Koban - Prunner - Weg

Klettersteig
Leicht
(2)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit B , 1+/2-
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 580 Hm  /  1800 Hm
2:15 Std.  /  9:30 Std.
Absicherung
AbsicherungSchlecht
AusrichtungNord
AusrichtungNord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 3:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 4:15 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Hohe Warte  (2780 m)
Charakter:

Klassischer Anstieg auf die Hohe Warte, der aber etwas alpine Erfahrung und Orientierungssinn verlangt. Der Koban-Prunner-Weg führt durch die eindrucksvolle N-Wand der Hohen Warte und ist wegen seiner Länge nicht zu unterschätzen. Gesamt ein großartiges Bergerlebnis in wunderschöner Umgebung, ein Quartier auf der malerisch gelegenen Wolayersee Hütte ist sehr zu empfehlen.

Steiglänge: 880 Klettermeter

Genaue Routenbeschreibung:

Der Steig ist durchgehend markiert (meist orang/rot, aber auch gelbe und rot/weiße Markierungen vorhanden!). Im unteren Teil verläuft er über Plattenfluchten, die teils versichert sind, zum teil aber auch durch Klettergelände im unteren 2ten Grad (ab und zu stecken auch Standbohrhaken...). Nach dem Band (Gehgelände) komplett neu eingerichtet und sehr gut versichert! (Markierung hier auch in blau...). Auf dem Gipfelgrat zum höchsten Punkt, auf dem ein kleiner Glockenturm steht.

Ausrüstung:

Kompl. Klettersteigausrüstung und evtl. Leichtsteigeisen und Pickel.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Die Sicherungen sind schlecht - es muss viel ohne Stahlseil geklettert werden.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Mittelschwerer Klettersteig, der mit B und 1- 2 bewertet ist. Für Kinder nicht zu empfehlen. Es ist ALPINE ERFAHRUNG notwendig!

Zustieg zur Wand:

Man folgt dem beschilderten Weg über die Obere Valentinalm zum Valentintörl (Zeit: 2 - 2,5 Std.). Das Valentintörl ist auch von der idyllisch gelegenen Wolayerseehütte in 30 min zu erreichen.

Nun rechts um den kleinen Felszapfen herum (es ist auch möglich diese zu überklettern; Wegspuren 1-2ter Grad, siehe Übersicht). Nun gelangt man ins südliche Valentintörl, von dort aus ist der Weg orang/rot (Koban-Prunner-Weg) bzw. (blau/weiß = Weg der 26er) markiert. Der Einstieg ist im linken Wandbereich über Steigspuren erreichbar, es befinden sich auch Markierungen an den Felsen.

Tipp: Mit dem Moutainbike kann man von der Hubertuskapelle in knapp 2 Std. (E-Bike 1 Std.) zur Wolayerseehütte fahren und von dort in 40 Min. über das Valentintörl zum Einstieg gehen!  

Abstieg:

Es gibt drei Möglichkeiten:

vorbei am Rifugio Marinelli (Weg 143/146/403): Vom Gipfel südlich am Weg 143 auf Bändern absteigen (brüchiger Fels; rot markiert) und dem Weg bis zum Rifugio Marinelli (2111 m) folgen. Auf dem Weg 146 weiter zum Plöckenpass und auf dem Weg 403 zum Ausgangspunkt.

vorbei am Rifugio Lambertenghi: (Weg 143/145/403): Vom Gipfel südlich am Weg 143 auf Bändern absteigen (brüchiger Fels; rot markiert) bis ca. 2300 m absteigen. Über den Weg 145 (rechts) erreicht man eine zweite Gabelung. Dort rechts, teilweise versichert und über heikle Schotterpassagen zum Rifugio Lambertenghi und von diesem zum Wolayer See. Vom Wolayer See zum Valentintörl aufsteigen und über den Aufstiegsweg zum Ausgangspunkt absteigen.

auf dem Koban-Prunner-Weg (Weg 427-2): Nur für sehr versierte Kletterer geeignet, da sehr heikel (viel ungesicherte, leichte Kletterei, brüchiger, mit Schutt bedeckter Fels).

