Drachenwand - Schober - Überschreitung

Klettern
Leicht
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 2
2 obl.
Absicherung
AbsicherungAlpin
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 1100 Hm
5:00 Std.  /  9:00 Std.
AusrichtungOstWest
AusrichtungOst, West
Zustiegszeit
Zustiegszeit 2:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 2:00 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Drachenwand  (1138 m)
Charakter:

Drachenwand und Schober sind ungemein aussichtsreiche Voralpenberge und dementsprechend gut besucht. Die Überschreitung jedoch stellt eine einsame und meist weglose Bergtour dar, gewürzt mit netten Kletterstellen, steilem Gras, Erde und Schrofen – und das Ganze erstaunlich ausgesetzt! Etwas für Alpinisten mit hoher Trittsicherheit und Gespür fürs Gelände.

An vielen Stellen ist der Grat zugewachsen, und man muss durchs Geäst. Langärmelige Kleidung sowie eine gewisse Staudentoleranz sind einem positiven Tourenerlebnis zuträglich.

Man bewegt sich immer möglichst nahe am Grat und weicht nur stellenweise in die Südseite aus.  Faustregel: Wenn sich die Steigspuren in der Südflanke verlieren, sofort wieder hinauf auf den Grat!

Genaue Routenbeschreibung:

Vom Drachenwand-Ostgipfel am Grat entlang, über die schmale Steinbrücke des Drachenwandloches (1, Sicherungsmöglichkeit an Bohrhaken) und bald hinunter in eine tiefe Scharte, wo man den markierten Weg noch einmal berührt.

Hier nicht der Wegspur in die Nordseite folgen (!), sondern direkt am Waldgrat etwas linkshaltend aufwärts klettern (1+) und am Waldkamm zum Drachenwand-Hauptgipfel (1176m).

Am Grat entlang über ein paar Zacken (1). Es folgen zwei steile Abbrüche, die man von Bäumchen abseilt (max. 25m),  oder südlich umklettert (Schwierigkeit 2). Weiter über die Zacken der Gratschneide oder etwas südlich davon bis zum steilen Ostgrat der Schatzwand. 100 Meter über steile Gras- und Felsstufen (1 bis 2, Trittspuren beachten) zum Gipfel der Schatzwand (1264m) mit schönem Holzmarterl.

Am Grat weiter (Stellen 1), zuletzt steil hinauf über Waldschrofen (1) bis vor den Ostgrat des Schober. Der Blick fällt auf einen wilden Gratzacken, der sich leichter überwinden lässt, als es scheint. Hier kann die Seilsicherung von einem Bäumchen die Nerven beruhigen.

Wenige Schritte bergab, links um den Gratzacken herum hangeln oder oben drüber (2, sehr ausgesetzt, zwei lange Blockschlingen als Zwischensicherung) und 2m hinunter in die kleine Scharte. Hier durchatmen und über steile Schrofenstufen (1, Sicherung an Felsköpfl) hinauf zum Gipfel des Schober (1328m).

Seillänge: 

1 x 50 m

Ausrüstung:

Gute Wanderschuhe, Klettergurt, Helm, 50m Halbseil, 3 lange und 2 kurze Bandschlingen, 2 Normalkarabiner oder 2 Expresschlingen,  pro Person 2 HMS-Karabiner + 1 Abseilgerät. 

Keine profillosen Kletterschuhe!

Bemerkung zu den Versicherungen:

Bei der Steinbrücke des Drachenwandloches gibt es einen Bohrhaken, sonst keine Versicherungen. An den schwierigen Stellen kann man von Bäumchen oder Felsköpfl sichern.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

1 bis 2 im Auf- und Abstieg , viel Gehgelände, teilweise sehr ausgesetzt, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich.

Teilweise steile Schrofen und Erde. Nur bei Trockenheit begehen!

Zustieg zur Wand:

Vom Klettersteigparkplatz beim Gasthof Drachenwand zur Theklakapelle und weiter über den Normalweg oder den Klettersteig (C/D) auf den Drachenwand-Ostgipfel (1060m).

Höhe Einstieg: 

1060 m

Abstieg:

Nach Nordwesten über den gesicherten Steig zum Forsthaus Wartenfels, oder mit Umweg über den Frauenkopf zum Forsthaus. Von hier nach Nordosten, dann nach Osten zurück zum Klettersteigparkplatz.

Bemerkungen:

Hier wird die Überschreitung von Ost nach West mit 2 Abseilstellen beschrieben.  Eine seilfreie Begehung ist möglich, dann muss man die beiden Abbrüche südlich im steilen Schrofengelände umklettern (Schwierigkeit 2, heikel).

Die Rundtour kann auch von Fuschl aus gestartet werden. Man geht den Eibenseeweg ca. 40 min. Richtung Eibensee und zweigt nördlich vom Wildmoos Richtung Drachenwand ab. Ab hier nicht markiert, nicht beschildert und durch Baumbruch sehr verholzt (Stand April 2019), weiters von November bis Mai wegen Wildfütterung gesperrt.

Infostand: 

19.04.2019

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

A1 Westautobahn bis Abfahrt Mondsee, durch den Ort Mondsee und weiter Richtung St. Gilgen / Wolfgangsee. Nach wenigen Kilometern nach St. Lorenz abbiegen und weiter zum Klettersteigparkplatz beim Gasthof Drachenwand, am Fuß der eindrucksvollen Nordwand.

(Falls hier alles besetzt sein sollte, kann man auch von Plomberg starten.)

Talort / Höhe:

St. Lorenz  - 486 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Gasthof Drachenwand  - 490 m

Bilder (15)

Drachenloch

Drachenloch

Drachenwand-Ostgipfel

Drachenwand-Ostgipfel, Am Klettergipfel der Drachenwand (Ostgipfel), im Hintergrund der Schafberg.

Gratverlauf

Gratverlauf, Blick vom Hauptgipfel der Drachenwand zum Schober.

Netter Schrofengrat.

Netter Schrofengrat.

Abklettern auf steilen Schrofen.

Abklettern auf steilen Schrofen.

Zahlreiche Felszacken im Gratverlauf.

Zahlreiche Felszacken im Gratverlauf.

Am Grat.

Am Grat.

Immer wieder muss man durchs Geäst.

Immer wieder muss man durchs Geäst.

Steile Schrofen am Ostgrat der Schatzwand.

Steile Schrofen am Ostgrat der Schatzwand.

Am Gipfel der Schatzwand, Blick zurück zur Drachenwand.

Am Gipfel der Schatzwand, Blick zurück zur Drachenwand.

Die Schlüsselstelle am Schober-Ostgrat.

Die Schlüsselstelle am Schober-Ostgrat.

Dieser Turm muss ausgesetzt überwunden werden. Seilsicherung von Bäumchen möglich.

Dieser Turm muss ausgesetzt überwunden werden. Seilsicherung von Bäumchen möglich.

Vor der Schlüsselstelle.

Vor der Schlüsselstelle.

Ausgesetzt links herum hangeln (Südseite).

Ausgesetzt links herum hangeln (Südseite).

Der letzte Aufschwung zum Schober. Seilsicherung von Felsköpfl möglich.

Der letzte Aufschwung zum Schober. Seilsicherung von Felsköpfl möglich.

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