Schall und Rauch

Eisklettern
Leicht
(2)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 40°  /  5+
Höhe Einstieg
Höhe Einstieg1950 m
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 200 m  /  450 Hm
4:00 Std.  /  5:00 Std.
AusrichtungNord
AusrichtungNord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 0:30 Min.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 0:30 Min.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Burgschrofen  (2050 m)
Charakter:

Relativ kurze, aber sehr schöne Mixedroute mit logischer Linienführung, bei der allerdings einiges an alpiner Erfahrung nötig ist. Die Route folgt im oberen Wandteil zwei Rinnen in denen an dünner Eisauflage, gefrorenem Gras und Fels geklettert wird. Der Fels ist vergleichsweise fest, im unteren Teil recht geschlossen, im oberen Teil aber gut zum selbstabsichern. Die Route eignet sich als Übungstour für längere alpine Mixedrouten.

Genaue Routenbeschreibung:

Siehe Topo. Die Route folgt erst einer Schneerampe von links nach rechts in die Wand. Vom ersten Stand im Topo kann dann entweder wie im Topo zu sehen unter dem Block vorbei und weiter nach rechts gequert werden um in die Büsche zu kommen. Durch diese und über kleine Wandstufen (M3) schlecht gesichert nach oben zum nächsten Stand (Achtung Seilreibung). Oder aber vom ersten Stand direkt nach oben und auf markantem Band zurück nach rechts leicht absteigend queren zum zweiten Stand (M3-4, sehr kompakt). Vom zweiten Stand leicht nach links am Block vorbei und über eine Schneerampe nach rechts ansteigend bis zu einer markanten schmalen Rinne/Kamin. Darunter rechts Stand. Nun folgt man der Rinne/Kamin an dünner Eisspur in einer kurzen Seillänge bis unter eine Dachstufe unter der sich durch Anraum eine Höhle bildet (M5). Man erklettert das kleine Dach an der linken Begrenzungswand (kurze Stelle M4, ausgesetzt) und erreicht das nächste Schneefeld, dem man nach links aufsteigend folgt in eine große Rinne. Stand an der linken Begrenzungswand (Achtung lange Seillänge). Von hier folgt man der direkten Linie in eine weiter oben sichtbare schmalere Rinne/Verschneidung. Die ersten Meter über die Wandstufe hinauf (M5+) und weiter in die immer flacher werdende Rinne/Verschneidung. An ihrem Ende links über leichter werdendes gestuftes Gelände zum letzten Stand unter dem Ausstieg. Wichtig hier nochmal Stand beziehen, da am Ausstieg ein sicherer Stand nicht so leicht zu finden ist! Von hier in leichter Kletterei bis auf den Gipfel und mit Schlinge an einem Block Stand.

Erstbegeher / Erstbesteiger:

Vermutlich erstbegangen am 12.03.2015 durch Sven Nadolny, Sebastian Sarx und Lucas Frey

Seillänge: 

2 x 60 m

Klemmkeile: 

Grundsort.

Friends: 

Grundsort.

Ausrüstung:

Ein Set Keile, ein Set Cams bis BD#3, kleine ev. doppelt, Schlingen, kleines Hakensortiment empfehlenswert (Bei der Erstbegehung wurden 2 Haken geschlagen, aber wieder mitgenommen).

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Eine Stelle M5+, eine Seillänge M5 sonst M3-M4 und Schnee bis 40°

Absicherung: 
Alpin
Zustieg zur Wand:

Man folgt den oft schon klar ersichtlichen Tourengeherspuren in das Kraspestal hinein wie zum Zwieselbacher Rosskogel. Nach einer Waldpassage erreicht man einen flachen Talboden, die Zwingeben. An dessen Ende liegt ein Felsriegel, der vom Bach durchschnitten wird. An dieser Stelle (Vordere Zwing) steigen die Tourengeher auf. Links daneben liegt der Felsriegel mit der Tour.

Tourenski machen den Zustieg meist nicht groß leichter, aber lohnen sich für das Abfahren dann trotzdem!

Höhe Einstieg: 

1950 m

Abstieg:

Vom "Gipfel" auf der Rückseite der Wand links über kurze Felsstufe auf eine steile Schneeflanke (Achtung Lawinengefahr) und über diese hinunter zum oberen Ende der Zwing. Durch diese oder den links befindlichen Sommerweg zurück zum Wandfuß.

Bemerkungen:

Die Tour sollte bei gesetzter Schneelage durchgeführt werden, da dann der Schnee genug halt zum Klettern bietet und sich meist auch eine schmale Eisspur in den zwei Rinnen bildet, die den Spaßfaktor erhöht. Achtung auf die Lawinengefahr im Abstiegshang (Exposition West). Die Tour erfordert Erfahrung im Selbstabsichern und Stände bauen und sollte trotz ihrer kürze deshalb nicht unterschätzt werden.

Infostand: 

12.03.2015

Autor: 

Lucas Frey

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Von Innsbruck nach Kematen und dort in Richtung Sellrain/Kühtai. Der Straße Richtung Kühtai folgen. Nach dem Ort St. Sigmund kommt der kleine Weiler Haggen. Dort links unten auf dem Tourengeherparkplatz parken.

Talort / Höhe:

Haggen  - 1646 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Parkplatz Weiler Haggen  - 1646 m

Bilder (11)

Die Lage der Route links der unteren Zwing.

Die Lage der Route links der unteren Zwing.

Während der Erstbegehung in SL.2 (M5)

Während der Erstbegehung in SL.2 (M5)

Die 3. SL (M5) von unten während der Erstbegehung

Die 3. SL (M5) von unten während der Erstbegehung

Auf dem Schneeband in die Wand

Auf dem Schneeband in die Wand

Erster Standplatz in der Wand

Erster Standplatz in der Wand, Der erste Standplatz in der Wand, der Schlaghaken wurde wieder mitgenommen., Foto: Lucas Frey

Die 3. SL (M5) von unten während der Erstbegehung

Die 3. SL (M5) von unten während der Erstbegehung

Die 3. SL (M5) von oben während der Erstbegehung

Die 3. SL (M5) von oben während der Erstbegehung, Blick vom Standplatz unter dem Dachriegel zurück auf die 3. SL (M5), unten sieht man die Spuren im Schneefeld der 2. SL und die Büsche der 1. SL., Foto: Lucas Frey

Die 5. SL (M5+) während der Erstbegehung

Die 5. SL (M5+) während der Erstbegehung, Die schwere Wandpassage der 5. SL (M5+) und der immer leichter und flacher werdende Übergang in die Rinne/Verschneidung im oberen Teil der Seillänge., Foto: Sven Nadolny

Die M5+ der 5. SL

Die M5+ der 5. SL, Am Anfang der Wandpassage (M5+) der 5. SL, diese ist recht kurz aber nicht ganz einfach., Foto: Sven Nadolny

5. SL oberer Teil von oben

5. SL oberer Teil von oben, Blick zurück vom letzten Standplatz in der Wand auf den oberen leichten Teil der 5. SL. 

Die Abstiegsflanke

Die Abstiegsflanke, Die Abstiegsflanke auf der Rückseite des Felsriegels. Hier sollte man auf die Lawinengefahr achten., Foto: Sven Nadolny

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