Priel - Klettersteig

Klettersteig
Schwer
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit D
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 900 Hm  /  2100 Hm
4:30 Std.  /  11:30 Std.
Absicherung
AbsicherungSehr gut
AusrichtungNordNordostOstSüdost
AusrichtungNord, Nordost, Ost, Südost
Zustiegszeit
Zustiegszeit 3:15 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 3:45 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
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Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Berg:
Großer Priel  (2515 m)
Charakter:

Wenn man 900 Hm am durchgehenden, 2130 m langen (!!!) Stahlseil hängt, sich dabei immer im oberen und mittleren Schwierigkeitsbereich bewegt, dann ist das Durchhaltevermögen fast bis zum Ende ausgereizt. Mit der Errichtung der langen und schwierigen Verbindung zwischen dem SO-Sporn-Klettersteig und Bert-Rinesch-Klettersteig wurde ein tolles „Gesamtwerk“ geschaffen, welches zu den Mega-Klettersteigen in Österreich gehört. Die lange Ferrata ist ein Mix aus Actionsteig (unten gibt es Seilbrücken, ausgesetzte Traversen und Höhlen) und langem alpinen Klettersteig mit Gipfelgrat. Das Stahlseil endet direkt beim mächtigen roten Gipfelkreuz des Gr. Priel, der höchsten Erhebung des Toten Gebirges - perfekter könnte man eine Klettersteigtour nicht abschließen!

Genaue Routenbeschreibung:

Siehe Topo!

Die größten Schwierigkeiten gibt es im unteren Abschnitt. Am Affenschädel (kann man links umgehen) ist eine überhängende und trittarme D-Passage. An der Querung kommt ein Überhang (D). Die letzte D-Passage ist in der zweiten Höhle, man muss einen Spreizschritt machen und steil an der Südwestwand weiterklettern. Im oberen Wandteil klettert man sehr ausgesetzt und steil (kurz C/D, meist um C und B/C) an den beiden Steilstufen mit den vielen Leitern, naturgemäß packt man dort - den Abgrund unter sich wissend - etwas fester zu. Erst oben auf dem langen Südgrat wird das Gelände leichter.

Erhalter:

Alpenverein TK Linz

Ausrüstung:

Komplette Klettersteigausrüstung, Helm; für Anfänger ein Sicherungsseil.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Sehr gut mit Stahlseil und Klammern gesichert.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Einige D-Stellen, oft C und B/C, nur auf dem Gipfelgrat leichter.

Zustieg zur Wand:

Vom Parkplatz steigt man auf dem markiertem Weg zum Talschluss (dort Materialseilbahn; Gepäcktransport möglich) und weiter durch den steilen Wald Prielschutzhaus auf. Vom Prielschutzhaus auf dem Weg bis zum Hubschrauberlandeplatz. Dort auf dem Pfad in Richtung Bloßkogel. Kurz vor dem Gipfel zweigt man links in Richtung Goldkar ab und folgt der Markierung zum Einstieg am schon sichtbaren Gratausläufer.

Abstieg:

Auf dem markierten Normalweg entlang des Westgrates zur Brotfallscharte. Dort ins Kühkar und zum Prielschutzhaus (1100 Hm). Achtung, unterhalb der Brotfallscharte (Unterstandshöhle) teilweise versicherte Steilstücke (A/B) und steile Schneereste bis in den Frühsommer!

Stützpunkt:
Kartenmaterial:

AV-Karte 15/2 Totes Gebirge Mitte

Bemerkungen:

Extrem langer und ausgesetzter Klettersteig, der viel Ausdauer und alpine Erfahrung erfordert. Man kann den Steig auch in zwei Etappen klettern - einmal bis zum Südostsporn und am zweiten Tag von dort weiter zum Gipfel (dazwischen absteigen und im Prielschutzhaus nächtigen). Nach Regenfällen lange nass; bis zum Frühsommer gefährliche Schneereste. Rückzug ist in der oberen Wandhälfte problematisch; genau auf die Wetterverhältnisse achten!

Infostand: 

20.11.2018

Autor: 

Axel Jentzsch-Rabl

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Von Voralpenkreuz (A1 Westautobahn) in Richtung Windischgarsten bis zur Abzweigung nach Hinterstoder (bei der Steyerbrücke vor St. Pankraz). Dann weiter nach Hinterstoder. Nach dem Ort zweigt man rechts zum gebührenpflichtigen Parkplatz Polsterlucke ab.

Mit Öffis: Mit der Bahn nach Hinterstoder oder Roßleiten und mit dem Bus über Hinterstoder Ort nach Hinterstoder Polsterstüberl. Da der Bus nicht vom Fahrverbot betroffen ist, spart man sich bei der Busanreise etwa 1,5 km Straßenhatscher im Vergleich zum Autofahrer.

Talort / Höhe:

Hinterstoder  - 591 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Parkplatz Polsterlucke  - 625 m

Bilder (18)

Übersicht Priel Klettersteig

Übersicht Priel Klettersteig

Beim Zustieg - oben an der Felswand ist der Einstieg.

Beim Zustieg - oben an der Felswand ist der Einstieg.

Kurz nach dem Einstieg in den Klettersteig.

Kurz nach dem Einstieg in den Klettersteig.

Die erste D-Stelle am sogenannten "Affenschädel" - die kann man auch umgehen.

Die erste D-Stelle am sogenannten "Affenschädel" - die kann man auch umgehen.

Der kleine Spreizschritt nach dem Affenschädel.

Der kleine Spreizschritt nach dem Affenschädel.

An der Querung, etwas vor dem 1. Notausstieg.

An der Querung, etwas vor dem 1. Notausstieg.

Eine der schweren Steilstufen (D) in der langen Querung.

Eine der schweren Steilstufen (D) in der langen Querung.

Auf der langen Seilbrücke unterhalb des SO-Sporns.

Auf der langen Seilbrücke unterhalb des SO-Sporns.

Die 2. Höhle unterhalb der Lokomotive.

Die 2. Höhle unterhalb der Lokomotive.

Die letzte Seilbrücke (dort wo früher der Bert-Rinesch-Klettersteig angefangen hat).

Die letzte Seilbrücke (dort wo früher der Bert-Rinesch-Klettersteig angefangen hat). , Foto: Dieter Wissekal

Im oberen, steilen Teil am Ende der Querung.

Im oberen, steilen Teil am Ende der Querung.

Eine der vielen Leitern im steilen Mittelteil.

Eine der vielen Leitern im steilen Mittelteil.

Die Leitern sind ausgesetzt aber nicht sonderlich schwer.

Die Leitern sind ausgesetzt aber nicht sonderlich schwer.

Im oberen Drittel nach den Leitern - immer so um B/C.

Im oberen Drittel nach den Leitern - immer so um B/C.

Erst auf dem Gipfelgrat wird der Klettersteig leichter.

Erst auf dem Gipfelgrat wird der Klettersteig leichter.

Die letzte Stufe direkt vor dem Gipfelkreuz.

Die letzte Stufe direkt vor dem Gipfelkreuz.

Schon beim Abstieg - hinten das imposante Gipfelkreuz.

Schon beim Abstieg - hinten das imposante Gipfelkreuz.

Beim steilen Abstieg hinunter in das Kühkar trifft man oft noch auf Schneereste.

Beim steilen Abstieg hinunter in das Kühkar trifft man oft noch auf Schneereste.

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