Wo der Bär dem Hasen 'Gute Nacht' sagt - Conturines Spitze
Toureninfo
Topos
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Die Route bekommt ihren Charakter durch eine außerordentlich wilde und einsame Umgebung, sowie einen bisher unbestiegenen einsamen Turm auf der Südseite der Conturines Spitze - zumindest nach unseren Recherchen.
Von grauen kompakten Platten, über gelbe Verschneidungen sowie einen exponierten Quergang gibt es hier einiges zu erleben. Die Route ist auf Grund des Zustiegs und der stellenweise noch brüchigen Felsqualität vor allem etwas für Abenteurer*innen. Es braucht noch ein paar Wiederholungen, bis die Route wirklich frei von sämtlichen losen Gestein ist, dennoch finden sich hier größtenteils tolle und ausgesetzte Klettermeter an meist sehr rauem Dolomitgestein. Die enge Absicherung an den schweren Stellen macht die Felsfahrt noch mehr zum Genießen.
1. SL: Einstieg rechts der Kante. Zunächst hinauf auf ein kleines Band, das einen nach links um die Kante führt - auf ca. 8m Höhe. Dann gehts durch tolle kompakte Platten immer links der Kante hoch. Stand rechts von Latsche auf Band.
2. SL: Gerade hoch. Nach Bohr- und Schlaghaken können Friends 3 und 4 eingesetzt werden. Danach durch leicht splittrige Wand im rechts-links Schwenker nach oben. Man kommt auf ein großes Band, welches man geradeaus zum Stand herüberläuft.
3. SL: Das Herzstück der Tour und Schlüsselstelle Nummer 1. Schwieriger Einstieg (kann auch A0 geklettert werden) dann herrliche Querung nach rechts oben durch tollen Fels! In dieser Seillänge kann Friend 3 und 4 eingesetzt werden.
4. SL: 3 tolle (Riss-)Verschneidungen führen immer leicht links empor. Aus der 3. Verschneidung wird auf Höhe des Bohrhakens an der Kante nach links zum Stand rausgequert - Ausgesetzt, aber perfekt abgesichert mit tollem Fels. (Hier Exe verlängern)
5. SL: Zuerst gerade hoch zum zweiten Bohrhaken. Hier nun soweit nach oben, bis man das markante Band greifen kann - also nicht zu weit unten nach rechts queren, sonst macht man sich das Ganze schwerer als es ist - Schlüsselstelle Nummer 2! Die Querung nach rechts beginnt. Erster Bohrhaken ist direkt rechts an der Kante. Danach toller Fels und eng gebohrt - Ausgesetztheit genießen!
6. SL: Gerade hoch in die Verschneidung/Kamin. Am Ende dieser linker Hand die Latsche anpeilen, links dahinter befindet sich der Stand mit Wandbuch. Stand ist bequem auf großem Turm.
Angela Lingenhöl und Sebastian Prause am 28.07.2026 von unten.
2 x 60 m
10
CT Größe 3+4
- Einige verlängerbare Expressen (Seilzug veringern)
- Helm ist obligat.
- Windjacke (es pfeift durchaus um den Turm herum)
- In den Hauptsommermonaten kommt die Sonne am späten Vormittag in die Wand
- Die Route ist vollständig mit 10mm Bohrhaken eingebohrt
- Standplätze bestehen immer aus 2 Bohrhaken
- die 4 Abseilstände sind entsprechend eingerichtet
- CT Friends 2-4 können eingesetzt werden, sind aber nicht zwingend notwendig
- Ledigleich die beiden Schlüsselstellen ergeben die "hohe" Schwierigkeit (eng gebohrt).
- Die Tour bewegt sich daneben meist um den 5.bis 6. Grad
Vom Parkplatz die Teerstraße bis zum Kieswerk folgen. Hier geht links eine Schotterstraße rein. Direkt an der ersten Kehre beginnt rechts ein Pfad der kurz danach wieder auf eine Wiese führt. Hier empor bis zum Zaun vom Kieswerk. Links in den Latschen gibt es nun einen sehr gut ausgeprägten Pfad der zuerst nach oben und dann stark nach rechts führt. (Man umgeht dadurch das gesperrte Gelände vom Kieswerk). Man trifft nach insgesamt ca. 10min auf eine alte Schotterstraße vom Werk. Diese führt in 3 Kehren nach oben. Wenn die Straße im Bachbett endet geht's links weiter über eine Art Schuttreise, die mit Latschen durchsetzt ist. Am Ende führt wieder linker Hand der gut ausgeprägte Pfad in die Latschen. Diesem nun immer recht nah am Bachbett entlang folgen. Nach insgesamt ca. 25min führt der Pfad ins Bachbett. Dieses nun nach oben. (Nach ca. 10min im Bachbett trifft man auf eine Wasserquelle!)
Das Bachbett empor bis ca. 100m vor den riesigen Schluchteingang (siehe Bilder). Hier muss nun rechts eine heikle Stelle überwunden werden, um das Bachbett zu verlassen. Dafür gibt es sicher mehrere Möglichkeiten. Wir haben einen riesigen Felsen angepeilt, der in der Bachbettseite hängt. Diesen mit einer Linksschleife aus dem Bachbett heraus anpeilen und unterhalb queren - hier sind lediglich wenige Schritte durch losen Schotter, der Rest ist stabil und einfach. Diese Stelle ist mit Steinmännchen markiert.
Aus dem Bachbett heraus geht es nach rechts empor. Man peilt eine Ansammlung von freistehenden Latschen an. Hier führt auch ein gut sichtbarer Wildwechsel entlang. Diesen ca. 100m folgen. Wenn man dann auf das dichte Latschenfeld trifft nach links hoch zum Fels. Der Einstieg befindet sich bei der markanten Kante mit einem kleinen Latschenbusch und sehr bequemen Wandfuß. (Erster Bohrhaken auf ca. 5m höhe rechts der Kante)
2050 m
- Abseilen (ca. 1h) - Achtung mit Schotter!
- Abstieg wie Aufstieg
Ausgangspunkt / Anfahrt
Von Brixen nach Bruneck, dann Richtung Corvara. In Stern abbiegen Richtung "Passo Valparola/Falzarego" (L537). Der Straße folgen bis zum Dorf "Armentarola". Kurz danach biegt eine Straße vor einer Brücke, die über ein riesiges Bachbett führt, links ein (Beschilderung: Calpanna Alpina Hütte). Direkt an der Kreuzung befindet sich links ein Parkplatz für etwa 8 Autos - hier parken.
Armentarola - 1655 m
Parkplatz nach Armentarola - 1700 m



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