Kartenmaterial:

AV-Karte Nr. 57/1 Karnischer Hauptkamm West, 1:25.000

BEV ÖK-UTM 3109 Oberdrauburg, 1:50.000

BEV ÖK-BMN 197 Kötschach, 1:50.000

Kompass WK 47 Lienzer Dolomiten - Lesachtal, 1:50.000

F&B WK 223 Karnische Alpen - Gailtal - Gitschtal - Nassfeld, 1:50.000

Bemerkungen:

Der Steig ist nur den alpin erfahrenen Klettersteiggehern zu empfehlen. Heikel sind auch bei diesem Anstieg die Schneereste in der Route bzw. am Einstieg!

Infostand: 

14.06.2022

Autor: 

Axel Jentzch-Rabl

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Mit dem KFZ über Oberdrauburg oder Hermagor nach Kötschach-Mauthen und weiter in Richtung Plöckenpass. In der langgezogenen beim Heldenfriedhof (von Kötschach-Mauthen aus kommend) zweigt eine Schotterstraße zur Valentinalm ab.

Mit Öffis: Mit der Bahn nach Oberdrauburg oder Hermagor und weiter mit dem Bus über Kötschach-Mauthen zur Abzweigung Valentinalm (nur Mai bis September).

Talort / Höhe:

Kötschach-Mauthen  - 707 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Untere Valentinalm  - 1205 m

Bilder (20)

Übersicht Weg der 26er (Rot) und der Koban-Prunner-Weg (Viola).

Übersicht Weg der 26er (Rot) und der Koban-Prunner-Weg (Viola)., Der Koban-Prunner-Weg ist oragen - der deutlich schwerere Weg der 26er (D) ist blau eingezeichnet., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Blick hinunter.

Blick hinunter., Blick vom Gipfelgrat hinunter zum Valentinstörl., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Die Hohe Warte

Die Hohe Warte , Foto: ht

Wolayersee mit Hütte

Wolayersee mit Hütte , Foto: ht

Die schönen Platten unterhalb der Schotterterrasse

Die schönen Platten unterhalb der Schotterterrasse, Die Versicherungen sind hier spärlich aber es stecken jede Menge Bohrhaken, sodaß man bei Bedarf schwächere Partner mit einem kurzen Seil nachsichern kann, Foto: ht

Blick zum Glockner

Blick zum Glockner , Foto: ht

Auf der Terrasse

Auf der Terrasse, Die Schotterterrasse wird von links nach rechts aufsteigend begangen. Bei Hartschnee sind hier Steigeisen sicher angebracht., Foto: ht

Gelände zwischen Terrasse & Gipfelgrat

Gelände zwischen Terrasse & Gipfelgrat, Ab der Terrasse sind die Versicherungen mehr oder weniger durchgehend, Foto: ht

Am beginn des Gipfelgrates

Am beginn des Gipfelgrates , Foto: ht

Am Grat

Am Grat , Foto: ht

Am Grat

Am Grat , Foto: ht

Der Gipfel

Der Gipfel , Foto: ht

Auf dem Gipfel

Auf dem Gipfel , Foto: ht

Das Valentintörl (2138 m)

Das Valentintörl (2138 m)

Der Pfad zum Einstieg.

Der Pfad zum Einstieg.

Eine der steilen, versicherten Passagen.

Eine der steilen, versicherten Passagen.

Oft ist das Gelände etwas brüchig.

Oft ist das Gelände etwas brüchig.

Der Abschlussgrat, oben der Gipfel.

Der Abschlussgrat, oben der Gipfel.

Blick vom Gipfel in Richtung Valentinalm.

Blick vom Gipfel in Richtung Valentinalm.

Die Glocke, hinten der Gipfel.

Die Glocke, hinten der Gipfel.

Kommentare

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.