Heini Holzer Klettersteig

Klettersteig
Mittel
(4)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit B/C
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 510 Hm  /  700 Hm
2:00 Std.  /  4:00 Std.
Absicherung
AbsicherungSehr gut
AusrichtungSüdwest
AusrichtungSüdwest
Zustiegszeit
Zustiegszeit 0:45 Min.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 1:15 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Berg:
Kleiner Ifinger  (2552 m)
Charakter:

Die Begehung des Klettersteiges ist eine abwechslungsreiche Angelegenheit; steile, aber durch Tritthilfen entschärfte Wandstufen wechseln sich mit einem messerscharfen Grat, einem Wäldchen und einer steil aufstrebenden Kante mit Westalpencharakter ab. Auf ungefähr halbem Weg gibt es den Heini-Holzer -Rastplatz mit einer gemütlichen Bank, von der man einen Blick in die schauerliche SW–Flanke werfen kann, über die Holzer mit den Skiern abfuhr. Der Klettersteig ist auf der gesamten Länge mit Stahlseil gesichert, es gibt keine Passagen, die in freier Kletterei oder im ungesicherten Gelände bewältigt werden müssen. Entlang des Aufstieges begegnet der Kletterer immer wieder einmal einem Hinweis auf einen besonders großartigen Abschnitt des Klettersteiges; da gibt es das Einstiegswandl, den Geistergrat, das Waldele, den Heini-Holzer-Rastplatz, ein Wandbuch, die Engelskante (benannt nach einer Erstbegehung Heini Holzers) und die Ausstiegsmeile.

Genaue Routenbeschreibung:

Von der Anseilplattform "Ochsenboden" geht es sofort über das sogenannte Einstiegswandl (B) steil und schwierig nach oben. Der Abschnitt ist nicht allzu lange und leitet am Ende über ein Wiese voller Bergblumen zum einfachen Höhlenquergang (A). Am Ende des Querganges trifft man auf den Steilaufschwung (B/C)). Mit Hilfe von Steigbügeln klettern man zum darüberliegenden Wegabschnitt "Gsteier-Blick". Über einfaches Wiesengelände erreicht man den Bergführerweg (B/C). Auch dieser, sehr steile Abschnitt ist durch Steighilfen entschärft. Am Ende des Aufschwunges geht man am Personenzählgerät vorbei nach links und aufwärts zum Wegabschnitt "Dolomitenpanorama" (B). Danch verschwindet der Steig zwischen kleinen Bäumen und leitet abwechslungsreich (A) hinauf zum Geistergrat (B). Der scharfe Grat wird überklettert und nach Überwindung einer kurzen Steilwand (B) gelangt man ins "Waldele". Bald schon hat man den Heini-Holzer-Rastplatz mit der wunderschönen, handgefertigten Bank aus Kastanienholz erreicht. Einfach steigt man über Gras und Felsen (A) zum nächsten, kurzen Steilaufschwung (B). Wiederum folgt einfaches Gelände (A) und vorbei an der AVS Schenna-Kanzel gelangt man hinauf zum Beginn der Engelskante (B). Immer entlang der imposanten Felskante klettert man weiter nach ob, vorbei am Wandbuch und erreicht bald schon die Ausstiegsmeile. Nun kann man den Ausstieg schon sehen. Ein kurzer Abschnitt (B) über Felsgelände und man steht am Graskamm, der hinüber zum Abstiegsweg führt.

Gipfelbesteigungen:

Ausstieg - Kleiner Ifinger (30 Hm, ca. 5 Minuten)

Ausstieg - Großer Ifinger (Klettersteig B/C; 70 Hm, ca. 15 Minuten)

Kinderfreundlich: 

Ja

Erhalter:

Tourismusverein Schenna

Ausrüstung:

Komplette Klettersteigausrüstung (Klettergrut, Helm und Klettersteigset), leichte Berg- oder gute Trekkingschuhe, adequate Bergbekleidung und Regenschutz, genügend Getränke und etwas Proviant

Bemerkung zu den Versicherungen:

Der Klettersteig wurde im Mai, Juni und Juli 2016 neu erbaut. Sämtliches Material ist geprüft und der Klettersteig wurde nach einer technischen Inspektion den Bergsteigern übergeben.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Der ca. 500 Höhenmeter lange Aufstieg, der mit 1000 Metern Stahlseil sehr gut gesichert ist, weist mittlere Schwierigkeitsgrade (A – B – B/C) auf und ist deshalb auch für den weniger starken Alpinisten oder für Familien mit geh- und kletterfreudigen Kindern (ab 10 Jahre) geeignet. Für die Begehung des Klettersteiges sind ein früher Aufbruch, alpine Erfahrung sowie eine gute Gesamtkondition Grundvoraussetzung. Die Ausrichtung des Aufstieges nach Südwesten hin erlaubt eine sehr frühe Begehung des Klettersteiges (der Schnee taut schnell ab). Die Bergsaison reicht bis weit in den Spätherbst hinein. Für den versierten Bergsteiger wird der Heini-Holzer-Steig auch während vieler Wintermonate begehbar sein.

