginn der 10ten Seillänge.

Auf der großen Schuttterrasse von Seillänge 15 - hinten das Mitterhorn und rechts das Breithorn.

Auf der großen Schuttterrasse von Seillänge 15 - hinten das Mitterhorn und rechts das Breithorn.

In der 18ten Seillänge, die letzte 4- Stelle.

In der 18ten Seillänge, die letzte 4- Stelle.

Abseilen bei schlechter werdendem Wetter.

Abseilen bei schlechter werdendem Wetter.

Abklettern zum Michael-Stainer-Weg (zu rot markiertem Steig)

Abklettern zum Michael-Stainer-Weg (zu rot markiertem Steig)

Auf dem  Michael-Stainer-Weg beim Abstieg zur Hütte.

Auf dem Michael-Stainer-Weg beim Abstieg zur Hütte.

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