Lydia Prugger, Bild: Adrian Hipp
25 Januar 2009

Österreichische Meisterschaft im Skibergsteigen

Alexander Fasser (Tirol) und Lydia Prugger (Steiermark) gewinnen am Goldeck.

Der „champ or cramp“ ist das Kärntner Aushängeschild der boomenden Wettkämpfe im Skibergsteigen, die in Europa eine rasante Entwicklung durchlaufen. Mit viel Enthusiasmus wurde am Goldeck in Spittal an der Drau eine Veranstaltung nationalen Formats entwickelt, das man heuer mit der Durchführung der Österreichischen Meisterschaft Vertical krönte. Das Engagement des Veranstaltungsvereines SC ASKÖ Spittal, der Goldeck Bergbahnen und des Verbandes ASKIMO wurde auch von höchster Stelle belohnt, denn Petrus schickte zur Veranstaltung vorher noch eine Portion frischen Pulverschnee und am Renntag selber blauen Himmel. Massen an Schnee und viele lachende Gesichter, die sich erfolgreich als „Champs vom Goldeck“ krönten, bildeten den Rahmen des Rennens.

Knapp 140 Athleten starteten schließlich pünktlich am Fuße des Goldecks. Über rund 1490 Höhenmeter erklommen die Teilnehmer die längste schwarze Abfahrt der Alpen hinauf zum schneereichen Gipfel des Kärntner Sportberges. Wie erwartet, war das Rennen bei besten Bedingungen ein Fest für die Spitzenathleten, geprägt von spannenden Positionskämpfen der Wettkämpfer.

Von Beginn an setzte sich das Spitzenfeld ab, angeführt von den drei Athleten des österreichischen Nationalteams Alexander Fasser (Tirol), Johann Wieland (Salzburg) und Heinz Verbnjak (Kärnten). Alle drei bewiesen ihre ungeheure Stärke im Aufstieg, bald setzte sich der Tiroler Spitzenathlet Fasser deutlich ab und beendete schließlich mit einem Vorsprung von 1min7sec und einer Gesamtzeit von 1:00:33,9 das Rennen. Pech im Mittelteil hatte der letztlich Zweitplatzierte, Hans Wieland. Bei ihm öffnete sich ein Ski, dieser rutschte auf der extrem steilen Piste bergab, sodass Wieland ein Stück zurück und Fasser und Verbnjak ziehen lassen musste. Der Vorjahressieger des champ or cramp, Verbnjak, gab sich im Laufe des Aufstiegs Wieland wieder geschlagen, Fasser, der sich derzeit in einer hervorragenden Form befindet, zog aber im Eiltempo davon in Richtung Ziel und war nicht mehr einzuholen. „Ein anspruchsvolles, weil sehr steiles, aber natürlich auch, von meiner Sicht aus, ein sehr erfolgreiches Rennen“, so der frisch gebackene Österreichische Meister Vertical im Skibergsteigen. Nach 1490 Höhenmeter und nicht einmal zwei Minuten Gesamtzeitunterschied die schnellsten Athleten somit Alexander Fasser, vor Johann Wieland und Heinz Verbnjak.

Bei den Damen entschied die Steirerin und Nationalteam Athletin Lydia Prugger überlegen den Titel Österreichische Meisterin Vertical in einer Zeit von 1:14: 44,1 für sich, mit über 10 Minuten Vorsprung auf die Kärntnerin Marita Staufer und die Salzburgerin Martina Pertl.

Anhand vom Tiroler Martin Mattle (Jahrgang 1991,Österreichischer Meister der Klasse Cadet) und dem Oberösterreicher Daniel Rohringer (Jahrgang 1990, Österreichischer Meister der Klasse Junior) sieht man, dass die Jugend stark im Kommen ist, was die beiden Nationalkaderathleten auch im internationalen Feld bei den diversen Weltcup Rennen zeigen. Hier am Goldeck lieferten sich die beiden Nachwuchssportler untereinander ein knappes Duell.

Weiter geht es für den Tross der Schibergsteiger bereits nächstes Wochenende zur Österreichischen Meisterschaft Einzel in Bischofshofen, welche nicht nur einen perfekten Aufstieg, sondern genauso eine gute Technik in der rasanten Geländeabfahrt fordert. Auch dieses Rennen wird ein Qualifikationsrennen für die Europameisterschaft im Skibergsteigen im Februar darstellen, wo sich unsere erfolgreichen Nationalteam Athleten und Athletinnen der internationalen Konkurrenz stellen werden.

Infos unter:www.astc.at

Lydia Prugger, Bild: Adrian Hipp
Die Österreichischen Meister Vertical 09, hinten von li. n. re: Gollreider, Prugger, Fasser, Hurth, vorne von li. n. re: Mattle, Rohringer, Bild: Adrian Hipp
Alexander Fasser, Bild: Adrian Hipp


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