Balisto - Geiselstein

Klettern
Mittel
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 6+
6 obl.  /  A0
Absicherung
AbsicherungGut
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 210 m  /  1200 Hm
2:00 Std.  /  5:30 Std.
AusrichtungSüd
AusrichtungSüd
Zustiegszeit
Zustiegszeit 2:15 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 1:15 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Geiselstein  (1885 m)
Charakter:

Sehr schöne Tour durch die ganze Südwand, endet direkt am Gipfelkreuz. Bis auf die zweite Seillänge hervorragender Fels. Trotz unzähliger Wiederholungen seit der Sanierung noch kaum Abnutzungserscheinungen. Gehört in dem Schwierigkeitsgrad sicher zu den besten Touren der Region. Insgesamt durchaus fordernd: Die Seillängen sind teilweise lang und nie leicht, die Kletterei ist steil und anspruchsvoll. Im Anschluss ideal mit einer der ebenfalls sehr schönen Westwandrouten kombinierbar.

Genaue Routenbeschreibung:

1. SL: Erst steil gerade hinauf (6-, BH schlecht erkennbar), über kleinen Überhang (6+) und leicht linkshaltend über leichteres Gelände (3) zum Fuß einer Plattenwand in Falllinie einer größeren Latsche. Zwischenstand an zwei BH möglich (ca. 25 m). Dann über einen Riss durch die Platten immer schwieriger bis zur Latsche (6), rechts vorbei und zum Stand an 2 BH auf kleinem Absatz. (50 m, 10 ZH, 6+)

2. SL: Vorsichtig über teilweise etwas unzuverlässigen Fels gerade zwischen zwei Latschen hinauf. Zwei Steilstufen, 5-. Dann über leichtere Rampe (3) rechtshaltend bis unter den Stand. Gerade zu den beiden BH, 4+. (32m, 6 ZH, 5-)

3. SL: Links über Rampe zu kurzem Riss, diesen gerade hinauf (5) und über Rampe rechts zu Wulst. Rechts von SU-Schlinge darüber (6-), über Platten mit Rissen und Schwarten (5+, 6-) leicht rechts und gerade zu Stand am großen AV-Kleberinghaken der „alten S-Wand“ am unteren Ende des S-Wandkessels. (40m, 7 ZH, 6-)

4. SL: Gerade über die Schrofen des S-Wandkessels zur Gipfelplatte. Dort befinden sich ebenfalls 2 Standhaken. Über die nie ganz leichte Plattenwand den BH folgend gerade hinauf (anhaltend 6-, kleiner Wulst 6) auf kleinen Absatz. Dort Stand einer querenden alten Route, 3 NH, Schlingen. Kurzer Rechtsquergang zu Riss neben Erosionsrille (6-). Gerade hinauf (6-) zu Stand an 2 BH auf Absatz. Bester Fels! (40 m, 8 ZH, 6)

5. SL: Über Platte gerade hinauf zu steiler Rampe (5+), diese weiter (4+) zu Riss. Über diesen (6-) hinauf und entweder links in gestuftes Gelände queren und gerade zum Gipfel (leichter, aber weniger schön und schlechter abgesichert) oder weiter dem Riss (und den BH) folgen, über einen Überhang piazen (6+) und links in leichteres Gelände. Dann vorsichtig über teils brüchigen Fels und Schrofen in die linke Rinne und gerade zur linken Scharte (3). Am Grat wenige Meter links zum Gipfelkreuz. Stand. (45 m, 7 ZH, 6+)

Vgl. auch Topo und Wandbild.

Erstbegeher / Erstbesteiger:

Jürgen Geiger und Dieter Elsner, 1983.

Seillänge: 

2 x 60 m

Expressschlingen: 

10

Friends: 

Friends/Cams 1-3 teilweise einsetzbar

Ausrüstung:

Übliche Kletter-/Bergausrüstung für alpine Klettertouren.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Gute Absicherung mit BH, aber nicht im Zentimeterabstand. Auch in schwierigen Passagen kann der Hakenabstand mal 5 Meter betragen. An den Ständen je 2 Bohrhaken.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

2 Stellen 6+ (bei Benutzung des direkten Ausstiegs), sonst recht anhaltend 6- und 6, eine SL 5 (allerdings in nicht ganz zuverlässigem Fels).