Zustieg zur Wand:

Meran – Naiftal. Auffahrt mit der Großkabinenbahn Meran 2000. Der Weg verläuft vom Piffinger Köpfl (der Bergstation der Seilbahn Meran 2000, erreichbar auch vom Parkplatz in Falzeben, Hafling mit einer Umlaufbahn) ein kurzes Stück über einen breiten Fahrweg bis zu einer Weggabelung, wo eine Beschilderung auf den Klettersteig verweist. Dort zweigt man links auf den Weg Nr. 18 (Schartlweg – teilweise gesichert) ab. Dieser führt zuerst leicht abwärts, vorbei an zwei Abzweigungen zum beschilderten Zustieg kurz unterhalb des gut ersichtlichen Anseilplatzes.

130 Hm Aufstieg & 75 Hm Abstieg ¾-1 Std.

Schenna – Talstation Taser Seilbahn. Auffahrt mit der Bahn. Über die Ifinger Hütte zur Ifinger Scharte und von dort dem Schartlweg Nr. 18 (auf Abschnitten gesichert) zum beschilderten Einstieg folgen.

700 Hm Aufstieg & 200 Hm Abstieg 2½-3 Std.

Gsteier (Mittelstation Großkabinenbahn Meran 2000 – kurzer Aufstieg nach Gsteier). Dem Weg Nr. 3 zum Ochsenboden folgen. Weiter zum Schartlweg (Nr. 18 – teilweise gesichert). Über diesen nach links zum beschilderten Einstieg.

850 Hm Aufstieg 3-3½ Std.

Höhe Einstieg: 

1970 m

Abstieg:

Am Ausstieg folgt man der Beschilderung und den Steinmarkierungen zur Abzweigung „Kleiner Ifinger (2552 m) und Großer Ifinger (2581 m)“. Dort beginnt der Abstieg hinunter zur gut sichtbaren Kuhleitenhütte. Wer spät dran ist oder nicht in der Hütte einkehren möchte, der biegt kurz vor Kuhleiten nach rechts ab und gelangt auf einem Steig, der durch die Grasflanke hinunter zum breiten Weg (Naturstraße) führt, zurück zum Ausgangspunkt.

Kartenmaterial:

Topographische Wanderkarte TABACCO - Meran und Umgebung - 1:25.000

Bemerkungen:

Bei Nässe ist der Klettersteig nicht zu empfehlen.

Infostand: 

22.10.2016

Autor: 

Christjan Ladurner - www.christjanladurner.com

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Von Bozen auf der Schnellstraße, vom Vinschgau oder über dem Jaufenpass nach Meran. Dort in Richtung Schenna fahren, man folgt der Beschilderung "Meran 2000" und erreicht im Ortsteil Obermais die Talstation der Naif-Seilbahn. Alternativ kann man weiter nach Hafling und vor dort links Richtung Hafling-Oberndorf/Falzeben hinauffahren (großer Parkplatz bei der Talstation der Gondelbahn - Parkgebühr). Von den Talstationen bis zur Bergstation Piffing auffahren.

Mit Öffis: Mit der Bahn nach Meran. Weiter mit dem Bus (Linie 225) der SAD bis Bergbahnen Meran 2000 oder Falzeben.

Talort / Höhe:

Meran  - 324 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Bergstation Piffing  - 1899 m

Bilder (14)

Der Routenverlauf des Heini-Holzer-Klettersteiges, Foto: Christian Ladurner

Der Routenverlauf des Heini-Holzer-Klettersteiges, Foto: Christian Ladurner

Ausstiegsmeile

Ausstiegsmeile

AVS Schenna-Kanzel

AVS Schenna-Kanzel

Bergführerweg

Bergführerweg

Dolomitenpanorama

Dolomitenpanorama

Geistergrat

Geistergrat

Goasberg

Goasberg

Steilaufschwung

Steilaufschwung

Höhlenquergang

Höhlenquergang

Auf dem Geistergrat

Auf dem Geistergrat , Foto: Bergfex_Tirol

Auf dem Geistergrat

Auf dem Geistergrat , Foto: Bergfex_Tirol

Wiesengrat zum Kleinen Ilfinger

Wiesengrat zum Kleinen Ilfinger , Foto: Bergfex_Tirol

Gipel des Großen Ilfinger

Gipel des Großen Ilfinger , Foto: Bergfex_Tirol

Heini Holzer Gedächtnis-Skulptur

Heini Holzer Gedächtnis-Skulptur, Am Einstieg zum kurzen Klettersteig auf den Großen Ilfinger, Foto: Bergfex_Tirol

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