Plattenzauber - Platteinspitze

Klettern
Mittel
(2)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit 6+
6 obl.
Absicherung
AbsicherungSehr gut
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 680 m  /  950 Hm
6:30 Std.  /  8:45 Std.
AusrichtungSüdwest
AusrichtungSüdwest
Zustiegszeit
Zustiegszeit 0:45 Min.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 1:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Hintere Platteinspitze  (2723 m)
Charakter:

Eine wahre Meisterleistung an Zauberei! Anders kann man diese Tour, welche die Erstbegeher an der Hinteren Platteinspitze hinterließen, nicht beschreiben. Die gewaltige Mehrseillängenroute zieht durch die Südwestwand der Hinteren Platteinspitze und wird gegen oben hin immer schöner. Ein Mix aus griffigen Platten (die aber nur ganz selten glatt sind) und ein paar steilen Wandpassagen wartet auf den Kletterer. Die Routenfindung ist dank der vielen Bohrhaken und der gelben Markierung einfach. Wer die 20 Plattenseillängen hinter sich gebracht hat und auch noch den leichten Gipfelgrat bis zum Kreuz aufgestiegen ist, kann sich über einen fantastischen Ausblick in das Inntal freuen.

Genaue Routenbeschreibung:

Siehe Topo. Unten quert die Route recht stark nach rechts (immer etwas oberhalb vom Schluchtgrund), oben dann gerade Plattenseillängen mit Querungen nach rechts auf Bänder (Gehgelände).

Erstbegeher / Erstbesteiger:

Rahel, Ursula und Alfred Flür im Juli 2011.

Seillänge: 

2 x 60 m

Expressschlingen: 

14

Klemmkeile: 

Keine

Friends: 

Keine

Ausrüstung:

2 x 50 m Doppelseil, Kletterausrüstung, 14 Expresschlingen und Helm. Evtl. ein paar Bandschlingen (Köpfl) für den Gipfelgrat, aber nur für die, die das 2er Gelände sichern wollen.

Bemerkung zu den Versicherungen:

Die Tour ist für eine Mehrseillängentour sehr gut gesichert. Aber Achtung: Am Ende muss man noch ca. 150 Hm auf dem Gipfelgrat bis zum höchsten Punkt klettern - der Grat ist leicht (meist um 1-2 und Gehgelände). Die Tour ist also nicht wirklich was für Plaisirkletterer ohne Schrofenerfahrung.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Eine Seillänge 6+, zwei Seillängen 6/6+, der Rest meist um 5.

Zustieg zur Wand:

Von der Hütte folgt man dem Weg zum Imster Klettersteig. Man erreicht das Guggersattele (einen Wiesensattel) und gelangt von dort in das Scharnitzkar. Man quert den Bach in der Karmitte und folgt noch etwas dem Weg Richtung Klettersteig. Bei guter Gelegenheit zweigt man rechts weglos bzw. auf Pfadspuren ab und erreicht die Schlucht links von der Metzerkante. Durch die Schlucht etwas aufsteigen bis man zum Einstieg gelangt (an der linken Schluchtseite, gelb markiert bzw. angeschrieben).

Abstieg:

Vom Ende der Tour (Bohrhaken mit Schlinge) folgt man dem Grat aufwärts - einige Aufschwünge (vor allem am Ende) kann man rechts umgehen. Oft weisen Steinmännchen und Pfadspuren den weg. Ca. 180 Hm, meist um 1-2. Man erreicht das Gipfelkreuz der Hinteren Platteinspitze (2723 m). Von dort steigt man auf dem markierten und tlw. seilversicherten Nordwestgrat ab. Man folgt immer der roten Markierung und steigt im sog. Sparketschartl der roten Markierung folgend in das Engelkar ab. (Achtung nicht zu früh absteigen - erst wenn die rote Markierung nach unten geht!). Im Engelkar dann auf dem markierten Weg zurück zur Muttekopfhütte.

Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte 3/4 Lechtaler Alpen - Heiterwand, 1:25.000

Bemerkungen:

Aus unserer Sicht eine 5-Sterne-Tour, die man auch gerne wieder klettert - Gratulation an die Flürs für diese Erstbegehung! Die Tour ist sehr gut gesichert, aber sehr lang!. Der Weiterweg auf dem leichten Gipfelgrat verlangt etwas alpine Erfahrung. Nur bei stabiler Hochdruckwetterlage einsteigen! Abseilen (vom SW-Gratturm): Alle Kettenstände sind Abseilstände - unten (ab dem 3ten Stand) kann in der Schlucht abgeseilt werden (3 x 50 m, die Stände sind hoch angelegt - wegen dem Altschnee). Abseilen aber nur im Notfall (ist nicht ganz einfach, wegen dem Seilverlauf),der Fußabstieg ist deutlich schneller. Im Frühjahr kann sich in der Schlucht am Einstieg länger der Schnee halten - man klärt die Verhältnisse am besten mit dem Hüttenwirt der Muttekopfhütte ab.

