Chains of bigotry - Hochblassen

Klettern
Mittel
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 8-
8- obl.
Absicherung
AbsicherungSchlecht
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 300 m  /  1750 Hm
3:00 Std.
AusrichtungNordNordost
AusrichtungNord, Nordost
Zustiegszeit
Zustiegszeit 1:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 2:00 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Hochblassen  (2703 m)
Charakter:

Moralisch anspruchsvolle Kletterei moderner Prägung. Mit 9 Bohrhaken in 9 Seillängen wurde diese Linie nach einem minimalistischen Grundsatz als Gegenpol zu den touristisch erschlossenen Linien an der Alpspitze geklettert. Gefährliche Stürze sind nach einem durchaus gängigen Auftakt ab der 4. Seillänge ohne Probleme möglich, Routine mit einem großen Rack und ein gekonnter Umgang mit dem persönlichen Adrenalinspiegel sind unumgänglich. Wer seine eigenen chains of bigotry ablegt und sich darauf einlässt, kann eine sehr besondere Route erfahren, deren Qualität nicht nur durch die Felsstrukturen besticht.

Genaue Routenbeschreibung:

In Seillänge 8 dürfte ohne Halbseiltechnik wahrscheinlich nur schwer ein Erreichen des Standplatzes möglich sein. 

Erstbegeher / Erstbesteiger:

Martin Feistl mit Thomas Atzkern am 21.09.2019 und 07.07., 28.07. und 15.09.2020 von unten unter Verwendung von 90 m Fixseilen. 1. Rotpunktbegehung am 15.09.2020 durch Martin Feistl

Seillänge: 

2 x 60 m

Expressschlingen: 

8

Klemmkeile: 

Rocks 1-8

Friends: 

C4 #0.2 bis #4, #0.5 und #1 doppelt

Ausrüstung:

Bei der Erstbegehung wurde hauptsächlich Totem Cams verwendet. 

Bemerkung zu den Versicherungen:

2 Bohrhaken an allen Standplätzen, 1-2 Bohrhaken pro Seillänge als Zwischensicherungen, regelmäßig an Camalots. Nicht überall mobil ergänzbar. Bei der Erstbegehung wurden 9 Bohrhaken als Zwischensicherungen auf 9 Seillängen verwendet, in Seillänge 1 und 2 wurde zur besseren Orientierung unabhängig von der Schneelage und damit niemand runterfällt, bevor es richtig losgeht, jeweils noch ein weiterer gesetzt.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

8- (in einer Seillänge), anhaltend im 7. Grad, nur ganz am Anfang und Ende einfacher. Überall wo bei der Erstbegehung technische Hilfsmittel (Cliffs) benutzt wurden, wurde ein Bohrhaken gesetzt.

Zustieg zur Wand:

Option 1: Bei Verzicht auf Bahnunterstützung eine Reise für sich. Vom Parkplatz der Kreuzeckbahn (750 m) mit dem Fahrrad am linken (östlichen) Rand des Parkplatzes vorbei und nach der Bahnunterführung links abbiegen auf eine schlechte Teerstraße. Dann immer der Beschilderung Richtung Kreuzeck-Haus folgen. Wenige Meter unterhalb vom Kreuzeck-Haus (1650 m) links kurz bergab zur Talstation der Längenfelder-Bahn (1600 m) und auf der Fahrstraße weiter über die Hochalm (1704 m) und einen steilen Stich zur Bergwachthütte in Richtung Osterfelderkopf. In der Senke kurz nach der Bergwachthütte Fahrrad-Depot (1840 m). Zu Fuß weiter über die Schöngänge (drahtseilgesicherter Steig) in die Einschartung unter dem Bernadeinkopf (2120 m). Auf dem höchstmöglichsten Weg mit 100 hm Verlust südlich um die Ausläufer der Alpspitze herum in's Grieskar absteigen. An der Südflanke des Kars querend bis in den Kargrund wenige Meter von den Einstiegen entfernt (ca. 2200 m). Insgesamt etwa 4 Stunden bei 1450 hm, 13,8 km mit dem Fahrrad und 2,5 km zu Fuß.

Option 2: Mit der Alpspitzbahn auf den Osterfelderkopf und über den Nordwandsteig 100 Hm ansteigend in die bei Option 1 erwähnte Einschartung. Insgesamt 60 Minuten ab Bergstation und 17,50 € ohne Talfahrt oder der Möglichkeit ein Fahrrad mitzunehmen.

Höhe Einstieg: 

2200 m

Abstieg:

Vom Ausstieg 15 m (1) rechts haltend auf das große Band und 10 m zum Abseilstand der „Peter Lustig“ absteigen. Von dort abseilen über die Abseilpiste.

Kartenmaterial:

Wetterstein- und Mieminger Gebirge Mitte (4/2)1

Bemerkungen:

In der 3. Seillänge wird ein aufgegebener Versuch von Martin Bartl vom „Blassenpfeiler“ kommend, gekreuzt. Die weitere Erstbegehung und Sanierung von 2 Kronenbohrhaken erfolgte erst nach Einholen der Erlaubnis. In der 8. Seillänge wurde unwissentlich in eine Ausstiegsvariante zu 13.5 geklettert und nachträglich unlogisch, aber eigenständig und ausgesetzt von unten weiter rechts „nochmal“ erstbegangen.

Infostand: 

17.09.2020

Autor: 

Martin Feistl

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Nach Garmisch und weiter der Beschilderung zur Kreuzeck- und Alpspitzbahn folgen. Auf dem großen und für Übernachtungen verbotenen Parkplatz parken. 2019 wurde ein privater Sicherheitsdienst zur Durchsetzung des Verbots engagiert. 2020 nicht mehr. 

Talort / Höhe:

Garmisch-Partenkirchen  - 750 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Parkplatz Kreuzeck-Bahn  - 750 m

Bilder (5)

4. Seillänge (8-)

4. Seillänge (8-) , Foto: Silvan Metz

5. Seillänge (7)

5. Seillänge (7) , Foto: Silvan Metz

7. Seillänge (7+)

7. Seillänge (7+) , Foto: Silvan Metz

8. Seillänge (7)

8. Seillänge (7) , Foto: Silvan Metz

Wandfoto

Wandfoto, lila: Projekt Feistl (2021) blau: "Shake hands" weiß: "Jung und alt" und "Blassenpfeiler" orange: Projekt Ketterer (2019) grün: "Chains of bigotry" rot: "Schatzinsel" gelb: "Peter Lustig - Keine Zeit für Albernheiten"

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