Hochtausing-Ostanstieg und Tonisteig

Klettersteig
Mittel
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit B/C , 1+
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 280 Hm  /  750 Hm
0:50 Min.  /  5:20 Std.
Absicherung
AbsicherungMittel
AusrichtungSüdwest
AusrichtungSüdwest
Zustiegszeit
Zustiegszeit 2:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 2:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Hochtausing  (1823 m)
Charakter:

Den Gipfel des Hochtausings erreicht man am schnellsten über den oft erdigen und daher auch rutschigen Hochtausing-Ostanstieg. Vom Gipfel aus kann man ein wunderbares Bergpanorama bewunden. Der Abstieg erfolgt in der Regel über den Tonisteig, denn somit hat man auch gleich eine kleine Überschreitung in der Tasche. 

Genaue Routenbeschreibung:

Ostanstieg (A/B u. 1+; 280 Hm) im Aufstieg: Vom Einstieg der Abfolge der gesicherten (bis A/B) und ungesicherten Abschnitte (bis 1) durch den Wald auf den Grat folgen. Meist in der Nähe des Grates zu einer kurzen ungesicherten Rinne (1+). Nach einem Stück Gehgelände kommt eine abzukletternde Stelle (A/B). Über die letzten Versicherungen (A) zum Ausstieg.

Tonisteig (A/B; 130 Hm) im Aufstieg: Nach der Einstiegswand (A) zunächst über unangenehmes, weil steiles und rutschiges Gehgelände (Stellen A/1-) zum eigentlichen Einstieg (Tafel) auf einem Sattel. Nach einer leichten Querung (A) folgt eine Rinne (A/B). Die Rinne bringt zu einer kleinen Scharte, nach der ein kurzer Abstieg an einer trittarmen Platte (B, Trittstifte) folgt. Leichteres Gelände (A) bringt zu einer steilen, recht ausgesetzten Rinne (B/C). Diese stellt die Schlüsselstelle dar und ist an den steilsten Abschnitte mit Leitern (A/B) versichert. Nach den Leitern in Kürze (zuerst A/B, dann A) zum Ausstieg.

Kinderfreundlich: 

Ja

Erhalter:

Oesterreichischer Alpenverein, Sektion Liezen

Ausrüstung:

Komplette Klettersteigausrüstung und Helm, für Kinder ein Sicherungsseil.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Trittstifte, Klammern, Leitern

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Eine B-Stelle ist abzuklettern.

Zustieg zur Wand:

Zustieg Ostanstieg (1 Std.): Auf dem Weg 281 zur Paffensteinwiese aufsteigen. Links auf dem Weg 282 dem Wegweiser Richtung Hochtausing folgend bis zum Einstieg. 

Zustieg Tonisteig (2 Std.): Auf Weg 281 über die Lampoltenalm auf den Lampoltner Sattel aufsteigen. Links auf Weg 278 zur Schnehitzalm hoch und nochmals links leicht absteigend auf einem Saumweg Richtung Hochtausing.

Höhe Einstieg: 

1630 m

Abstieg:

Über Ostanstieg (A/B, 1+; 2 Std.): Vom Ausstieg über einen Latschensteig in Kürze zum Gipfel. Weiter über den Ostanstieg (A/B, 1+, bei Nässe gefährlich) zum Aufstiegsweg und über diesen zurück zum Ausgangspunkt.

Über Tonisteig (B/C, 1-; 2,5 Std.): Durch eine Latschengasse hinunter, vorbei am Steigbuch, zum Beginn der Versicherungen. Absteigend (A/B) trifft man auf eine kurze Leiter, die in eine steilere Rinne mit einer Leiternfolge führt (B/C). Diese steigt man bis zu einer Art Sattel ab. Eine verschneidungsartige Rinne (A/B) führt zur langen Querung (A), die zum eigentlichen Steigende in einem Sattel leitet. Entlang von Steigspuren steigt man auf der Nordwestseite hinunter. Nach einer etwas unguten Steilstufe (A/B u.1-) enden die Versicherungen. Man folgt dem Steig hinunter zur Schneehitzalm und dort rechts zum Langpoltner Klamml. Wieder rechtshaltend steigt man über die Langpoltenalm - am Schluss auf dem Ausstiegsweg - hinunter nach Schönmoos.

Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte 15/2 Totes Gebirge - Mitte, 1:25.000
BEV ÖK 98 Liezen, 1:50.000
Kompass WK 68 Ausseerland - Ennstal, 1:50.000, ISBN: 3-85491-077-0
Freytag & Berndt WK 082 Totes Gebirge - Tauplitz, 1:50.000

Bemerkungen:

Den Zustieg bitte nicht durch das Tausingkar abkürzen (Jagdsperre). Bei Nichtbeachtung droht laut diversen Hinweistafeln die Beseitigung des Klettersteigs.

