Nordgrat Südgrat Pitztaler Urkund

Klettern
Leicht
(2)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 3-
Absicherung
AbsicherungAlpin
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 350 m  /  1650 Hm
4:00 Std.  /  11:30 Std.
AusrichtungSüdost
AusrichtungSüdost
Zustiegszeit
Zustiegszeit 3:30 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 4:00 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Pitztaler Urkund  (3197 m)
Charakter:

Schöne Überschreitung des 3197 m hohen Pitztaler Urkund - man steigt auf dem Nordgrat hinauf zum Gipfel und auf dem kürzeren, aber steileren Südgrat hinunter zum Urkundsattel. Von dort dann eine kurzweilige und leichte Gletscherpassage zu einem kurzen Klettersteig, durch ein schönes Tal erreicht man wieder das Taschachhaus. Die Tour hat alles - leichte Gratkletterei, etwas Gletscher und einen kurzen Klettersteig. Wenn man mit dem Mountainbike als Tagestour aufbricht, hat man am Ende ein recht solides Bergabenteuer hinter sich.

Genaue Routenbeschreibung:

Siehe Topo.

Nordgrat: Auf dem anfangs flachen Grat aufwärts, man kommt zu einer Steilstufe, die aber auch nur kurze 2er Kletterstellen aufweist - Ende steigt man direkt auf dem 3197 m hohen Gipfel bei einem kleinen Holzkreuz aus.

Südgrat: Man folgt dem breiten Grat zu einem Gratturm - ab dort wird der Grat etwas steiler. Man klettert immer entlang der Gratkante (2 bis 3-) abwärts bis man vor einem steilen Gratstück zu zwei Klebenhaken kommt. An einem der beiden Haken seilt man westlich steil (1 x 25 m) auf ein Band ab. Auf diesem Band wieder zum Grat. Weiter bis vor einen Gratkopf - entweder direkt auf dem Zackengrat (2 bis 3-) oder westlich (Schuttband) in eine Scharte mit einer Schlinge. Von dort an der ostseite über leichten plattigen Fels hinunter zu Standplatz (zwei Bohrhaken mit Schlinge). Von dort 1 x 20 m bis zu Blöcken am Gletscherrand gleich neben dem Urkundsattel abseilen.

Seillänge: 

1 x 50 m

Expressschlingen: 

4

Klemmkeile: 

Keine

Friends: 

Grundsortiment

Ausrüstung:

1 x 50 m Seil, einige Bandschlingen für die Köpferl und evtl. ein paar mittlere Friends (Bandschlingen reichen aber in der Regel aus...). Für den Abstieg ist Gletscherausrüstung nötig, für den Klettersteig unterhalb des Sexegertenferners evtl. ein Klettersteigset.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Nur auf dem Südgrat gibt es bei den zwei Abseilpassagen Bohrhaken.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Der Aufstieg auf dem Nordgrat hat wenige Passagen im 2ten Grad, der Abstieg auf dem Südgrat hat kurze Passagen 3-.

Zustieg zur Wand:

Vom Parkplatz auf dem meist flachen Forstweg vorbei an der Taschachalm bis zur Talstation der Materialseilbahn (Bikedepot). Von dort auf dem markierten Weg zum Taschachhaus. Vom Taschachhaus folgt man dem Weg in Richtung Breslauerhütte/Taschachferner. Nach ein paar kurzen versicherten Passagen zweigt rechts auf ca. 2550 ein Pfad hinauf zum Urkundsattel ab (bei einer rot/weißen Aufschrift "Gletscher"). Man folgt diesem Pfad auf eine Moräne, auf dieser hält man auf den Einschnitt zwischen Urkundkopf und Pitztaler Urkund zu. Am rechten Rand (Schutt und Gras) steigt man hinauf auf den flachen Grat.

Höhe Einstieg: 

2850 m

Abstieg:

Vom Urkundsattel gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Westlich vom Urkundsattel auf den flachen Sexegertenferner absteigen, rechts bei Steinmännern verlässt man den Gletscher und steigt im Bereich des Gletscherbaches zu einem großen rot/weißen Punkt ab. Dort beginnt der "Tobias Jungk-Steig" Klettersteig B/C, ganz unten kurz C. Nach dieser 150 Hm Klettersteigpassage folgt man dem markierten Weg zurück zum Taschachhaus und von dort hinunter ins Tal.

