Sperre am Großglockner Normalweg von Süden (c) ÖAK
22 Dezember 2020

Sperrgebiet am Großglockner Südanstieg + Spendenaufruf!

Letzte Woche verwüstete eine Staublawine die Materialseilbahn der Erzherzog-Johann-Hütte, jetzt wurde eine Sperrzone am Glockneraufstieg von Süden eingerichtet.

Die lebenswichtige Materialseilbahn unserer Erzherzog-Johann-Hütte wurde durch eine Staublawine größtenteils vernichtet. Der Schaden dürfte enorm sein. Damit ist der Betrieb unserer Schutzhütte für die kommende Saison infrage gestellt. Als Österreichs höchste Schutzhütte auf 3.454 Metern und wichtiger Standort für die Glockner Besteigung ist die Erzherzog Johann Hütte auch der zentrale Stützpunkt für Rettungsaktionen auf dem Großglockner.

Die Materialseilbahn zur Erzherzog Johann Hütte wurde letzte Woche von einer Lawine massiv beschädigt. Besonders betroffen ist der Mittelteil der Anlage. Es wurden drei Stützen komplett weggerissen und das Trag- sowie das Zugseil ca. 50-70m seitlich versetzt. Zudem sind die Seile im Schadensbereich teilweise mit Schnee bedeckt und mehrfach überschlagen. Bei einer Begutachtung mit Seilbahnexperten wurden die Schäden nochmals erfasst und Absicherungsarbeiten durchgeführt.

Trotz der Sicherungsarbeiten geht von den beschädigten Teilen noch eine potentielle Gefahr aus. Besonders die versetzten Seile im Unfallbereich: Stütze 2, 3 und 4 stellen für Wintersportler eine Gefahr dar (Seilschlag).  

Eine restlose Sicherung in diesem Bereich ist technisch nicht möglich und auch nicht zumutbar.

Wir haben diesen Bereich deshalb gesperrt.

Der Bereich umfasst als untere Grenze die Linie- Abzweiger Stüdlhüttenweg/Mürztalersteig und als obere Grenze den Bereich Johann Stüdlweg (Glorerhütte – Stüdlhütte) bis oberhalb Stütze 4 der Seilbahn. Anbei Bilder des gesperrten Bereichs. Dieser Bereich ist unbedingt zu meiden, es besteht Lebensgefahr durch Seilausschlag! Wir haben den unmittelbaren Gefahrenbereich auch sichtbar abgesperrt. Routeninfos: Grossglockner Normalweg von Süden

Sperre am Großglockner Normalweg von Süden (c) ÖAK
Sperre am Großglockner Normalweg von Süden (c) ÖAK
Sperre am Großglockner Normalweg von Süden (c) ÖAK
Sperre am Großglockner Normalweg von Süden (c) ÖAK
Sperre am Großglockner Normalweg von Süden (c) ÖAK
Sperre am Großglockner Normalweg von Süden (c) ÖAK

DIESE ABSPERRUNGEN SIND ZWINGEND EINZUHALTEN!

Das restliche Ködnitztal, bzw. die üblichen Winterwege Richtung Stüdlhütte und Großglockner sind von dieser Gefahr nicht betroffen! Auch im Abfahrts- Sinn, liegt dieser Bereich etwas außerhalb und kann leicht gemieden werden! Eine lückenlose Überwachung der Gefahrenstelle und der Absperrungen ist auf Grund der Alpinen Lage für uns alleine nicht möglich.

Deshalb bitten wir:

Sollte jemand eine sichtbare, markante Veränderung der Lage vor Ort, Beschädigungen an den Absperrungen oder sonstige Auffälligkeiten bemerken,

bitten wir das unter der Nummer 0664 125 1041 (Riepler Toni) oder per Email: [email protected] zu melden.

Reparaturkosten 400.000 Euro!

Die Reparaturkosten werden sich – grob geschätzt – auf mindestens € 400.000 belaufen! Sollten die Mittel für Wiederherstellung der Seilbahn nicht aufgebracht werden, ist dies für den Österreichischen Alpenklub, sowie für den Pächter existenzbedrohend. Wir haben bereits alle öffentlichen Stellen, die uns eventuell unter die Arme greifen können, verständigt. Unsere erste Einschätzung aus den derzeitigen Informationen ist, dass der Lawinenabgang nahezu einen Totalschaden verursacht hat.

Der Österreichische Alpenklub hat deswegen ein Spendenkonto eingerichtet und freut sich über jede Unterstützung. Danke im Voraus für eure große Hilfsbereitschaft und Solidarität!“ Unser Spendenkonto bei der Oberbank AG: , IBAN: AT18 1500 0043 8102 4381 BIC: OBKLAT2L Verwendungszweck: Lawine <


Wir bitten Euch, diesen Spendenaufruf an alle Freunde, Bekannte, Firmen, Sponsoren, Organisationen und Alpinen Vereine weiterzugeben. Der Österreichische Alpenklub garantiert die zweckmäßige Verwendung aller Spenden zu 100 Prozent. Er wird auch alles in seiner Macht stehende unternehmen, um die Anlage wiederherzustellen und die Schutzhütte zu halten.

Quelle: Österreichische Alpenklub

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