Via delle Bocchette Centrale - Bocchette Weg

Klettersteig
Leicht
(3)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit B
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 150 Hm  /  820 Hm
2:00 Std.  /  2:45 Std.
Absicherung
AbsicherungGut
AusrichtungNord
AusrichtungNord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 0:30 Min.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 0:15 Min.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Berg:
Bocchette-Bänder  (2790 m)
Charakter:

Der wohl berühmteste Bänderklettersteig im Herzen der Brenta ist nicht sonderlich schwer - gerade dieser Umstand macht diesen Bocchetteweg zum beliebtesten Brentasteig. Auf diesem Abschnitt wird alles geboten - super Aussicht anfangs nach Südosten und im zweiten Teil nach Westen, schmale aber immer gut gangbare Felsbänder, die wie mit dem Lineal gezogen die Felswände teilen und schöne Eisenleitern. Mitten drin dann der Felszapfen des Campanile Basso, an dem man mit etwas Glück den Kletterern zuschauen kann. Fazit: Eine der wohl besten Touren in Trentino/Südtirol.

Teilabschnitte der Brentadurchquerung - Bocchette Weg:

Sentiero Alfredo Benini - Tag 1
Sentiero Bocchette Alte - Tag 2 (Tag 1 und 2 kann man gut zusammen legen.)
Via delle Bocchette Centrale - Tag 3
Sentiero Brentari/Sentiero dell‘Ideale - Tag 4

Genaue Routenbeschreibung:

Nach dem Einstieg in die Scharte wird ein Vorbau mit vielen kurzen, steileren Leitern (max. B) überwunden. Ein kurzer Spreizschritt (B) führt auf das meist schon von der Sonne beschienene, schmale, fantastisch ausgesetzte Felsband (A). Kurz auf- und absteigend (A/B) quert man eine Schlucht (gute Fotopassage, da man schon auf das gegenüberliegende Felsband sieht!) und folgt dem langen Band (A, Stellen A/B) bis in den Nahbereich einer Scharte beim Campanile Basso. Gestuft (A) und im Schutt steigt man ab - eine kurze, oft feuchte Passage (A/B) erfordert etwas Konzentration - und man erreicht die Bocchetta d. Camp. Basso. Dort steht man fast direkt am Fuß des mächtigen, komplett freistehenden Felsturmes. Von der Scharte geht es auf das Bandsystem der Westseite, kurz ansteigend (A und A/B) erreicht man eine Gehpassage, auf der man zu einer Leiter gelangt. Über die Leiter (B) und kurze Stufen (B) steigt man auf ein langes Felsband ab. Auf diesem geht man horizontal (nie schwerer als A - viel Gehgelände) auf die schon sichtbare Bocca di Brenta zu. Nach dem Passieren einer Quelle (wasserhahnähnliche Röhre in der Felswand) kommt man zu einer steilen Leiter (B), über die man das Band verlässt. Am Fuß der Leiter gestuft (A) zum Ende des Steiges im Blockgelände.

Ausrüstung:

Komplette Klettersteigausrüstung und Helm. Steigeisen könnten evtl. für den Sfulmini Gletscher je nach Zustand nötig sein (flacher, kurzer Gletscher; evtl. im Rif. Alimonta den Gletscherzustand telefonisch erfragen).

Zustieg zur Wand:

Vom Rifugio Alimonta sind es ca. 30 Min. bis zur Bocca degli Armi (2749 m). Vom Rif. Brentei (dorthin vom Parkpl. auf dem Weg 318 in 2½ Std./770 Hm) steigt man ca. 1½ Stunden auf dem Weg 323 vorbei am Rif. Alimonta zur Bocca degli Armi (2749 m) auf.

Abstieg:

Vom Ausstieg über Blockwerk der Markierung (305) folgen, bis man in die Bocca di Brenta, 2549 m, gelangt. Dort gibt es zwei Möglichkeiten: 1) Auf dem Weg 318 über kurze Wandstufen durch das Val Brenta Alta an der Westseite zurück zum Rif. Brentei (ca. 1 Std. von der Bocca di Brenta) und weiter zum Parkplatz (2 Std.). 2) Auf dem Weg 318 auf die Ostseite und auf einem schmalen Band (kurz versichert A) zum Rifugio Pedrotti-Tosa, 2483 m (ca. 15 Min. ab der Bocca di Brenta).

Kartenmaterial:

AV-Karte Nr. 51, Brentagruppe; Kompass WK 73, Gruppo di Brenta

Bemerkungen:

Trotz der geringen Schwierigkeiten sollte man den Klettersteig nicht unterschätzen! Oft kommt es zu kleineren Staus am Anfang der Tour (Felsaufschwung bei der Bocca degli Armi). Das Überholen bzw. das Vorbeilassen entgegenkommender Kletterer ist auf den schmalen Bändern nicht immer ganz leicht - am besten einer der Beteiligten hockt sich kurz hin.

Nachbarklettersteige: Sentiero Bocchette Alte (von der Bocca Tuckett kommend), Sentiero Orsi (von der Bocca Tuckett kommend), Sentiero Palmeri und Sentiero Palmeri Alto (führen zum Rif. Silvio Agostini), Sentiero dell‘Ideale (führt zum Rif. Silvio Agostini).

Hütten Brentadurchquerung (Weblink zur Hüttenseite:
Rifugio Tuckett
Rifugio Alimonta
Rifugio Pedrotti
Rifugio XII Apostoli

Infostand: 

08.04.2011

Autor: 

Andreas Jentzsch

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Auf der Autobahn A22 bis zur Ausfahrt „San Michele a. A. - Mezzocorona“, dann auf der SS43 und SS42 bis Dimaro. Dort zweigt man links auf die SS239 nach Madonna di Campiglio ab. Im Ortszentrum über den Bach in den Ortsteil Palu (südlich der Talstation der Spinalebahn) und auf schmalem Sträßchen bis zum Parkplatz beim Rif. Vallesinella (1513 m) fahren.

Talort / Höhe:

Madonna di Campiglio  - 1522 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Rifugio Brentei  - 2182 m

Bilder (14)

Letzter Abschnitt Bocchette Centrale

Letzter Abschnitt Bocchette Centrale

Beim Zustieg zur Bocca degli Armi.

Beim Zustieg zur Bocca degli Armi.

Beim Einstieg an der Bocca degli Armi.

Beim Einstieg an der Bocca degli Armi.

Oben auf dem Grat nach dem ersten Steilstück.

Oben auf dem Grat nach dem ersten Steilstück.

Das Highlight sind die schmalen Bänder!

Das Highlight sind die schmalen Bänder!

Auf den Bändern.

Auf den Bändern.

Blick von der anderen Seite zum schmalen Band.

Blick von der anderen Seite zum schmalen Band.

Ca. im Mittelteil der Etappe.

Ca. im Mittelteil der Etappe.

Eine Leiter ganz am Ende, kurz vor der Bocca di Brenta.

Eine Leiter ganz am Ende, kurz vor der Bocca di Brenta.

Vor der Bocca di Brenta.

Vor der Bocca di Brenta.

Das Ziel ist das Rifugio Predotti.

Das Ziel ist das Rifugio Predotti.

Via ferrata Bocchette Centrali

Via ferrata Bocchette Centrali , Foto: Maja Kochanowska

Via ferrata Bocchette Centrali

Via ferrata Bocchette Centrali , Foto: Maja Kochanowska

Via ferrata Bocchette Centrali

Via ferrata Bocchette Centrali , Foto: Maja Kochanowska

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