Zustieg zur Wand:

Von der Station Wankerfleck westlich über die Wiese, dann dem markierten Weg und dem Pfad hinauf zum Geiselsteinjoch folgen. Vom Geiselsteinjoch ostseitig ca. 2 Minuten absteigen, im Schutt/Wiese leitet ein Pfad direkt zum Einstieg der Südverschneidung bei der Gedenktafel. Links der Schlucht in leichter Kletterei (1) etwa 15 m hinauf auf einen kleinen Absatz links der Schlucht, BH (siehe Topo und Übersichtbild).

Tipp: Die Straße ist ideal mit dem MTB zu befahren, die Straße ist asphaltiert (nur wenige flache Passagen Schotter). Am Beginn der Wiesenfläche Ebenwald/Wankerfleck zweigt rechts ein Forstweg zu einem kleinen Staubecken ab. Mit dem Fahrrad über die Staumauer, auf der anderen Seite muss man es ein paar Stufen hinauftragen, dann auf der Westseite des Sees auf einem Forstweg in Richtung Süden, neuerlich südlich auf den unscheinbaren Forstweg abzweigen und der Beschilderung Geiselsteinjoch folgen. Dort wo der unscheinbare Forstweg endet, befindet sich das Bikedepot. 10,6km, 370 Hm, 45-60 Minuten rotpunkt (d.h. ohne Akku!!)

Höhe Einstieg: 

1717 m

Abstieg:

Am schnellsten über den teils abgespeckten, markierten Normalweg (2, Eisenstifte, einige BH). Vom Gipfel über den Grat Richtung Norosten bis in die Scharte vor dem O-Gipfel. Dann steil links in die Rinne und diese nordseitig hinunter bis zu deren Ende. Linkshaltend unter der kurzen W-Wand querend auf dem Weg zurück zum Geiselsteinjoch. 20-30 Minuten. Dann weiter auf dem Zustiegsweg.

Ortskundige können über Steigspuren (kurz 2) nach NW zum Ausstieg der SW-Wand absteigen. AV-Ring links unterhalb einer kleinen Lärche. 25 m über Rampe abseilen, weiterer AV-Ring, 20 m steil abseilen und vom nächsten AV-Ring 50 m entlang der „Gummifuzzy“ bzw. der „Abendlichen Startprobleme“ zum Fuß der W-Wand abseilen. Wenige Meter über Wiese zum Wanderweg. Dauert deutlich länger und ist nur sinnvoll, wenn der Normalweg sehr nass oder vereist ist.

Achtung: Der Abstieg zum Geiselsteinjoch (Normalweg Geiselstein; einige ausgesetzte Passagen, 2) ist nicht zu unterschätzen. Vor allem bei Nässe oder gar Schneelage ist dieser heikel. Man geht diesen evtl. besser gleichzeitig am Seil und hängt immer die Bohrhaken als Zwischensicherung ein (so geht das am schnellsten). Man könnte auch abseilen. Auf Steinschlag ist zu achten!

Kartenmaterial:

AV-Karte BY 7 "Ammergauer Alpen West"

Bemerkungen:

Steinschlag: Beim Einstieg sollte man aufpassen, ob Seilschaften oberhalb in der Wand sind.

Infostand: 

06.10.2018

Autor: 

Stefan Feistl

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Parkplatz „Kenzenhütte“; Abzweig von der B17 (Schongau - Füssen) beschildert

Talort / Höhe:

Halblech  - 821 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Wankerfleck  - 1148 m

Bilder (8)

Geiselstein Südwand, in Rot die Route  "Balisto"

Geiselstein Südwand, in Rot die Route "Balisto"

Bei der Zufahrt (rotpunkt, ohne Akku) mit dem MTB

Bei der Zufahrt (rotpunkt, ohne Akku) mit dem MTB

Blick zum Geislestein vom Wankerfleck

Blick zum Geislestein vom Wankerfleck , Foto: Stefan Feistl

Start in die erste Seillänge

Start in die erste Seillänge , Foto: Christine Feistl

Im oberen Teil der ersten Seillänge.

Im oberen Teil der ersten Seillänge.

In der dritten Seillänge.

In der dritten Seillänge.

Herrlicher Fels in der 4. Seillänge.

Herrlicher Fels in der 4. Seillänge. , Foto: Christine Feistl

Die Plattenpassage in der vorletzten Seillänge (4te Seillänge).

Die Plattenpassage in der vorletzten Seillänge (4te Seillänge).

Kommentare

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.

Nach oben