05 Juni 2014

Die Wahl des richtigen Kochers

Welcher Kocher eignet sich wofür? Per Wååg, Product Manager beim schwedischen Kocherspezialisten Primus und echter Outdoor- Begeisterter, erklärt, worauf es ankommt.

Beim   Trekking,   Wandern   und   Bergsteigen   bevorzugen   viele   den Komfort   eines  Hotels   oder   einer   Hütte.   Andere   wollen   die  Natur intensiver  erleben   (oder  einfach   Geld  sparen)  und  bevorzugen   zu zelten.  Dann  gehört  ein  Kocher  ins  Gepäck.   Aufgrund  der  breiten Auswahl verschiedener Konzepte und Modelle stellt sich die Frage: Welcher Kocher eignet sich wofür? Per Wååg, Product Manager beim schwedischen Kocherspezialisten Primus und echter Outdoor- Begeisterter,  erklärt, worauf es ankommt.

„Bei  der  Wahl  des  richtigen  Kochers,  spielen  viele  Kriterien   eine  Rolle: Wetter, Abgelegenheit des Reiseziels, Verfügbarkeit der Brennstoffe, Gruppengröße,   Reisegeschwindigkeit  und  -dauer,  Budget  und  letztendlich auch die eigenen Kochgewohnheiten. Im Detail:

Wetter:   Wind   und  niedrige   Temperaturen   können   die  Funktion   eines Kochers einschränken.  Sind windige Bedingungen  zu erwarten, empfehle ich ein  Kochersystem  mit  eingebautem  Windschutz. Dieser Schutz erhöht den Wirkungsgrad eines Kochers deutlich. Gute Fachhändler bieten einen Windschutz auch separat an. Kälte beeinflusst die Verwendbarkeit  von Gaskartuschen.  Abhängig vom enthaltenen  Gasgemisch kann   die  Leistungsfähigkeit  bereits   über   dem   Gefrierpunkt   nachlassen. Kocht man bei tieferen Temperaturen, eignet sich ein Kocher für Flüssigbrennstoffe wie Reinbenzin oder Petroleum wesentlich besser.

Abgelegenheit  des Reiseziels: Am Ende der Welt möchte ich keine Probleme bekommen, weil mein Kocher nicht mehr funktioniert. Unter bestimmten  Bedingungen  – zum Beispiel  in den Polarregionen  – kann dies sogar zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Die Modelle unserer Expeditionsserie  sind  kompromisslos  in  Richtung  Zuverlässigkeit konstruiert.   Und   im   unwahrscheinlichen   Fall,   dass   doch   ein   Problem auftreten sollte, kann man sie bis in jedes Einzelteil zerlegen und selbst reparieren. Tipp: gleich das passende Maintenance-Kit mitnehmen.

Verfügbarkeit   verschiedener   Brennstoffe:   Gaskartuschen   sind  klar meine  erste  Wahl.  Im  Vergleich  zu  anderen  Brennstoffen   bietet  Gas  den höchsten  Brennwert,  verbrennt  extrem  sauber und ist leicht zu handhaben. Doch es gibt Einschränkungen: Bei niedrigen  Temperaturen  lässt die Power stark  nach  und  es kann  vereinzelt  Probleme  mit  der  Verfügbarkeit  geben. Zudem  muss man auch leere Gaskartuschen  mitschleppen…  Und falls man mit  einem  einzigen  Kocher  um  die  ganze  Welt  reisen  möchte,  sollte  man einen OmniFuel  oder OmniLight  Ti Kocher  einpacken.  Sie können  mit fast allem,  was  brennbar  ist,  betrieben  werden.  So  oder  so  sollte  man  sicher gehen, dass der benötigte Brennstoff im Reiseland verfügbar ist.

Reisedauer:   Je  weiter   man   von   der  Zivilisation   weg   ist,  desto   mehr Brennstoff  muss  man  mitnehmen.  Für längere  Touren  empfehle  ich daher einen  unserer  Eta-Kocher.  Eta  steht  in  der  Physik  für  den  Wirkungsgrad. Diese   Kocher   liefern   mehr   heißes   Wasser   und   warme   Mahlzeiten   mit derselben  Menge  Brennstoff  als konventionelle  Kocher. 

Reisegeschwindigkeit: Bei Adventure Races bleibt keine Zeit für Drei- Gänge-Menüs. Man möchte so wenig wie irgend möglich tragen und seine Mahlzeit  schnell  zu  sich  nehmen  können.  Ein  Ultraleicht-Kocher  und  ein Topf aus Titan sind hier die richtige Wahl.

Gruppengröße:   Je   mehr   Mägen   gefüllt   werden   wollen,   desto   mehr Leistung  wird benötigt.  Die meisten  Kocher  bieten  genug  Leistung,  um für bis zu vier  Leute  zu kochen.  Auf einem  OmniFuel  kann  man  mit einen  3- Liter  Topf  für  bis  zu  sechs  Esser  gefriergetrocknetes  „Tütenfutter“ zubereiten. Seriöse Kocherhersteller geben auf ihrer Website konkrete Empfehlungen.  Tipp: Nicht mehr mitnehmen als wirklich sein muss.

Budget:  Einer  unserer  günstigsten  Kocher  ist  der  Mimer,  ein  einfacher, aber zuverlässiger  Aufschraub-Gaskocher. Er liefert genug Leistung,  um für drei  Personen  zu  kochen.  Der  Mimer  ist  zwar  weder  besonders  sparsam noch ein Hightech-Produkt – aber er erledigt seine Aufgabe.

Kochgewohnheiten: Manchen  Outdoorern  geht es nur um die Aufnahme benötigter  Kalorien,  anderen  auch  um  das  Kochen  an  sich  und  um  den Genuss. Sie nehmen frische Zutaten mit und zaubern unter freiem Himmel leckere Menüs. Richtige Outdoor-Köche wählen daher Kocher mit feiner Temperaturregulierung   und   packen   mehrere   Töpfe   und   Schüsseln   ein. Wenn  ich auf Paddeltour  gehe,  spielen  Gewicht  und  Packmaß  keine  große Rolle. 

Egal, welchen  Kocher ich verwende,  ich genieße es, draußen  zu kochen und zu essen. Es bereichert das Naturerlebnis.“

Mehr Informationen  unter www.primus.eu

Das super Leichtgewicht, 72 g
Auf zwei Flammen kann man „richtig“ kochen. Der Traum jedes Outdoor-Chefkochs.
Der vielleicht am weitest entwickelte Kocher. Voll expeditionstauglich und für Eta- Töpfe optimiert.
Ein brennstoffsparendes Kochersystem mit integriertem Windschutz für bis zu 1–2 Personen.
Per Wååg, Product Manager beim schwedischen Kocherspezialisten Primus
Schagwörter:
Ähnliche Neuigkeiten:


Kommentare

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.
Nach oben