Via Mandani - Gleirscher u. Zwieselbacher Rosskogel

Klettern
Leicht
(3)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 2
Absicherung
AbsicherungGut
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 720 m  /  900 Hm
1:30 Std.  /  5:00 Std.
AusrichtungSüd
AusrichtungSüd
Zustiegszeit
Zustiegszeit 2:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 1:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Zwieselbacher Rosskogel  (3081 m)
Charakter:

Leichtes, alpines Gratklettern und als Gipfel noch einen richtigen 3000er - kaum zu glauben, dass es so etwas im Sellrain überhaupt gibt. Man klettert auf dem Verbindungsgrat zwischen Gleirscher- und Zwieselbacher-Rosskogel immer den roten Punkten nach, dort wo es schwer wird stecken Trittstifte, an der 30 m hohen "Headwall" sogar ein Bohrhaken. Vom Grat hat man immer schöne Ausblicke ins Gleirscher- bzw. Zwieselbachertal, ganz hinten sieht man Gletscherreste unterhalb der oft verschneiten schroffen Berggipfel. Als Ausgangspunkt hat man dann noch eine richtig gemütliche Schutzhütte, wie man sie von früher kennt - dort kann man den Tag in der Hängematte baumelnd schön ausklingen lasse - was will man noch mehr. Der Via Mandani Grat ist genau richtig, um mit etwas "Action" auf einen 3000er zu kraxeln, eine gelungene Mischung aus Wandertour - mit kurzen, richtigen Kletterstellen, welche aber bis auf die kurze Passage an der Schlusswand nie richtig ausgesetzt sind.

Genaue Routenbeschreibung:

Siehe Topo. Vom Gipfel abwärts (immer den roten Punkten folgen!) zu ein paar Gratzacken (1-) und weiter zur nächsten Gratstufe (gehen und 1). Man kommt zu einer steilen Kante (2-), die man abklettern muss. Den roten Punkten folgen, (1- und gehen), bis man links vom Grat zu einer glatten Platte kommt (Trittstift). Danach gestuft weiter (Stellen 1-) auf eine Erhöhung. Von dieser westseitig sehr steil hinunter (Trittstifte), dann wieder aufwärts. Das Gelände wird steiler (kurz 2) und man erreicht die "Headwall". Zuerst an Klammern, dann an etwas weiter auseinander liegenden Stiften (2) hinauf zum Bohrhaken. Dort leicht rechts, plattig (2-) bis zum Gratkopf. Von diesem steiler hinunter (1-), dann aber rechts vom Grat zur brüchigen Rinne unterhalb des Gipfelkreuzes und in dieser steil (1-; Drahtseil) hinauf zum höchsten Punkt (3081 m).

Erstbegeher / Erstbesteiger:

Eingerichtet von Daniel Grammel, Manfred Tischhauser, Brigitte Tischhauser und Timo Klar im Sommer 2010

Seillänge: 

1 x 50 m

Klemmkeile: 

Keine

Friends: 

Keine

Ausrüstung:

Der Grat wird meist ohne Ausrüstung gemacht. Für Anfänger und Kinder ist aber ein Seil und Kletterausrüstung zu empfehlen.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Der Grat ist an den schwierigen Passagen mit Klammern und Trittstiften (ähnlich einem Klettersteig - es ist aber kein Klettersteig!) ausgestattet. Am Ende der steilen Schlußwand steckt ein Bohrhaken (an diesem kann bei Bedarf gesichert werden...).

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Kurze Stellen 2, oft leichter und viel Gehgelände.

Zustieg zur Wand:

Von der Pforzheimerhütte (diese erreicht man von St. Sigmund in 2,5 Stunden/800 Hm) auf dem markierten Wanderweg hinauf zum Gleirschjöchl (oben ist der Weg etwas steiler). Vom Joch (2751 m) nach rechts und entlang der roten Punktmarkierung bis zum Gipfel des Gleirscher-Roßkogel (2994) aufsteigen (dort steht ein kleines Kreuz). Auf dem Gipfel des Gleirscher-Roßkogel beginnt der "Via Mandani" Grat in Richtung Zwieselbacher-Roßkogel.

Höhe Einstieg: 

2994 m

Abstieg:

Vom Gipfel des Zwieselbacher-Roßkogels steiler hinunter, dann wieder kurz auf einen Kamm bis zu einem Wegweiser aufsteigen. Dann nach rechts, oberhalb der "Blauen Lacke" vorbei, bis zum Punkt 2980 m. Von dort steigt man dann südlich steil hinunter in das Walfeskar, unten trifft man auf den Zustiegsweg und folgt diesem nach links zurück zur Pforzheimerhütte.

Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte Nr. 31/2 Stubaier Alpen, Sellrain

Bemerkungen:

Einfache Grattour, für die man aber etwas Klettererfahrung braucht. Wer schon an den ersten leichten Zacken zu zweifeln anfängt, sollte lieber umkehren (die schweren Stellen kommen am Ende) bzw. sollte die Gruppe ein Sicherungsseil mitführen.

Der Schnee kann zum Problem werden, da man zwei mal auf die Ostseite muss, dort liegt länger der Schnee (sehr steile Schneefelder!). Das Schneefeld direkt vor dem Zwieselbacher Gipfel ist das heikelste - man sieht diese Passage aber vom Zustieg aus bzw. kann man sich auf der Hütte über die Schneelage erkundigen.

Tagestour: Wer die Sache als solide Tagestour machen will, fährt am besten mit dem Mountainbike bis zur Materialseilbahn (in ca. 1,5 Stunden machbar). Von dort sind es noch ca. 20 Minuten bis zur Pforzheimerhütte. Man kommt auf 1550 Hm an diesem ausgefüllten Tourentag.

Autor: 

Axel Jentzsch-Rabl

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Talort / Höhe:

St. Sigmund im Sellrain  - 1513 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Neue Pforzheimer Hütte  - 2310 m

Bilder (26)

Der ungefähre Verlauf der Via Mandani.

Der ungefähre Verlauf der Via Mandani.

Der erste Teil der Via Mandani ist leicht.

Der erste Teil der Via Mandani ist leicht.

Beim Zustieg zur Pforzheimerhütte.

Beim Zustieg zur Pforzheimerhütte.

Oben kommen die Berge zum Vorschein.

Oben kommen die Berge zum Vorschein.

Bei der Materialseilbahn, oben sieht man schon die Hütte (bei der Talstation Bike-Depot).

Bei der Materialseilbahn, oben sieht man schon die Hütte (bei der Talstation Bike-Depot).

Vor der Pforzheimerhütte.

Vor der Pforzheimerhütte.

Auf dem Gleirscherjöchl, 2751 m. Dort zweigt man rechts zum Gleirscher-Roßkogel ab.

Auf dem Gleirscherjöchl, 2751 m. Dort zweigt man rechts zum Gleirscher-Roßkogel ab.

Beim Aufstieg zum Gleirscher-Roßkogel.

Beim Aufstieg zum Gleirscher-Roßkogel.

Auf dem Gipfel des Gleirscher-Roßkogel, 2994 m, dort beginnt die Via Mandani.

Auf dem Gipfel des Gleirscher-Roßkogel, 2994 m, dort beginnt die Via Mandani.

Die ersten Meter der Via Mandani, hinten sieht man schon das Ziel.

Die ersten Meter der Via Mandani, hinten sieht man schon das Ziel.

Der erste Teil der Via Mandani ist leicht.

Der erste Teil der Via Mandani ist leicht.

Eine der kurzen Abkletter-Passagen.

Eine der kurzen Abkletter-Passagen.

Auf dem schönen Grat, hinten die Lampsenspitze.

Auf dem schönen Grat, hinten die Lampsenspitze.

Gegen Ende hin werden die Kletterpassagen etwas luftiger.

Gegen Ende hin werden die Kletterpassagen etwas luftiger.

Und es stecken vereinzelt Trittklammern.

Und es stecken vereinzelt Trittklammern.

Man hat immer eine fantastische Aussicht!

Man hat immer eine fantastische Aussicht!

Beim steilen Aufstieg zur Headwall.

Beim steilen Aufstieg zur Headwall.

Die steilste Passage der Tour, eine ca. 30 m hohe Wand mit Klammern (die tlw. weit auseinander stecken).

Die steilste Passage der Tour, eine ca. 30 m hohe Wand mit Klammern (die tlw. weit auseinander stecken).

Die steile Schlüsselstelle.

Die steile Schlüsselstelle.

Blick zum Gipfel - die Via Mandani führt durch das steile Schneefeld, wir sind anfangs auf dem Grat hinauf, dann erst nach rechts.

Blick zum Gipfel - die Via Mandani führt durch das steile Schneefeld, wir sind anfangs auf dem Grat hinauf, dann erst nach rechts.

Geschafft - auf dem Gipfel des Zwieselbacher-Roßkogel, 3081 m.

Geschafft - auf dem Gipfel des Zwieselbacher-Roßkogel, 3081 m.

Der Gletschersee beim Abstieg.

Der Gletschersee beim Abstieg.

Unten im schönen Walfeskar.

Unten im schönen Walfeskar.

Blick zurück, hinten der Gipfel mit dem Grat.

Blick zurück, hinten der Gipfel mit dem Grat.

Vor der Pforzheimerhütte.

Vor der Pforzheimerhütte.

Gemütliche Rast auf der Hüttenterrasse.

Gemütliche Rast auf der Hüttenterrasse.

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