Infostand: 

24.07.2005

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Über die A 9 zum Knoten Selzthal und weiter über die B 146 nach Wörschach. Unmittelbar unterhalb der Ruine Wolkenstein rechts abzweigen (Wegweiser Wörschachberg und Hochmölbinghütte) und auf schmaler Straße den Wörschachberg hoch. Fahrtmöglichkeit bis zum Parkplatz Schönmoos (letztes Stück Schotterstraße).

Mit Öffis: Mit der Bahn nach Wörschach Schwefelbad, durch Wörschach und auf der genannten Straße zum Ausgangspunkt (eventuell Taxi).

Talort / Höhe:

Wörschach  - 650 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Parkplatz Schönmoos  - 1130 m

Bilder (14)

Übersicht

Übersicht , Foto: Dieter Wissekal

Rinne

Rinne, Am Beginn der ersten Rinne (A/B)., Foto: Dieter Wissekal

Platte

Platte, Diese trittarme Platte (B) muss abgeklettert werden., Foto: Dieter Wissekal

Lange Leiter

Lange Leiter, Die längste Leiter (A/B) des Steigs., Foto: Dieter Wissekal

Verbogene Leiter

Verbogene Leiter, Die letzte Leiter ist etwas krumm (A/B)., Foto: Dieter Wissekal

Wolkenpracht vom Raidling

Wolkenpracht vom Raidling, 13.10.2010: Der "Tonisteig" ist ein eher kurzer Klettersteig. Wer den Tag voll auskosten möchte startet einfach beim PP GH Panoramablicke und geht z.B. die Runde: Lienzerhütte - Hochmölbinghütte - Raidling - Tonisteig - Abstieg über Ostanstieg. Der Raidling ist ein grandioser Aussichtsberg!, Foto: Schutzengerl

Der Einstieg

Der Einstieg, Der "Tonisteig" bietet sich super für einen "Klettersteig-Erstkontakt" an., Foto: Schutzengerl

Das also ist sie die Wand...

Das also ist sie die Wand..., Foto: Schutzengerl

Ab hier beginnt der eigentliche Steig. Der Weg war super aufgetrocknet und der Fels genial griffig! Ein garantierter Spaß auch für Klettersteig-Neulinge.

Ab hier beginnt der eigentliche Steig. Der Weg war super aufgetrocknet und der Fels genial griffig! Ein garantierter Spaß auch für Klettersteig-Neulinge., Foto: Schutzengerl

Der Klettersteig ist schön angelegt und nie wirklich schwierig.

Der Klettersteig ist schön angelegt und nie wirklich schwierig., Foto: Schutzengerl

Schön und ein Genuß ist auch diese Abkletterpassage. Gerade richtig für Personen, die sich langsam und auf sichere Art und Weise mit dem "Klettersteigeln" vertraut machen wollen.

Schön und ein Genuß ist auch diese Abkletterpassage. Gerade richtig für Personen, die sich langsam und auf sichere Art und Weise mit dem "Klettersteigeln" vertraut machen wollen., Foto: Schutzengerl

Ein wenig Anpacken darf man dann doch gelegentlich... :-)

Ein wenig Anpacken darf man dann doch gelegentlich... :-), Foto: Schutzengerl

Der "Toni" dürfte ganz schön beliebt sein. Entlang des Steigs finden sich bereits einige lose Verankerungen.

Der "Toni" dürfte ganz schön beliebt sein. Entlang des Steigs finden sich bereits einige lose Verankerungen., Foto: Schutzengerl

Klar ein paar Leitern dürfen auch hier nicht fehlen,  gehört halt zu einem Klettersteig dazu. Fazit: Der "Tonisteig" ist ein einfacher und schöner Genuß-Steig, der prima zum "Einsteigen" geeignet scheint. Schade nur, dass er nicht länger war! Der Abstieg über den Ostanstieg gestaltet sich spannend mit seinen zahlreichen Versicherungen! Ungeübtere Personen sollten das Klettersteigset besser anbehalten. Bei Nässe ist der Abstieg nicht "Huiiiiii und gar nicht Ohne".

Klar ein paar Leitern dürfen auch hier nicht fehlen, gehört halt zu einem Klettersteig dazu. Fazit: Der "Tonisteig" ist ein einfacher und schöner Genuß-Steig, der prima zum "Einsteigen" geeignet scheint. Schade nur, dass er nicht länger war! Der Abstieg über den Ostanstieg gestaltet sich spannend mit seinen zahlreichen Versicherungen! Ungeübtere Personen sollten das Klettersteigset besser anbehalten. Bei Nässe ist der Abstieg nicht "Huiiiiii und gar nicht Ohne"., Foto: Schutzengerl

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