Toni

Klettern
Schwer
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 8+
7+ obl.  /  A0
Absicherung
AbsicherungGut
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 340 m
5:30 Std.  /  9:30 Std.
AusrichtungNord
AusrichtungNord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 1:30 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 2:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Reiteralpe  (1730 m)
Charakter:

Eine absolute Highlight- und Bildungslehrfahrt in Sachen Felsqualität! Man sollte mit intakter Fingerhaut antreten, und kann nach der Tour 2 Ruhetage (für die Finger) einplanen. Die Wand bleibt lange nass, und braucht mindestens 2 Schönwettertage zum Trocknen. Aber das Warten lohnt: 10 anhaltend schwere Seillängen in EXTREM wasserzerfressenen
Fels werden am 3. Pfeiler des Übelecks erklettert. Die Kletterei ist sehr schwer onsight zu klettern, da die Griffe und Tritte im wasserzerfressenen Fels nicht leicht anzuschaun sind. Es gibt zwei extrem weite Züge, die nur für extra große Leute statisch zu lösen sein dürften. Den anderen bleibt nix übrig als zu springen (oder A0). Alles in allem eine sehr beeindruckende Tour, die man so schnell sicher nicht vergisst!

Genaue Routenbeschreibung:

siehe Topo

Erstbegeher / Erstbesteiger:

Josef Brüderl, Fritz Amann und Rudi Wallner (23.06.2001) - Für Toni Knapp (gestorben am 2.8.200) - sie hätte dir gefallen

Seillänge: 

2 x 55 m

Expressschlingen: 

14

Ausrüstung:

14 Expressschlingen, Kletteraurüstung u. Helm

Bemerkung zu den Versicherungen:

An den Ständen stecken je 1Stk "Brüderl - Amann Bold" + 1 Expressanker. In den Seillängen stecken ausschließlich Expressanker. Die Tour ist sehr gut, aber schon fordernd eingebohrt. Im unteren Teil der Abseilpiste (Wandvorbei unterhalb der Toni) konnten wir einen Experssanker am Stand mit der Hand rausziehen... bzw. haben wir einen Abseilstand gar nicht gefunden (trotz 15 minütiger Suche), und konnten nur Dank unseres 60m Halbseiles bis zu einem Band abseilen. Deshalb besser über das Grasband rausqueren und über das Fixseil wieder zum Weg (ist bequemer, schneller, nervenschonender).

Zustieg zur Wand:

Über die Forststraße bergab, über die Brücke drüber und nach ca. 50m kommt ein Weg, der nach rechts hinten abzweigt. Diesen für ca. 100m verfolgen, bis links den Wald rauf ein Steiglein (mit teilweise Markierungen) abzweigt. Diesen steil bergauf für 30 - 40min verfolgen. Irgendwann kommt kreuzt ein Weg von links nach rechts, welchen man nach rechts weiterverfolgt.
Nach ein paar Metern quert man eine markante Rinne. Nach weitern ca. 100m führen Steigspuren den Wald links steil rauf (rote Markierungen). Diese für weitere ca. 20-30min verfolgen, bis der Weg nach links unter das Übeleck mit seinen 3 Pfeilern. Am besten, man steigt links vom mit Felsbändern zurchzogenen Wandvorbau die steile Grasrampe rauf, bis man zum kurzen Fixseil (siehe Topo) kommt. Über den kurzen Felsaufschwung rauf und das Grasband nach rechts bis zum Einstieg queren. Der erste Standplatz befindet sich nach dem kurzen Felsband (5m - ca. UIAA 3-4) - siehe Topo.

Höhe Einstieg: 

2200 m

Abstieg:

om letzten Stand über die Tour bis zum Einstieg abseilen, das Grasband rausqueren, mittels Fixseil über den Felsaufschwung runter und die Grasrampe runter bis zum Weg. Wie bereits bekannt zum Auto zurück. Auf keinen Fall ist das Abseilen über die "Paulas neue Welt" bzw. die Abseilpiste über den Wandvorbau zu empfehlen - so wie in manchen Topos beschrieben (schlechts / flaches Abseilgelände, Steinschlaggefahr, Stände schwer / sehr schwer zu finden). Anders spart man sich Zeit und Nerven!

Bemerkungen:

Die Tour braucht wascheinlich mindestens 2 Tage Schönwetter um zu trocknen. Es lohnt sich hier trockene Verhältnisse abzuwarten.
Der Fels ist EXTREM rauh. Man sollte auf jeden Fall mit intakter Fingerhaut in die Tour einsteigen, und kann sich am nächsten Tag schon einen Regenerationstag einplanen! 7+ (Schlüssellänge warscheinlich eher 8-) ist absolut obligatorisch zu klettern!

Infostand: 

22.08.2010

Autor: 

Peter Manhartsberger

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Von Lofer oder Bad Reichenhall kommend nach Unterjettenberg. Hier weiter über die B305 Richtung Berchtesgaden. Nach einer Brücke (ca. 2 - 2,5km nach Unterjettenberg) zweigt auf der rechten Straßenseite eine Forststraße nach unten / bergab ab. Auf der linken Straßenseite gibts hier eine Parkniesche für 3-4 Autos - dort parken.

Talort:

Unterjettenberg

Bilder (18)

Detailübersicht Toni

Detailübersicht Toni, gründ = Zu- und Abstie rot = Toni, Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

Gesamtübersicht Toni und Paula

Gesamtübersicht Toni und Paula, violett = Toni rot = Paula gelb = Zu- und Abstiege, Foto: Axel Jentzsch Rabl

1. Seillänge

1. Seillänge, Manuel steigt in die erste Länge ein, Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

4. Seillänge

4. Seillänge, Start in die Schlüssellänge, Foto: Manuel Guntschnig

1. Seillänge

1. Seillänge, Wasserzerfressener Fels wohin man greift, Foto: Manuel Guntschnig

4. Seillänge

4. Seillänge, vor dem Dynamo, Foto: Manuel Guntschnig

4. Seillänge

4. Seillänge, Manuel im Dynamo des Schlüsselzuges, Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

4. Seillänge

4. Seillänge, es bleibt hart bis zum Stand!, Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

4. Seillänge

4. Seillänge, extrem anspruchsvolle Kletterei bis zum Stand, Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

5. Seillänge

5. Seillänge, Abflug im Dynamo der zweiten 8er Länge, Foto: Manuel Guntschnig

AU

AU, - so rauh!, Foto: Manuel Guntschnig

8. Seillänge

8. Seillänge, anspruchsvolle Plattenkletterei, Foto: Manuel Guntschnig

8. Seillänge

8. Seillänge, sehr geil!, Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

8. Seillänge

8. Seillänge, man finde die Griffe, Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

9. Seillänge

9. Seillänge, der Schlussüberhang, Foto: Manuel Guntschnig

Geschafft!!

Geschafft!! , Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

Au - so rauh!

Au - so rauh!, die Fingerhaut ist fast durch, Foto: Peter Manhartsberger; www.kunig.at

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