Foronon del Buinz/Sella Buinz via Forca Riomoz
Toureninfo
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Als direkter, westlicher Nachbar zum Ultraklassiker „Cregnedulkar“ findet man diese wunderschöne Route, die mehr als nur eine Skitour ist. Man könnte sie als klassische Skibergsteigertour bezeichnen, da man die Ski über zahlreiche Höhenmeter am Rucksack trägt und dabei die Steigeisen an den Füßen hat. Grundsätzlich kann man den Sella Buinz bzw. das Vuerich-Biwak über 2 Varianten erreichen, wobei wir hier die Variante über die Forca Riomoz vorziehen, da sie etwas direkter ist.
Kernstück bzw. Schlüsselstelle der Route ist der Mittelteil der Gipfelflanke, die meist Felsbänder aufweist und bis 45 Grad steil ist. Danach legt sich der Hang bis zum Sattel wieder zurück. Das richtige Timing für eine sichere Befahrung ist also wichtig, ideal sind Firnverhältnisse im späten Jänner bis Anfang März. Je nach Schneelage gibt es mehrere Varianten für diese Sektion.
Start in Sella Nevea (1180m), kurz entlang der alten, bereits etwas zugewachsenen Skipiste und am Ende davon in Richtung Nordosten durch den Wald bis zu einem Wanderweg. Diesem folgen, bei wenig Schnee empfiehlt es sich den Forstweg zu wählen (dieser zieht weit nach Osten und wieder zurück). Vorbei an der „Casere Cregnedul“- Alm (ca. 1500m) immer Richtung Norden, nach einem kurzen Waldstück öffnet sich das Kar. Auf ca. 1750m sieht man dann die Aufstiegsrinne ein und man folgt dem Gelände wie vorgegeben. Wer keine Lust auf ein Spitzkehrenmassacker hat, kann die Ski auch schon früher Schultern, bei guter Schneelage kommt man allerdings recht gut bis in den oberen Teil der Rinne. Die letzten 50 - 100 Höhenmeter gibt man die Ski auf den Rücken und steigt zu Fuß bin in die Scharte (Forca Riomoz, 2159m) auf.
In der Forca Riomoz legt man die Steigeisten an und quert leicht ansteigend Richtung Südflanke des Hanges. Anschließend sucht man sich je nach Schneelage den besten Weg durch die Felsbänder, oben weiter, wenn sich der Hang wieder zurücklegt, kann man auch wieder auf die Skier wechseln. Entweder geht man bis in den Sattel oder quert nach links zum Vuerich-Biwak, wobei man hier die letzten Meter wieder stapfen muss. Belohnt wird man dann aber mit einer fantastischen Aussicht auf die Wischberg- und Kaningruppe!
Vom Biwak bzw. dem Sattel ziemlich zentral hinab. Im Bereich der Felsstufen je nach Schneelage hindurch, wobei man orografisch rechts (im Sinne der Abfahrt) eine Rinne findet, die sich gut anbietet. Nach der Steilstufe dem Gelände folgend zum „Livinal del Buinz“ (baumfreies Kargelände), bis man auf ca. 1500m auf die Forststraße trifft. Hier über die Forststraße nach Osten zurück zur Grenedulalm, wobei dieser Weg immer etwas auf und ab geht (kann mühsam sein, ca. 15Minuten). Dann wie bekannt zurück zum Auto.
Alternativ kann man bei der Forststraße auch nach Westen zur „Casere Larice“-Alm (1479m) fahren, dann über den Waldweg hinunter, bis man auch den Ziehweg stößt, der von Sella Nevea zur Pecolalm führt. Über diesen hinunter nach Sella Nevea und zurück zum Auto.
1350 Hm
Eventuell Pickel und Steigeisen
26.02.2022
Hannes Haberl
Ausgangspunkt / Anfahrt
Von Villach kommend nach Tarvis, und von dort weiter Richtung Slowenien zum Passo del Predil. Bei der Abzweigung am Passo del Predil /Sella Nevea Richtung Sella Nevea abzweigen. Entlang des Predilsee immer den Straßenverlauf folgen für ca. 15min bis zur Ortschaft Sella Nevea. Noch bevor man in das "Ortszentrum" kommt rechts parken, man sieht schon die alte Skipiste (keine Lifte mehr vorhanden)
Sella Nevea - 1190 m
Sella Nevea ehemaligen Dienststelle der „Guarda di Finanza“ - 1180 m



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