2. Nordöstlich vom Urkundsattel entlang des Gletschers absteigen, auf ca. 2850 im Geröll weiter, man trifft auf den Zustiegsweg zum Südgrat, dem man bis zum Taschachhaus folgt. Von dort ins Tal.

Stützpunkt:
Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte Nr. 30/6 Ötztaler Alpen, Wildspitze

Bemerkungen:

Den Aufstieg auf dem Nordgrat kann man bei entsprechender Erfahrung auch seilfrei machen. Für den Abstieg (Abseilstellen) auf dem Südgrat ist aber ein Seil sinnvoll.

Blockgrat - sowohl auf dem leichteren Nordgrat als auch auf dem Südgrat sind tlw. instabile Felsblöcke vorhanden. Beim Klettern also immer etwas darauf achten, was man wie angreift.

Wer vom Taschachhaus aufbricht muss für die gesamte Tour 6-7 Stunden rechnen. Wer vom Tal mit dem Mountainbike kommt, ist ca. 11-12 Stunden unterwegs (Parkplatz - Pitztaler Urkund - Parkplatz).

Autor: 

Axel Jentzsch-Rabl

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Auf der Inntalautobahn bis nach Imst, dort abfahren und in das Pitztal. Im Pitztal bis zum Talschluss und auf dem Parkplatz der Gletscherbahn parken.

Öffis: Mit Bahn nach Imst und mit dem Bus weiter nach Plangeross/Mittelberg im Pitztal. Aussteigen bei der Station an der Gletscherbahn.

Talort / Höhe:

Mandarfen  - 1675 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Parkplatz der Pitztaler Gletscherbahn  - 1710 m

Bilder (22)

Übersicht Pitztaler Urkund Nord- und Südgrat.

Übersicht Pitztaler Urkund Nord- und Südgrat.

Beim Abklettern auf dem Südgrat.

Beim Abklettern auf dem Südgrat.

Übersicht Pitztaler Urkund Nord- und Südgrat (vom Zustiegsweg aus gesehen).

Übersicht Pitztaler Urkund Nord- und Südgrat (vom Zustiegsweg aus gesehen).

Beim Zustieg mit dem Mountainbike.

Beim Zustieg mit dem Mountainbike.

Unterhalb des Taschachhauses.

Unterhalb des Taschachhauses.

Vor dem Taschachhaus.

Vor dem Taschachhaus.

Beim Zustieg oberhalb der Gletschermoräne.

Beim Zustieg oberhalb der Gletschermoräne.

Auf dem anfangs flachen Nordgrat.

Auf dem anfangs flachen Nordgrat.

Eine der steileren Passagen auf dem Nordgrat.

Eine der steileren Passagen auf dem Nordgrat.

Das Steilstück (2) am oberen Teil des Grates.

Das Steilstück (2) am oberen Teil des Grates.

Oft liegen große Blöcke auf dem Grat.

Oft liegen große Blöcke auf dem Grat.

Auf dem Gipfel, hinten die Wildspitze.

Auf dem Gipfel, hinten die Wildspitze.

Beim Abstieg auf dem Südgrat.

Beim Abstieg auf dem Südgrat.

Der Südgrat ist etwas ausgesetzter als der Nordgrat.

Der Südgrat ist etwas ausgesetzter als der Nordgrat.

Beim Abklettern auf dem Südgrat.

Beim Abklettern auf dem Südgrat.

An der ersten Abseilstelle.

An der ersten Abseilstelle.

Beim Abklettern zur unteren (letzten) Abseilstelle an der Ostseite des Grates.

Beim Abklettern zur unteren (letzten) Abseilstelle an der Ostseite des Grates.

Auf dem Urkundsattel - hinten der Südgrat.

Auf dem Urkundsattel - hinten der Südgrat.

Beim Abstieg auf dem sehr flachen, fast spaltenlosen Sexegertenferner.

Beim Abstieg auf dem sehr flachen, fast spaltenlosen Sexegertenferner.

Am Klettersteig unterhalb des Sexegertenferners.

Am Klettersteig unterhalb des Sexegertenferners.

Beim Abstieg ins Tal - unterhalb des Taschachhauses.

Beim Abstieg ins Tal - unterhalb des Taschachhauses.

Eine mobile "Straßensperre" auf dem Weg zum Parkplatz.

Eine mobile "Straßensperre" auf dem Weg zum Parkplatz.

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