Autor: 

Axel Jentzsch-Rabl

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Auf der A 12 bis zur Ausfahrt Imst und weiter ins Stadtzentrum von Imst. Links Richtung Hochimst abzweigen und kurvenreich zum großen Parkplatz bei der Talstation der Imster Bergbahnen fahren. Mit der Bergbahn bis zur Bergstation (Endstation der 2ten Sektion). Von dort geht man auf dem sog. Drischlsteig in ca. 30 Minuten ohne große Steigungen bis zur Muttekopfhütte. Mit Öffis: Mit der Bahn bis Imst-Pitztal, weiter mit dem Postbus ins Zentrum von Imst. Von dort mit Wanderbus-Coasterexpress nach Hochimst.

Talort:

Imst

Ausgangspunkt / Höhe:

Muttekopfhütte  - 1934 m

Bilder (24)

Die Route "Plattenzauber" hinter der Muttekopfhütte.

Die Route "Plattenzauber" hinter der Muttekopfhütte.

Der Routenverlauf vom Zustieg aus gesehen.

Der Routenverlauf vom Zustieg aus gesehen.

Die obere 6+ Seillänge mit 14 Bohrhaken - perfekte Plattenkletterei. Oben eine Seilschaft an der überhängenden Querung.

Die obere 6+ Seillänge mit 14 Bohrhaken - perfekte Plattenkletterei. Oben eine Seilschaft an der überhängenden Querung.

Da geht's zur Einstiegsschlucht hinauf - schönes Schattenspiel.

Da geht's zur Einstiegsschlucht hinauf - schönes Schattenspiel.

Der Zustieg in der Schlucht - an schönen Tagen ist man selten alleine.

Der Zustieg in der Schlucht - an schönen Tagen ist man selten alleine.

Der Einstieg ist gut sichtbar markiert.

Der Einstieg ist gut sichtbar markiert.

Die erste Seillänge.

Die erste Seillänge.

Die zweite Seillänge - in den ersten paar Seillängen wird viel gequert.

Die zweite Seillänge - in den ersten paar Seillängen wird viel gequert.

Dritte Seillänge - Querung entlang der Bohrhaken.

Dritte Seillänge - Querung entlang der Bohrhaken.

Eine der schöne Plattenseillängen im unteren Teil.

Eine der schöne Plattenseillängen im unteren Teil.

Plattenklettern - es gibt aber immer gute Griffe, selten ist Reibungskletterei gefragt.

Plattenklettern - es gibt aber immer gute Griffe, selten ist Reibungskletterei gefragt.

Der steile Pfeiler (erste 6+ Seillänge) im Mittelteil.

Der steile Pfeiler (erste 6+ Seillänge) im Mittelteil.

Die zweite Seillänge am steilen Pfeiler.

Die zweite Seillänge am steilen Pfeiler.

Ungefähr die gleiche Stelle (2te Seillänge am steilen Pfeiler) - von weiter weg aufgenommen.

Ungefähr die gleiche Stelle (2te Seillänge am steilen Pfeiler) - von weiter weg aufgenommen.

Der Beginn der großen Plattenzone im oberen Teil.

Der Beginn der großen Plattenzone im oberen Teil.

In der großen Plattenzone (ca. Mitte), unten eine Seilschaft am Beginn.

In der großen Plattenzone (ca. Mitte), unten eine Seilschaft am Beginn.

Die obere 6+ Seillänge mit 14 Bohrhaken - perfekte Plattenkletterei. Oben eine Seilschaft an der überhängenden Querung.

Die obere 6+ Seillänge mit 14 Bohrhaken - perfekte Plattenkletterei. Oben eine Seilschaft an der überhängenden Querung.

Am Ende der 6+ Plattenseillänge (man sieht gut den engen Bohrhakenabstand).

Am Ende der 6+ Plattenseillänge (man sieht gut den engen Bohrhakenabstand).

Einer der Erstbegeher (Alfred Flür) mit Partnerin in der überhängenden Querung.

Einer der Erstbegeher (Alfred Flür) mit Partnerin in der überhängenden Querung.

Für unseren Klausi war die überhängende Querung ein lockerer Spaziergang...

Für unseren Klausi war die überhängende Querung ein lockerer Spaziergang...

Die Seillänge nach der Querung zum Pfeilerkopf (dort Enden die Schwierigkeiten).

Die Seillänge nach der Querung zum Pfeilerkopf (dort Enden die Schwierigkeiten).

Der Grat zum Gipfel (ab der letzten Standschlinge) wird von den meisten seilfrei geklettert.

Der Grat zum Gipfel (ab der letzten Standschlinge) wird von den meisten seilfrei geklettert.

Auf dem Gipfel der Hinteren Platteinspitze, 2723 m.

Auf dem Gipfel der Hinteren Platteinspitze, 2723 m.

Der Abstieg auf dem markierten Nordwestgrat in Richtung Engelkar.

Der Abstieg auf dem markierten Nordwestgrat in Richtung Engelkar.

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